Pressefreiheit

Deutschland und die Pressefreiheit: Was nicht ins Bild passt, wird verfemt, verschmäht, verboten.

Von Roman Zeller

Kommt in Deutschland etwas ins falsche – oder besser: ins rechte Ohr –, wird es verfemt, verschmäht, verboten.

Dieses Schicksal traf den russischen Sender RT.

Es geht auch subtiler: Was nicht ins Mainstream-Bild passt, wird angeprangert, bis der Druck solange wächst, dass Autoren, Abonnenten, Inserenten, Sponsoren abspringen.

Nach dem Motto: Wer will schon auf der falschen Seite stehen?

Sicher nicht der Audi-Konzern, der nicht mehr auf dem Portal «Achse des Guten» inseriert und dafür gesorgt hat, dass auch Werbeagenturen die «Achse» meiden.

Resultat: Ein fünfstelliges Loch in der Monatskasse.

Und alles nur, weil ein Denunziant auf Twitter fragte, ob Audi ernsthaft im Umfeld von «Lügnern, Impfgegnern und Coronaverharmlosern» werben wolle.

Auch andere knicken ein. Paypal etwa. Eigentlich steht der US-Bezahldienstleister allen Menschen für einfache Transaktionen offen.

Allen außer Boris Reitschuster. Er ist ein freier, regierungs-kritischer Autor, der den gleichnamigen Polit-Blog betreibt.

Bei ihm geht es um die Existenz: Nach dem Ausstieg von Paypal hat er alle Patenschaften über Nacht verloren. Reitschuster sagt, damit sei ein entscheidendes finanzielles Standbein für ihn und sein mehrköpfiges Team weggebrochen.

Wie es mit seiner Plattform weitergeht, ist unklar. Und für über 7 Millionen Besucher im Monat droht eine weitere, unabhängige Informationsquelle zu versiegen.

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