Roß und Reiter

Roß und Reiter

© Rolf Hannes

Auf höchster politischer Bühne heißt Verlogenheit diplomatisches Geschick.

Wenn ein deutscher Politiker sagt, man sollte mit der Kavallerie in die Schweiz einreiten und den korrupten Bankern Mores lehren, weil sie Milliarden Schwarzgeld bunkern, dann stöhnt das Erdenrund auf.

Was, frage ich mich, sollte man denn gegen schweizer Banker vorbringen, die das Schwarzgeld vieler Mafiosi, vieler korrupter Regierungen, vieler korrupter Firmen, vieler korrupter Bankimperien in ihren Tresoren verwahren, damit daraus noch mehr Geld wird, an aller Anständigkeit vorbei? Sollte man sagen, sie sollten samt und sonders gekidnappt werden, um sie nur gegen hohes Lösegeld freizugeben? Oder sollte man sie gleich in Scheibchen schneiden und (Geld)haien zum Fraß vorwerfen?

Peer Steinbrück war nie meine Wahl, die ganze SPD ist es nicht mehr, seit sie eine DreiviertelsCDU geworden ist. Aber wenn er die Dinge auf den Punkt bringt, wenn er Roß und Reiter benennt, dann hat er meine volle Zustimmung. Selbst wenn er danebenhaut, verdient er noch meinen Respekt. Weil er sich wohltuend abhebt von der duckmäuserischen Allerweltsphrasendrescherei.

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