Schlagwort-Archive: Lyrik

Es war einmal

© R.H. Es war einmal ein Einmaleins, das konnte sich nicht zählen. Es wußte von den Zahlen keins, wollt sich damit nicht quälen. Da kam ein Abc vorbei und fragte was das soll. Ach nichts, es ist mir einerlei, davon … Weiterlesen

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Im Karzer

Zeichnung: Rolf Hannes Frühzeitig hat dich das Leben eingekerkert in diese Zelle du schlägst sie und schlägst sie die Widersacher in deinem Innern opferst Haarbüschel am Tage und in der Nacht kostbaren Schlaf in deinen Gehörgängen schallt Gelächter, Gelächter benachbarter … Weiterlesen

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ein mantel

Zeichnung: Rolf Hannes ein mantel der kaum wärmt staubmantel umbragrau der keinem passt eng wird und löcher hat aber die seele trägt ihn über dem arm den mantel des vergessens

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Antwort?!

Zeichnung: Rolf Hannes Da du nicht antwortest … bemühn wir uns halt über 2 aneinandergereihte Säzze. Subjekt. Prädikat. Objekt. Komma inclusive. Danach gefühl klein geschrieben. Haut : zwischendurch bedeutungslos Sich verirren in den endlich aus dir herauswachsenden Falten: im später … Weiterlesen

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dieses kanzerogene wort

Zeichnung: Rolf Hannes dieses kanzerogene wort ist nicht laut wenn es nistet sich langsam verästelt im gewebe der zeit und irgendwann die seele durchwächst: selbst schuld

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Verlorene Freunde

Zeichnung: Rolf Hannes Es waren dereinst zwei Freunde Die hatten einander so lieb Der eine sah Wolken aufziehen Und sprach: Komm, lass uns geh’n Der andere wollt‘ es nicht kommen seh‘n, trat auf der Stelle und blieb  Es waren dereinst … Weiterlesen

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urtica

Zeichnung: Rolf Hannes ich lebe in meiner winzigkeit eingefriedet hinter dem blickdichten zaun weil ich mit meiner leibesfrucht keiner saatgutverordnung gehorche das kind spricht mit mir in eigenartiger sprache und rudert mit seinem einbaum durchs brennnesselmeer sie wären längst ausgerottet … Weiterlesen

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Späte Stunde

Tuschpinselzeichnung: Rolf Hannes Vor dich hinsinnierend, über den Augenblick vielleicht, weil der sich nirgends hineinzwängen läßt. Ein Schweben altersmelancholisch intus. Du, in diesem weitgewordenen Schlafanzug, den deine Enkel Jahre später anziehen: als Ausgehuniform, zur Fasnet. Wie du dasitzt und mitansiehst, … Weiterlesen

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Zustände sind das!

Foto: Ursula Gressmann heute früh um fünf die fester auf nach bleischwerer nacht amselgeflöte überm rauschen der stadt ein hund bellt unterm stillen mond graublaue minute noch keinen wurm gefangen aber: frühling strotzt aus allen poren

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Von der Beschaffenheit des Staunens (5)

Zeichnung: Rolf Hannes Ist jetzt das Gewesene vergangen oder das Vergangene gewesen, da: im Kristallschimmer eines solchen Weinglases, drittletztes der Aussteuer, vom drallischen Gefuchtel einer Gegenrede umgestoßen, wie bernsteinern umfangen, bei diesem Seufzton beim Zusammenkehren dem kühlen Dunkel der Speis, … Weiterlesen

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