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Domizil

Zeichnung: Rolf Hannes Lichtfurchen dringen durch die Fensterläden. Auf der flimmernden Nachrichtenschwemme treiben die Wirklichkeiten als Wrackteile. Manchmal steht darüber eine angekratzte Sonne, manchmal verleuchten matte Sterne. Einen umgebundenen Putzlappen als Lendenschurz, streif ich durch die Zimmerschluchten, angle im Wasserloch … Weiterlesen

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Ein Nachtrag zum Nachtrag zu Laurence Sternes Tristram Shandy

Sterne war ein Großmeister des Gedankenstrichs. Die Setzer und Drucker müssen an ihm verzweifelt sein. Er verlangte mindestens schätzungsweise 7 Varianten der Längen. Das Original seines Romans hat keine Seitenzahlen, statt dessen steht am Ende jeder Seite, etwas abgerückt für … Weiterlesen

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Kleiner Nachtrag zu Laurence Sterne

Sein Tristram Shandy ist nicht nur ein verrückt auf- und anregendes Buch mit den Geschichten von Tristram, seinem spinnerten Vater Walter, dessen Bruder Onkel Toby (der bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ein textloses Lied vor sich hinträllert, nämlich seinen … Weiterlesen

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Wirrwahr

Zeichnung: Rolf Hannes Um noch ein wenig durch den Regen laufen zu können, eine Haltestelle zu früh ausgestiegen, bin ich diesem Fürsprecher begegnet. In lautem Wirrwahr hat er eingeredet auf sich selber, seiner sturen Richtungslosigkeit gingen alle aus dem Weg. … Weiterlesen

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Es ist Oktober

Es ist Oktober. worte fallen. wie still wird es um sie. Ein letztes leuchtendes trag´ ich nach hause. der nebel frisst mir hinterher. Wie müde wird mir meine sprache. zerknittert legt sie sich auf mein gesicht, geht ein. Bald muss … Weiterlesen

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Guckloch 3

Zeichnung: Rolf Hannes Ein Kältetechniker der Seele, der in seinem Armutszeugnis Vermögenswerte auflistet, während sein Gefühlsdouble im Wertpapierdepot Liebesbriefe verwahrt. Das Schönsein als Metier und Auftakt, als könnte ein jedes Erfolgsmärchen sich selbst erzählen. Als wäre Unfähigkeit nicht etwas, das … Weiterlesen

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Guckloch 1

Zeichnung: Rolf Hannes, Öl auf Bütten Einer, der einen Moderator braucht zum Führen eines Selbstgespräches. Einer, der mit dem Rotstift schwarze Zahlen schreibt. Einer, der sich selber ebenbürtig ist. Einer, der auf einmal sieht, wie lächerlich Korrektgekleidete aussähen in einem … Weiterlesen

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Der unwiderstehliche Reiz der Freiheit Folge 3

Wir müssen unsere emanzipatorischen Errungenschaften verteidigen Im Grunde müssen wir das Einfache tun, was manchmal schwer zu machen ist. Wir müssen unsere emanzipatorischen Errungenschaften verteidigen. Wir müssen darauf bestehen, uns in unsere eigenen Angelegenheiten einzumischen. Es gibt nur einen öffentlichen … Weiterlesen

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Heinrich von Kleist in Paris Folge 2

Heinrich von Kleist schreibt weiter 1801: Übrigens muß man gestehen, daß es vielleicht nirgends Unterhaltung giebt, als unter Franzosen. Man nenne einem Deutschen ein Wort, oder zeige ihm ein Ding, darauf wird er kleben bleiben, er wird es tausendmal mit … Weiterlesen

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Verstoßenes Anschüchtern

Die Rohheit der Scham, der Lippen – wie wenn man sich beim Sprechen an sich selber vergeht (wie verstoßenes Anschüchtern) Rolf Hannes: Zeichnung und Collage aus Oswald von Wolkenstein, 1997 Etwas zwiegespalten beobachte ich, wie deine Hand nur noch auf … Weiterlesen

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