Von Monstern und Wunderkammern 1

Von Monstern und Wunderkammern 1. Folge

Ein lehrreiches Szenario in Bildern aus dem Kontext von Wissenschaft, Kunst und Kultur – aus Vergangenheit und Zukunft – mit investigativen Aufdeckungen, vom Ursprung des Musealen, seltsamen Brauchtümern, Tatsachen aus der Statistik, entflohenen Mammuts, außerirdischen Besuchern, verpeilten Engeln, Monstern auf 1-Euro-Basis und vielem mehr … Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Künstlern, Monstern, Engeln und sonstigen Personen sind rein zufällig.

Der Ursprung des Musealen und das Messiesyndrom

Zu einer Zeit, als ein einzelner Mensch noch alles wissen konnte, es ist ca. 1649, finden wir den frühen Medienstar Athanasius Kircher * mit seinem Faktotum in seiner Klause.

Klag 1. bild

Dieses historische Überwachungsbild legt nahe, dass Athanasius eigentlich unter einer psychischen Störung litt: dem Compulsive Hoarding Syndrom, oder aus Funk und Fernsehen besser bekannt: dem Messiesyndrom. Aber: man muss sich nur zu helfen wissen, dann kann man auch aus seinen geistigen und seelischen Defiziten Kapital schlagen! Die Geschäftsidee war so bescheuert, dass es tatsächlich klappte. So kam es also zum Museumsbetrieb.

* Athanasius Kircher

(auch: Athanasius Kircherus Fuldensis; geboren am 2. Mai 1602 in Geisa an der Rhön; gestorben am 27. November 1680 in Rom) war ein deutscher Jesuit, Berater des Papstes und Universalgelehrter des 17. Jahrhunderts, der die meiste Zeit seines Lebens am Collegium Romanum in Rom lehrte und forschte. Kircher veröffentlichte eine Unzahl ausführlicher Monografien über ein weites Spektrum von Themen unter anderem der Ägyptologie, Geologie, Medizin, Mathematik, Sinologie und Musiktheorie. Seine Forschungsergebnisse, Erfindungen und seine gesammelten Antiquitäten stellte er ab 1651 in seinem Museum Kircherianum im Collegium Romanum in Rom aus. Er war der erste Wissenschaftler, der sich durch den weltweiten Verkauf seiner Bücher selbst finanzieren konnte. Kirchers Motto lautete In uno omnia – In Einem alles.

Fortsetzung folgt.

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