Übers Lesen

Laurence Sternes TRISTRAM SHANDY ist eines meiner Lieblingsbücher.

Viele Bücher, die gekauft werden, sind als Geschenke gedacht. Sie werden verschenkt und nicht gelesen. Sie werden nicht von den Käufern gelesen, sie werden nicht von den Beschenkten gelesen. Die meisten werden ungelesen ins Regal gestellt. Sie sind für beide Seiten eine Verlegenheit. Man kann nicht immer Blumen schenken, sagt man sich. Und viele Jugendliche lesen fast überhaupt keine Bücher mehr. Neulich hörte ich von einem Professor, Professor für Germanistik, den Studenten, die sich bei ihm einschreiben, müßte er erstmal empfehlen, wiedermal ein Buch in die Hand zu nehmen. Nicht nur in die Hand zu nehmen, sondern es zu lesen. Ein Professor für Germanistik, und muß seinen Studenten empfehlen, Bücher zu lesen? Soiset. Und mit seiner Empfehlung bietet er gleich eine Liste lesenswerter Bücher an. Donald Duck und Asterix waren nicht dabei. Nichts gegen die beiden. Damit kennen sich einige Jüngere noch aus, mit Comics-Reihen. Und mit Krimis, Marke Donna Leon, auch noch so gerade. Aber dann. Man könnte glauben, sie beschäftigten sich nur mehr mit Simsen und Samsen und Googeln und Youbeln und Zwitschern. Und Faceln und Bookeln.

Man sollte nur Bücher verschenken, die man mit Begeisterung selbst gelesen hat. Wenn die nicht ankommen, kann man nichts machen.

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