Vom Elend der Kunstszene 2

aus einem Skizzenbuch: Rolf Hannes

Was auf den Kunstmessen, etwa der in Basel oder in Miami, stattfindet oder in den Auktionshäusern wie Sotheby’s und Christies, ist vergleichbar mit dem Zocken an Börsen.

Die Reichen und Superreichen setzen auf Kunst wie sie auf Währungen und Ernten wetten. Mit der gleichen brachialen Schändlichkeit, mit der gleichen Ignoranz und Dummheit, mit der sie krummen Geschäften frönen. Genauso sammeln sie Kunstwerke. Dazu braucht es kein Verständnis für Kunst, dazu braucht es kein Feingefühl für Kreativität oder gar Schönheit, dazu braucht es nur die Gier, dabeizusein.

Viele bunkern die Kunstschätze in Archiven oder Tresoren und warten nur auf die Steigerung ihres Marktwerts.

Noch ein Wort zu Thomas Wieczorek, dem Verfasser von Die verblödete Republik, er starb 2013. Wenn er sich heute in unserm Land umschaute, würde er feststellen: sie ist um ein Vielfaches verblödeter inzwischen, bis in die meisten Parteien hinein, bis in die Ministerien hinein, bis in den Bundestag und die Regierung hinein.

Gibt es denn kein Mittel gegen den gröbsten von oben herab geförderten Schwachsinn? Sind denn die meisten Leute mit all dem Irrsinn einverstanden?

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