Vom Ende der Welt

Collage: Marianne Mairhofer

Die US-Amerikaner trinken kein Corona-Bier mehr, weil sie glauben, es übertrage den gleichnamigen Virus. Ganz Italien ist viralisiert und leidet unter einer schweren histrionischen Persönlichkeitsstörung.* Doch die Hysterie passt nicht zum Verhalten der Menschen. Als ich jüngst nach Hause fuhr und am Marienplatz aussteigen wollte, kamen zwei kräftig gebaute Frauen mit Signalkleidung und desinfizierten die S-Bahn. Als ich sah, wie sie das machten wurde mir schlecht. Das war keine vorschriftsmäßige Flächendesinfektion, sondern sie verschmierten die Keime nur. Vielleicht wollten sie die Keime verwirren indem sie sie von links nach rechts wischten. Doch so findet der chinesische Flüchtlings-Virus nie mehr nach Hause. Ihre unausgereifte Desinfektions-Methode führt daher eher zu weiteren Antibiotika resistenten Keimen, als zu einem Schutz vor chinesischen Monster-Viren. Besorgniserregende 0,0002 Prozent der deutschen Bevölkerung sind infiziert und 0,0000004 Todesfälle verzeichnet das RKI. Zum Vergleich: Es sterben im Jahr 3.000-mal so viele Menschen bei Verkehrsunfällen. Wir sollten also das Autofahren verbieten, wollten wir in den Krankenhäusern für Entlastung sorgen. Es ist inzwischen absurd und es herrscht eine ernsthaft bedrohliche Volkshysterie. Ein Grund mehr, Franz Josef Strauß zu zitieren: Vox populi, vox Rindvieh. (Leider wählt dieses Volk die Politiker aus ihren eigenen Reihen und sorgt damit für eine verblödete Regierung) Über 200 Tote durch Influenza. Aber das ist ja ein ganz normaler Grippe-Erreger. Kein Grund sich zu sorgen. Zur Sicherheit habe ich schon die alte Wasserspritzpistole meines Sohns aus dem Keller geholt und statt Wasser Desinfektionsmittel eingefüllt. Nun. Die Menschen sterben nicht durch den Corona-Virus aus, sondern durch Dummheit, durch Ignoranz, Denkfaulheit und der berühmten selbst verschuldeten Unmündigkeit, weil sie lieber dem Spinner auf Facebook glauben, als einem studierten Arzt. Es ist immer noch so, wie das einst Samuel Taylor Coleridge (1772-1834) formulierte: „Die Wiese vor meinem Haus hat einfach noch nicht das nötige Alter erreicht, um selbst urteilen zu können – daher habe ich das Unkraut sprießen lassen, statt dem Boden eine Vorliebe für Rosen und Erdbeeren aufzuzwingen.“  In diesem Sinne wünsche ich den Desinfektionsspritzdamen vom MVG noch viel Freude bei ihrer unsinnigen Tätigkeit.

Übrigens: Im Jahr 177 (n. Chr.) starb die Heilige Corona. Sie ist die Schutzpatronin des Gelds, also der Geldsäcke(!), der Fleischer (mit Gruß an die Grünen), der Schatzgräber und, aufgepasst, schnallt euch an, die Schutzheilige gegen Seuchen.


*Liebe LeserInnen, eh wir hier dieses verzwickte Phänomen erklären, bitten wir Sie, sich
bei wikipedia schlauzumachen. Oder sie wussten es schon immer, dann sind Sie so
gebildet wie B.H. und gebildeter als R.H.

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu Vom Ende der Welt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.