Waffenstillstand in Saporischschija

Kampf ums Kernkraftwerk: Russland will einen Waffenstillstand in Saporischschja, doch Kiew lehnt ab.

Von Wolfgang Koydl

Der Krieg in der Ukraine scheint zu stocken, und damit schwindet die Aufmerksamkeit im Westen. Das geht nicht. Deshalb sieht das Drehbuch neue Wendungen in der Handlung vor. So wie die mysteriösen Angriffe auf der Krim. Die Botschaft an Moskau: Seht her, ihr seid nicht mal auf eigenem Territorium sicher.

Die andere Wendung wendet sich an die westliche Öffentlichkeit: der Kampf ums AKW Saporischschja. Die Russen beschießen von hier aus ukrainische Ziele – und können nur gewinnen. Erwidern Kiews Truppen das Feuer nicht, ist das gut für Moskau. Tun sie es, gefährden sie die Sicherheit des Kraftwerks.

Nun aber will Russland der Internationalen Atomenergiebehörde den Zutritt gestatten – allerdings nur über die Krim, was die Ukraine ablehnt. Die fordert einen russischen Truppenabzug aus der Region, was Moskau ablehnt.

Jetzt hat die russische Regionalverwaltung einen Waffenstillstand vorgeschlagen. Gefällt Kiew aber auch nicht. So bleibt der Verdacht, dass die Ukraine bewusst einen GAU will.

Der würde wieder Aufmerksamkeit garantieren. Und wie.

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