Späte Stunde

Tuschpinselzeichnung: Rolf Hannes

Vor dich hinsinnierend, über den Augenblick vielleicht, weil der sich nirgends hineinzwängen läßt. Ein Schweben altersmelancholisch intus. Du, in diesem weitgewordenen Schlafanzug, den deine Enkel Jahre später anziehen: als Ausgehuniform, zur Fasnet. Wie du dasitzt und mitansiehst, wie auf dem kalten Küchenboden, vor dem verleerten Schucker Milch, die Katze ausgehungert ihren Schatten aufleckt. Während durchs gekippte Fenster das Metronomgeräusch dringt der Kastanien, die auf das Vordach fallen. Der Gangspiegel, die halbdunkle Tür darin, als ein Durchlaß erscheint.

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