Verlangen nach Schönheit

© R.H.

In der Lettre International 134, die ich immer noch für eine der intelligentesten Vierteljahresschriften halte, wenn sie auch politisch für meinen Geschmack auf Abwege geriet. Schon allein der Umstand, der richtigen und gültigen Rechtschreibung die Treue zu halten, wärmt mein Herz.

Also, in der Inhaltsangabe der neuesten Nummer finde ich folgenden Text über Paul Nizon, der mir aus der Seele spricht.

Das Leben von Paul Nizon war und ist trunken von Literatur und Musik, er folgte seinem Verlangen nach Schönheit. Von frühauf durchdrungen von Heinrich Heines „Buch der Lieder“, der gemeißelten Poesie Stefan Georges, Romanen von Außenseitern wie Knut Hamsun, August Strindberg, Jens Peter Jacobsen oder Robert Walser huldigt er in der ersten Lebensphase seiner Liebe zur Natur. Dann treibt es ihn in die Lebensfülle der Stadt, ins Menschengewimmel, ins urbane Gehäuse raumschaffender Architektur, das ihm zum Inbegriff des Schönen wird. So wie die Buntheit des Menschseins in der Steinwelt mit ihren Märkten und Passanten ihm zum Abenteuer wird, wird ihm die Suche nach ästhetischem Genuß in Kunst, Malerei und Musik zum lebenslangen Bedürfnis.

Erlaubt mir dieses Bild: Nizons Prosa hat mich über Jahre wie Musik belebt.

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