Spiegel haben ihre eigne Wahrheit.

© R. H.

In meiner Nachbarschaft wohnte vor Jahren eine alte Dame, allein, sich ein wenig vernachlässigend. Ich weiß nicht, ob sie einmal verheiratet war. Möglich, wenn sie einer danach gefragt hätte, hätte sie geantwortet: Ich kann mich nicht mehr darauf besinnen. Es schien, sie hatte vieles aus ihrem Leben vergessen, bis auf einige scheinbar belanglose Dinge und Begebenheiten. Sie bewohnte ein Zimmer in einem der großbürgerlichen Häuser, die von den Bomben des Kriegs und der Umbauwut des Nachkriegs verschont geblieben waren: ein großer, hoher Raum, mit stukkverzierten Decken, über der zweiflügeligen Tür eine Supraporte. Die hohen, schmalen Fenster, die bis zum Boden reichten, hatten etwas architektonisch Verschwenderisches. Sie suchte jemanden, der ihr ab und zu etwas vorlas, da ihre Augen immer schwächer wurden. Weil ich sowieso viel Zeit vertrödelte und gern vorlese, bot ich mich an.

Losgelöst vom Zweck werden manche Dinge, die sonst nur alltäglich sind, außergewöhnlich, schön oder häßlich. Auf ihre Weise befreit, geraten sie in den Zustand eines anderen Daseins. Wortwörtlich, so empfinde ich: sie sind anders da. Es gibt auch Dinge, die sich so loslösen von ihrer kleinlichen Umwelt, sie werden fast unverständlich, wenn man nicht genau hinhört oder genau hinschaut. Mich wunderte es keineswegs, daß die Bewohnerin eines solchen merkwürdigen Raums eine Flohfalle trug. Sie war elfenbeinern und walnußgroß. Sie beschrieb mir, wie das Wetter war damals und ihr Bett, in dem ein Mann wach wurde, etwas später als sie. Dieser junge Mann, sagte sie und schloß ihre Augen, als wolle sie in sich herausfinden, wie das war vor langer Zeit. Naja, damals war ich auch jünger, sagte sie nach einer längeren Pause. Das einzige, was er mir zurückließ, war diese Flohfalle. Und es sind Affenflöhe drin.

Sie spürte, in mir einen Zuhörer gefunden zu haben, der ihr erlaubte, an ihre Erinnerungen zu gelangen. Vielleicht hatte sie jemanden gesucht, dachte ich, dem sie ihre Geschichten erzählen kann, viel eher, als jemanden, der ihr etwas vorliest. Es gibt noch ein andres Wesen in meinem Leben, nicht nur diese Flöhe, ich meine natürlich diesen Mann, nämlich einen Affen. Ich weiß nicht, wann ich ihn kriegte noch von wem. Manchmal glaube ich, ich habe schon als Kind mit ihm gespielt. Oder er ist mir zugelaufen, wie einem Katzen zulaufen, ich weiß es nicht mehr. Warten Sie, ich hatte einen Vetter, der fuhr zur See, der brachte mir manchmal etwas mit. Ich mochte ihn nicht, weil er so grobe Manieren hatte. Seine Geschenke lehnte ich fast alle ab. Warum sollte ich ausgerechnet dieses häßliche Vieh dort angenommen haben? Sie schaute in die Höhe, wo sich in der Ecke oberhalb eines der beiden riesigen Fenster, in der Rundung der Stukkdecke, eine Ausbuchtung befand wie in allen vier Ecken des Raums. Er wird sich nicht sehen lassen, solange Besuch da ist, sagte meine Gastgeberin. Wissen Sie, wie alt Affen werden? Er wird mich überleben. Sehen Sie, wie gehässig er aus seinem Versteck heraus grinst?

Ein Affe in diesem Zimmer war so seltsam und merkwürdig wie eine Flohfalle oder diese Stukkdecke mit ihren labyrinthischen Arabesken oder diese Wand, bis zur Decke hin voller Bücher, die ich erkunden wollte, und natürlich sah ich nichts und dachte mir, vielleicht fletscht er seine Zähne und hat es auf mich abgesehn, weil er eifersüchtig ist.

Schauen Sie diese Supraporte an, er beleckt und beknabbert sie. Sehen Sie dieses weibliche Wesen, halb Fisch halb Mensch, dauernd schleckt er an ihren Brüsten herum. Das Biest versucht es auch bei mir. Oh, ich sage Ihnen, es hat eine Menge dieser unanständigen Angewohnheiten. Es macht nicht selten Anstalten, auf mir zu liegen wie ein Mann. Eines Morgens wachte ich sehr früh auf. Es regnete. Ich liebe es, wenn ich vom Geräusch des Regens erwache. Ich liebe den Regen, wenn er den Tag langsam, so samten aufdämmern läßt. An solchen Tagen schaue ich gern in meine Spiegel. Haben Sie sich gewundert, bei mir so viele zu sehn? Sie haben dann silbrige Schatten, sie sind wunderbar, sie sind wie Regen. An diesem Morgen wollte ich in meinen kleinen Spiegel schauen. Nicht alle Spiegel sind gleich, jeder ist eigensinnig. Es gab Spiegel, die mich erschreckten, sobald ich hineinschaute. Dieser dort, der kleine mit dem einfachen Rahmen, er schmeichelte mir. Manchmal sagte er zu mir: Du siehst gar nicht so übel aus. Ich weiß, er lügt. Aber ich mochte ihn, ich bin eine alte Frau, das macht nichts. An diesem Morgen wollte ich schön sein. Und ich war schön, das fühlte ich. Ich fand mein Gebiß nicht. Mein Affe hing dort über diesem Fenster, dort an der Stukk-Leiste. Mit irgendetwas klapperte er. Als er meine Aufmerksamkeit bemerkte, steckte er die Zahnprothese zwischen seine Zähne. Mit einmal war er unten und vor dem kleinen Spiegel. Außer mir, warf ich ein Schminkfläschchen nach ihm. Er saß ungerührt vor dem Spiegel. Er kannte meine Vorliebe für diesen Spiegel. Nie wieder habe ich gewagt, hineinzusehen. Glauben Sie mir, Spiegel haben ihre eigne Wahrheit.

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Experten-Abrechnung

Boris Reitschuster: Vernichtende Experten-Abrechnung mit Corona-Politik

Acht Experten um den ehemaligen Vize-Chef des Sachverständigenrats Gesundheit der Bundesregierung, Matthias Schrappe, haben in einem 151-seitigen Papier die Corona-Politik der Bundesregierung auseinandergenommen. „Eine falsche Politik führt zu einer chaotischen Unübersichtlichkeit von Folgeregelungen“, heißt es in dem Dokument mit dem Namen „Thesenpapier 8“: „Reste von ‘Inzidenzregelungen‘, eindimensionale Ersatzparameter, ‘3G‘, Sanktionen gegen nicht geimpfte Personengruppen, ‚2G‘, Bundesland-spezifische Verlautbarungen, unterschiedliches Handeln von öffentlichen und privaten Stellen, eine Schulpolitik, die die Last den Masken-tragenden Kindern aufbürdet, tägliche Zahlenmeldungen weiterhin ohne jegliche Angabe von Altersbezug oder Impfstatus, Verunglimpfung der Wissenschaft (Beispiel STIKO)“. Das bittere Fazit der Experten der „Autorengruppe zu Corona“, die sich bereits im März 2020 zusammengefunden hatte: „Ein unwürdiges Schauspiel des Scheiterns.“

„Die Folgen einer einseitigen Lockdown-Politik (nämlich deren Perpetuierung) und eines einseitigen Setzens auf die Impfkampagne (z.B. der nicht lösbare Konflikt mit Ungeimpften bei mangelnden flankierenden Maßnahmen)“ seien klar vorhersehbar gewesen, schreiben die Experten: „Es fehlt jegliche Perspektive für die Bevölkerung, es fehlt jegliche Perspektive für die Mitarbeiter im Gesundheitswesen, und die Schäden für das demokratische System sind unabsehbar. Eine Bilanz, die guten Rat erschwert.“

Die acht Experten aus dem Gesundheitsbereich (Mediziner, Universitätsprofessoren und Vertreter medizinischer Interessenverbände) fordern ein Umdenken im Umgang mit dem Virus. Nach ihrer Auffassung herrscht eine vereinfachende Wahrnehmung der Pandemie vor: „Die Grundannahme eines linearen, oligo-kompartimentellen Verhaltens der Epidemie kann nicht sinnvoll aufrechterhalten werden – eine Epidemie entwickelt sich nicht entlang einzelner (noch dazu nicht genau zu bestimmender) Parameter („Inzidenz“, „R größer 1“), auch nicht, wenn man einzelne zusätzliche Parameter mit einschließt (multivariate Modelle).“ Als Alternative schlagen die Wissenschaftler ein Konzept vor, „das die Epidemie als komplexes System (analog Vogelschwarm, Wetter) versteht“.

„Wir verfügen über zahlreiche Zahlen zum Virus, aber wir verstehen nicht das Geringste“, steht in dem Papier. Wenn man den Verlauf der Pandemie an einzelnen Parametern („Inzidenz“, „Hospitalisierungsrate“) bemesse, sowie auf einseitige Lösungsansätze (Impfkampagne) setze, ist das nach Ansicht der Autoren Irrsinn. Stattdessen wäre notwendig, über die „wesensmäßigen Eigenschaften“ der Pandemie (z.B. Altersabhängigkeit) und die Wirksamkeit von Interventionen (z.B. Schulschließungen) zu forschen.

Die neue und nun entscheidende „Hospitalisierungrate“ ist nach Ansicht der Experten genauso wenig zielführend wie die bisher alles beherrschende „Inzidenz“. Aus der Zahl der Krankenhausaufnahmen könne man zwar in der Altersgruppe der 36- bis 65-Jährigen durchaus wichtige Informationen ableiten. Aber nicht bei älteren und jüngeren Patienten, weil diese generell nicht so oft hospitalisiert würden. Der Vorschlag der Autoren: Ein Setzen auf „multidimensionale Indikatoren-Sets“. Etwa ein Meldesystem, das aufgefächert nach unterschiedlichen Altersgruppen Angaben zu folgenden Indikatoren macht: Impfstatus, Nebenerkrankungen, sozioökonomische Faktoren, Positivrate, Testfrequenz sowie Hospitalisierung, Intensivbettenbelegung und Beatmungspflichtigkeit.

Bisher würde generell zu wenig nach Altersklassen unterschieden, bemängeln die Autoren. In ihren Augen sind Kinder und Jugendliche die „großen Verlierer der Pandemie“: Sie selbst würden nur selten und meist harmlos erkranken, seien aber am folgenschwersten von den Corona-Maßnahmen betroffen. Bei einer Infektion blieben Kinder und Jugendliche meist symptomfrei oder würden nur milde Krankheitszeichen an den Tag legen. Zudem bildeten sie einen langfristigen Immunschutz. Nicht einmal ein Prozent der infizierten Kinder und Jugendlichen mussten demnach hospitalisiert werden, extreme Verläufe seien extrem selten. Es ist insbesondere brisant vor dem Hintergrund, dass etwa wirklich Regierungssprecher Steffen Seibert erst kürzlich wieder den Schutz von Kindern vor Corona als einen wichtigen Grund für die harten Corona-Maßnahmen aufgeführt hatte.

Die Corona-Maßnahmen und ihre Folgen, wie etwa „Schul- und Kindergartenschließungen, Fehlernährung, Bewegungsmangel und erhöhter Medienkonsum“, haben nach Ansicht der Experten zu einem „deutlich erhöhten gesundheitlichen Risiko“ für die Kinder und Jugendlichen geführt. Zudem hätten „psychische Erkrankungen, Gewalttaten gegen Kinder und Jugendliche, sexueller Missbrauch und Kinderpornographie“ beträchtlich zugenommen. Dem stehe gegenüber, dass nur selten Infektionsketten in Schulen begonnen hätten. Es gebe keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Reihentestungen, Quarantäneregeln und Maskenpflicht für Schüler das Infektionsgeschehen beeinflussen. Die Maßnahmen seien „hinsichtlich der Risiko-, Aufwands- und Nutzenbewertung weder geeignet, noch verhältnismäßig“.

Weiter beklagen die Autoren einen großen Impfdruck auf Kinder und Jugendliche. Der entstehe weniger durch die Gefahr einer Erkrankung, als durch eine „Politik, die den Lebensalltag der Heranwachsenden in einem unverhältnismäßigen Ausmaß einschränkt“.

Das Virus habe auch die Gesellschaft infiziert, beklagen die Autoren. Die Wissenschaft, die Politik und die Medien hätten ihre Aufgaben – Beraten, Entscheiden, Berichten – durcheinander gebracht. Die Rollen seien verwischt worden: „Von Medien, die für sich in Anspruch nahmen, zwischen guten und schlechten Virologen zu unterscheiden, um letztere aktiv zu bekämpfen, sich also als Instanz der Ab- und Zuerkennung wissenschaftlicher Reputation gerierten; von einer Politik, die sich mit ihrer Berufung auf die Wissenschaft ihrer politischen Begründungspflicht zu entledigen und zugleich Kritiker moralisch ins Abseits zu stellen suchte, und von Wissenschaftlern, die bereitwillig zur Verfügung standen, politischem ‚Dilettantismus … ein Mäntelchen des Rationalen überzuwerfen‘.“

Die Experten zeigen sich in dem Papier auch politisch kämpferisch: Die „Wiedereinsetzung der Grundrechte“ sei „als unbedingtes Ziel zu bezeichnen“, schreiben sie. „Versuche, über die Argumentation ‘Gesundheitsschutz‘ und ‘Epidemie- Bekämpfung‘ Instrumente der fortgesetzten Orts- und Kontaktkontrolle der Bürgerinnen und Bürger in digitaler Form zu etablieren“, seien „abzulehnen und müssen sofort beendet werden.“

Der ehemalige Vize-Chef des Sachverständigenrats Gesundheit der Bundesregierung Schrappe hatte bereits mit dem so genannten „Schrappe-Papier“ für großes Aufsehen gesorgt. Darin hatte er den Vorwurf erhoben, hinsichtlich der Intensivbetten sei mit verfälschenden Daten gearbeitet worden (

Alle Verteidiger der Corona-Maßnahmen, die sich auf einen vermeintlichen Konsens der Wissenschaft berufen, sollten die 151 Seiten des neuen Papiers sehr aufmerksam lesen. Und sich selbstkritisch ein paar Fragen stellen. So wenig ich mich als Journalist zum Richter machen kann in medizinischen Fragen – so eindeutig scheint mir doch, der so auffallend häufig in Politik und Medien beschworene Konsens der Wissenschaft ist in Wirklichkeit gar keiner. Im Gegenteil: Es muss ziemlich viel Dissens geben, wenn so massiv und mit teilweise so manipulativen Mitteln versucht wird, abweichende Meinungen zu unterdrücken.

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Der Bucentaur


© Rolf Hannes

Der Bucentaur (venezianisch: il Bucintoro), war eines der prunkvollsten und kostbarsten Schiffe des 18. Jahrhunderts und die Staatsgaleasse des Dogen von Venedig. Er ließ sich jedes Jahr am Himmelsfahrtstag aufs freie Wasser der Adria fahren, gefolgt von hunderten Schiffen der venezianischen Kaufleute, Priester, Künstler, Handwerker. Der Senat, die Adligen der Stadt, der Kardinal, Botschafter, einige wenige ausgewählte Maler und Musiker waren die unmitelbaren Gäste auf dem Schiff des Dogen. Auf offener See wurde Venedigs spirituelle Vermählung mit dem Meer, dem die Stadt alles verdankte, erneuert indem der Doge einen kostbaren Ring ins Wasser warf. Ein rauschhaftes Fest bis tief in die Nacht hinein endete in einem Feuerwerk, das weithin sichtbar war bis zur dalmatinischen Küste.

Napoleon, dieser dickliche kleinwüchsige Emporkömmling, der 1797 der Republik ein Ende setzte, wollte ein Zeichen seiner Macht. Seine Soldaten aber, die ins Arsenal eindrangen, wurden nur von bloßer Gier geleitet. (Sie müssen die geistigen Vorläufer heutiger Anpreiser und Verwalter von Hedgefonds gewesen sein.) Sie wollten sich des Blattgolds versichern, das große Teile der Aufbauten des Bucentaur überzog. So zerschlugen sie diese unersetzliche Schönheit sinnlos in viele Stücke und schleppten die Trümmer auf die Insel San Gorgio Maggiore, um sie dort anzuzünden. 168 Ruderer, die übrige Schiffsmannschaft, die unter ihrem letzten Dogen ein zurückgezogenes, fast privilegiertes Leben geführt hatten (alles, was das Arsenal betraf, stand unter strengster Geheimhaltung), kurzum, alle gedemütigten Venezianer erlebten so das Ende ihres stolzen Schiffs. Drei Tage und Nächte loderte ein Scheiterhaufen wie eine Fackel zur neuen Zeit, die dann doch nicht kam.

Den Bürgern Venedigs, die dieses Weltenfeuer sahen, fuhr es so in die Glieder, weder die bösen noch die guten rührten sich. Es kam zu keinerlei Ausschreitungen, nicht gegen den Dogen, nicht gegen die Senatoren, nicht gegen die Eroberer.

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Aufruf allesaufdentisch

Künstler, Ärzte, Philosophen, Schriftsteller, Schauspieler, kurzum Intellektuelle
aus vielen Lagern haben sich zusammengetan zu dem Aufruf allesaufdentisch.

Sie erhoffen sich Gehör in der Bevölkerung, die politisch noch nicht ganz auf Linie gebracht ist. Auf gutgläubige Medienvertreter setzen sie keine große Hoffnung.

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Pathologen warnen.

Boris Reitschuster: Pathologen warnen vor tödlichen Folgen der Impfung

Sie haben Obduktionen ausgewertet, haben Fallbeispiele zusammengetragen, fotografische Dokumente: Am 20. September haben Professor Arne Burkhardt und seine Kollegen Professor Walter Lang sowie Prof. Dr. Werner Bergholz auf einer Pressekonferenz in Reutlingen Einblicke in die pathologischen Befunde von Menschen gegeben, die vor ihrem Tod gegen COVID-19 geimpft waren. Eine Videoaufzeichnung der Pressekonferenz wurde von Youtube umgehend zensiert. Ansehen können Sie sich dieses Video hier.

„Die Erkenntnisse bestätigen die Feststellung von Prof. Dr. Peter Schirmacher, dass bei mehr als 40 von ihm obduzierten Leichnamen, die binnen zwei Wochen nach der COVID-19-Impfung gestorben sind, circa ein Drittel kausal an der Impfung verstorben sind“, so fasst das „Institut Prof. Dr. Burkhardt“ auf einer eigens eingerichteten Webseite zur Pressekonferenz die Quintessenz der Expertenaussagen zusammen.

Auf die Frage, ob es tatsächlich ein Risiko durch die Corona-Impfung gibt, antwortete Bergholz: „Eindeutig, wir haben ein Problem! Wir hatten von 2000 bis 2020 pro Jahr zirka 40 Millionen Impfungen und ca. 20 Verstorbene in engem zeitlichem Zusammenhang mit den Impfungen. Dieses Jahr bis einschließlich Juli haben wir 1.230. Wir haben allerdings in diesem Jahr schon 80 bis 90 Millionen Impfungen mit diesen diversen Covid-Impfungen gehabt. Das ist kein leichter Anstieg, das ist ein dramatischer Anstieg.“ Zu den 1.230 in Deutschland kämen laut EMA-Datenbank 40.000 in Europa. Es gebe zudem mindestens zehnmal bis zwanzigmal mehr schwer geschädigte Leute. Das müsse einen Grund haben.

Bergholz weiter: „Es gibt kein Organ, das nicht betroffen ist bei irgendjemand, es gibt keine Körperschädigung und kein Symptom, das nicht schon aufgetreten ist. Ich nenne nur einige: Erblindung, taub, Herzinfarkt, Schlaganfall, schlimme Probleme mit den Verdauungsorganen etc. Wir reden auf der Ebene von Europa von Hunderttausenden von Fällen, die schwerwiegend sind.“ Europaweit gebe es laut EMA 39 nach Impfungen verstorbene Kinder und weit über 2.000 schwerwiegend geschädigte Kinder. „Und ich behaupte mal, der größte Teil wäre [ohne Impfung] noch gesund“, so der Professor.

Die vorgestellten Untersuchungen bezogen sich auf acht Verstorbene. In sechs Fällen waren umfassende Ergebnisse vorhanden; in zwei weiteren liegt noch keine Auswertung vor. In fünf Fällen wurden Herzmuskelentzündungen (Myokarditiden) diagnostiziert. Sie traten in verschiedenen Ausprägungen auf. Bei einer der untersuchten Leichen fanden die Wissenschaftler nach einer Moderna-Impfung Mikropartikel im Lungengewebe.

Solche Diagnosen seien bei einer herkömmlichen Leichenschau normalerweise nicht erkennbar, so die Mediziner, insbesondere nicht als Auswirkungen eines Impfschadens. Sie betonen, dass es sich beim Moderna- und Biontech-Impfstoff um eine innovative Gentherapie handle, die bislang bei  Impfungen nicht vorkam. Sie gehen von einer beträchtlichen Dunkelziffer von Fällen aus, in denen COVID-19-Impfungen ganz oder teilweise für den Tod von Menschen verantwortlich waren. Der Chefpathologe der Universität Heidelberg, Professor Peter Schirmacher, geht sogar davon aus, dass 30 bis 40 Prozent der Todesfälle nach Impfungen mit den Vakzinen im Zusammenhang stehen.

Nach Angaben der Europäischen Zulassungsbehörde EMA gab es bis Ende August 6.367 Todesfälle und 121.528 schwerwiegende Fälle von Impfnebenwirkungen im Europäischen Wirtschaftsraum. Das Paul-Ehrlich-Institut berichtet für Deutschland bis Ende Juli von über 131.000 Verdachtsfällen, 14.000 davon schwerwiegend.

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Alle sind willkommen!

Laßt es nicht in Vergessenheit geraten. Alle sind willkommen! Geimpfte und Ungeimpfte. Wir lassen uns nicht spalten.

Schild runterladen und es dort anbringen wo es angebracht ist.

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Abrechnung Folge 3

Das Klimapaket

Das Jahr 2019 war von zwei Entscheidungen geprägt, deren ökonomische und sozialen Folgen noch gar nicht absehbar sind. Das sind erstens der Beschluss zum Kohleausstieg bis spätestens 2038 und zweitens das sogenannte „Klimapaket“ der Merkel-Regierung, das am 16.10.2019 vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. Nun ist aus ökologischer Sicht wenig gegen eine Abkehr von der Kohleverstromung zu sagen, sofern sinnvolle und ökonomische Alternativen existieren. Nur gibt es diese nicht, zumindest nicht in Deutschland, wo man erst kürzlich dem CO2-neutralen Atomstrom abgeschworen hat. Der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung betrug 2020 trotz massiven Ausbaus mit dramatischen ökologischen Folgen gerade einmal 23,5 Prozent, der der Photovoltaik 9 Prozent, wobei beide noch nicht einmal kontinuierlich zur Verfügung stehen. Unter diesen Bedingungen ist der geplante Kohleausstieg mit „abenteuerlich“ noch freundlich beschrieben. Ähnliches gilt für das „Klimapaket“, das zudem allen Ernstes mit dem Anspruch daherkommt, das globale Klima ganz im Sinne der Greta-Religiösen zu „retten“. Wie schon beim Atomausstieg folgt die Bundeskanzlerin dem Geschrei lautstarker Lobbys zu Lasten von Wirtschaftlichkeit und Vernunft.

Wie weit die Schere zwischen dem fast schon totalitär zu nennenden Machtanspruch der Regierenden und ihrer Fähigkeit zur Krisenbewältigung auseinanderklafft, zeigte der Umgang mit der Covid-19-Pandemie, wo Politik und Behörden in sämtlichen relevanten Bereichen auf das Kläglichste versagten. Zuerst gab es weder Masken noch Schutzkleidung, dann wurden erstere überteuert eingekauft und auf hirnrissige Weise verteilt. Die Corona-App erwies sich als millionenschwerer Flop, der Schutz der Pflegeheime wurde verfehlt und das Impfdesaster setzte dem kollektiven Versagen der Entscheidungsträger die Krone auf.

Über Sinn und Wirksamkeit der Schutzimpfungen kann man durchaus geteilter Meinung sein, wobei die aktuellen Entwicklungen in Israel und Großbritannien zur Vorsicht mahnen, aber wenn eine Regierung die Impfung monatelang als einzigen Ausweg aus der Krise propagiert, es aber versäumt, rechtzeitig Impfstoffe zu ordern, und zuletzt die Beschaffung der sattsam als unfähig bekannten EU-Kommission unter Führung der Merkel-Vertrauten von der Leyen überlässt mit den bekannten Folgen, dann ist das in meinen Augen schon keine Fahrlässigkeit mehr, sondern Verrat an der eigenen Bevölkerung. Dass die gleiche Regierung dann noch die Stirn hat, Grundrechte teilweise ohne jeden epidemiologischen Nutzen einzuschränken, wobei die inzwischen auf Linie getrimmte Justiz auch noch Beihilfe leistet, zeigt, wie weit sich die Regierung Merkel und ihre politmedialen Hilfstruppen bereits von demokratischen und rechtsstaatlichen Grundsätzen entfernt haben.

Düstere Aussichten

Um die Situation noch einmal zusammenzufassen: Die Bundesrepublik Deutschland ist heute der Staat mit einem der geringsten privaten Haushaltsvermögen aller Euro-Länder, mit einer der höchsten Abgabenquoten weltweit und einem der geringsten Rentenansprüche EU-weit. Zudem ist unser Land spätestens seit 2015 Schauplatz einer zuwanderungsbedingt überbordenden Ausländerkriminalität und Opfer einer ökonomisch hirnrissigen ideologiegetriebenen Energie- und Wirtschaftspolitik, die die Bundesrepublik mittelfristig aus der Reihe der wirtschaftlich führenden Nationen ausschließen wird.

Jenseits der vorgenannten Zahlen und Fakten gilt es jedoch noch eine weitere, nicht weniger bedrohliche Entwicklung zu beklagen, nämlich die von Merkel und ihren politischen und medialen Verbündeten verursachte und nachhaltig vorangetriebene Spaltung der Gesellschaft und die schleichende Etablierung einer Gesinnungsdiktatur.

Die Bundesrepublik dürfte inzwischen das einzige westliche Land sein, in dem gefühlt sämtliche Leser- und Diskussionsforen der Mainstream-Medien im Sinne der Regierung zensiert werden. Sie dürfte außerhalb von Diktaturen auch das einzige Land sein, in dem der Bürger vom Staat gezwungen wird, die Regierungspropaganda der öffentlich-rechtlichen Medien zu finanzieren. Mittlerweile ist ein Zustand erreicht, in dem der politisch Interessierte gezwungen ist, sich bei ausländischen Medien (z. B. der Schweiz) über die Vorgänge im eigenen Land zu informieren, da keine unabhängige Berichterstattung außerhalb von Nischenmedien mehr existiert. Dieser Prozess der Quasi-Gleichschaltung der Medien ist eng mit dem Jahr 2015 verbunden. Selbst die eher linke Otto-Brenner-Stiftung musste in einer Studie einräumen, ddie untersuchten Medien bezüglich der Flüchtlingsproblematik verbreiteten überwiegend Regierungspropaganda. In einem derartigen Umfeld ist eine sachliche Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit nicht mehr möglich – ein Zustand, der mich fatal an die Verhältnisse in der verblichenen DDR erinnert, womit sich der Kreis zu Merkels Sozialisierung schließt.

Angesichts all dieser Entwicklungen kann man ohne Übertreibung postulieren: in der Geschichte der Bundesrepublik gab es noch nie einen Bundeskanzler oder Politiker überhaupt, der dem eigenen Gemeinwesen so nachhaltigen und irreversiblen Schaden zugefügt hat wie Angela Merkel. Den Preis zahlen die Bürger und die nachfolgenden Generationen, die eine ungewisse und bedrohliche Zukunft erwartet. Der Weg der Bundesrepublik Deutschland in eine ökosozialistische Gesinnungsdiktatur mit der inneren Sicherheit von Mogadischu ist bereits fest vorgezeichnet. Angela, wir danken Dir …

 Frank W. Haubold wurde 1955 in Frankenberg (Sachsen) geboren. Er studierte an der TU Dresden Informationstechnik und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1989 schreibt er Romane und Erzählungen unterschiedlicher Genres (Science Fiction, Phantastik, Gegenwart) und gewann mehrere Literaturpreise. Seit einigen Jahren engagiert er sich auch publizistisch und gehörte zu den Erstunterzeichnern der „Gemeinsamen Erklärung 2018“. “ Lesen Sie mehr auf seiner Seite www.frank-haubold.de.

 

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Abrechnung Folge 2

Zeche für vermeintliche Großherzigkeit

Die Zeche für die vermeintliche Großherzigkeit der Bundeskanzlerin, die diese Zustände politisch zu verantworten hat, zahlten und zahlen die einheimischen Opfer. Allein 2020 wurden gemäß BKA-Bundeslagebild „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“ 41.974 Deutsche Opfer von Straftaten mit Zuwanderern als Tatverdächtigen, darunter mehr als 2.000 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Noch nicht enthalten ist darin die Bluttat von Würzburg, wo ein abgelehnter (aber wie so oft nicht abgeschobener) somalischer Asylbewerber drei Menschen brutal ermordete und neun weitere teilweise schwer verletzte. Erinnert sei auch an den blutigen Anschlag auf dem Berliner Breitscheid-Platz durch einen abgelehnten Asylbewerber mit hochkrimineller Vergangenheit. Dabei starben elf Menschen und 55 wurden zum Teil schwer verletzt. Der fahrlässige Umgang der Behörden mit dem späteren Täter, der in Deutschland unter mindestens 14 Aliasnamen Sozialleistungen beantragte, offenbarte schlaglichtartig den Wahnwitz der Merkelschen Zuwanderungspolitik. Ein Staat, der seine Grenzen nicht schützt und selbst Schwerkriminelle und Dschihadisten unkontrolliert aufnimmt und aus dem Sozialsystem alimentiert, setzt die eigene Bevölkerung erheblichen Gefahren aus.

Kritikern dieser Politik wurde von den Merkel-Propagandisten neben den üblichen Diffamierungen als „Fremdenfeind“ oder „Rassist“ auch entgegengehalten, Deutschland sei doch ein reiches Land, dessen Bevölkerung moralisch in der Pflicht stünde, Asylheischende aus aller Welt aufzunehmen und zu versorgen.

Wie weit es mit diesem vorgeblichen Reichtum der Deutschen tatsächlich her ist, offenbart eine Statistik des Haushaltvermögens. Die »Welt« schreibt hierzu: „Ganz anders sieht es jedoch beim Medianvermögen (die Hälfte hat weniger, die andere Hälfte mehr) aus. Da liegen die Bundesbürger mit ihren 70.800 Euro abgeschlagen hinten. In Italien liegt das Medianvermögen bei 126.000 Euro, in Österreich bei 83.000 und in den USA bei 88.000 Euro.“

Noch dramatischer ist die Situation beim Geldvermögen der Bundesbürger, das 2018 im Median bei nur 16.801 Euro pro Kopf lag, deutlich hinter den angeblich „armen“ Südländern, die über die EU und die EZB mit Milliardensummen subventioniert werden.

Schleichende Enteignung der Sparer

Auch die schleichende Enteignung der deutschen Sparer durch die verheerende Nullzinspolitik der EZB wird von der Regierung Merkel bereitwillig mitgetragen, wie überhaupt jede Maßnahme zugunsten Dritter auf Kosten der eigenen Bevölkerung. Nutznießer sind im Grunde längst zahlungsunfähige Südstaaten der EU, für die die Europäische Zentralbank als Gelddruckmaschine fungiert. Bei rund 2,5 Billionen Euro, die in Deutschland auf Sparbüchern und Tagesgeldkonten liegen, und einer Inflationsrate von durchschnittlich 1,5 Prozent (für 2021 werden sogar 2,4 Prozent erwartet!) beträgt der Wertverlust der Sparguthaben knapp 40 Milliarden Euro, um die der bundesdeutsche Sparer jährlich (!) betrogen wird. Das ist mehr als ein Zehntel des gesamten Bundeshaushaltes!

Unterdessen sank das durchschnittliche Rentenniveau (vor Steuern!) im gleichen Zeitraum von 52,6 Prozent des Nettolohns auf 48,16 Prozent (2020) und zählt damit zu den niedrigsten in Europa. Dazu schreibt der Bayerische Rundfunk: „Während in der EU männliche Niedrigverdiener im Schnitt 80,7 Prozent ihres Netto-Durchschnittsverdienstes als Netto-Rente erwarten dürfen, waren es in Deutschland nur 53,4 Prozent.“ Normalverdienern geht es allerdings kaum besser, denn hier beträgt der EU-Durchschnitt 70,9 Prozent gegenüber den erwähnten 48,0 Prozent in Deutschland.

Im Gegensatz zum Rentenniveau gehört die Abgabenlast für den steuerpflichtigen Bürger in Deutschland zu den höchsten weltweit. 2018 betrug der Abgabenanteil (Einkommenssteuer plus Sozialabgaben) auf das Bruttoeinkommen in Deutschland 39,7 Prozent (ohne Arbeitgeberanteil). In den USA beträgt dieser Anteil 23,8 Prozent und in der Schweiz gar nur 17,4 Prozent. Selbst der Wohlfahrtsstaat Schweden bittet seine Arbeitnehmer nur mit 25,2 Prozent zur Kasse. Insbesondere der weltweit mit Abstand höchste Anteil von Sozialabgaben (20,6 Prozent des Bruttoeinkommens) wirft angesichts des niedrigen Rentenniveaus die Frage auf, wer von diesen Abgaben alimentiert wird. Das sind in erster Linie Zuwanderer und Migranten, die nie in die deutschen Sozialsysteme eingezahlt haben, aber auch die riesigen Verwaltungsapparate der Bundesagentur für Arbeit, der Krankenkassen, Rentenversicherer und Kassenärztlichen Vereinigungen.

Schluß folgt morgen.

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Abrechnung

16 Jahre Merkel: eine verheerende Bilanz

Sollten in 30 oder 50 Jahren Historiker die Amtszeit von Bundeskanzlerin Merkel analysieren und beurteilen, dürften vier Jahreszahlen im Mittelpunkt stehen: 2011 als Beginn des überhasteten und milliardenteuren Atomausstiegs, 2015 als Jahr der Aufgabe der Kontrolle über die Landesgrenzen, 2019 als Beginn der endgültigen Zerstörung der energetischen und industriellen Basis des Landes unter der Fahne der „Klimarettung“ und 2021 als Jahr der Demontage bürgerlicher Grundrechte unter dem Deckmantel der Pandemiebekämpfung.

Vornehmlich aus wahltaktischen Gründen entschied Bundeskanzlerin Merkel 2011 im Gefolge eines durch einen Tsunami ausgelösten AKW-Unfalls im fernen Japan unvermittelt, den mühsam ausgehandelten Atomkompromiss aufzukündigen und die friedliche Nutzung der Kernenergie in der Bundesrepublik Deutschland damit zu beenden. Die Tsunami- und Erdbebengefahr hierzulande ist eher überschaubar und die meisten Länder denken gar nicht daran, den Ausbau der Kernenergie zu stoppen, dabei spielten die wirtschaftlichen Überlegungen keine Rolle. Schließlich gab es ja den Verbraucher, den man per EEG zur Zahlung der Zeche verpflichten konnte.

Die Kosten für diese überhastete und rechtlich fragwürdige Entscheidung gehen in die Multimilliarden, werden aber vorsichtshalber nicht öffentlich kommuniziert. Man weiß jedoch, die Kosten für den Rückbau des vergleichsweise kleinen AKW Greifswald liegen bei 6,5 Milliarden Euro,. Erst im Juni 2021 erhielten die Energiekonzerne 2,43 Milliarden Euro als Entschädigungszahlung für den vorzeitigen Atomausstieg vertraglich zugesichert.

Vernunftwidriger Aktionismus

Der Preis für eine Kilowattstunde Elektroenergie stieg während der Kanzlerschaft Merkels von 18,66 Cent auf 31,89 Cent (2021), also um fast 71 Prozent, was natürlich auch eine Folge der „Energiewende“ ist, in deren Folge sich die EEG-Umlage von 0,69 Cent auf 6,5 Cent (2021) fast verzehnfacht hat. Ein durchschnittlicher Dreipersonenhaushalt zahlt somit knapp 250 Euro im Jahr allein für diesen vernunftwidrigen Aktionismus der Bundesrepublik, der zudem die Stabilität der Energieversorgung des Landes nachhaltig gefährdet.

Die 2015 ohne Zustimmung des Bundestages oder Kabinettsbeschluss verfügte Außerkraftsetzung geltenden Asylrechtes und des Artikels 16a des Grundgesetzes hatte dramatische Folgen sowohl hinsichtlich Kosten als auch bezüglich der inneren Sicherheit. Politisch verantwortlich ist in erster Linie die Bundeskanzlerin selbst, die alle Einwände der Sicherheitsbehörden in den Wind schlug und es zuließ, dass seitdem fast zwei Millionen Zuwanderer weitgehend unkontrolliert ins Land kamen, darunter bis zu 70 Prozent, die ihre Identität verschleierten.

Die Kosten für die Vollversorgung dieser Klientel sind hierzulande ein Tabuthema. Offiziell geben Bund und Länder rund 20 Milliarden Euro jährlich für die „Flüchtlingsbetreuung“ im Inland aus, aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die »Neue Zürcher Zeitung« zitiert hierzu Entwicklungshilfeminister Müller: „Für eine Million Flüchtlinge geben Bund, Länder und Gemeinden 30 Milliarden Euro im Jahr aus. Das Geld wäre in den Herkunftsländern besser angelegt.“ Da inzwischen etwa 1,8 Millionen Zuwanderer zu versorgen sind, kommt man rasch auf mehr als 50 Milliarden im Jahr – eine Zahl, die mit den Schätzungen des Institutes der Deutschen Wirtschaft (IW) und des Sachverständigenrates korreliert.

Nun fallen 50 Milliarden jährlich nicht vom Himmel und sind auch nicht verfügbar, „weil der Bund gut gewirtschaftet hat“, wie eine in der Politik gestrandete ehemalige Weinkönigin unlängst stolz verkündete. Nein, es handelt sich um von den Bürgern hart erarbeitete Steuergelder und Sozialabgaben, die zwangsläufig an anderer Stelle fehlen. Mit diesem Geld könnte man Schulen und Kindertagesstätten sanieren, Jugendarbeit finanzieren, Brücken und Straßen instandsetzen, sozial Schwachen und Obdachlosen eine menschenwürdige Existenz ermöglichen und den skandalösen Pflegenotstand mildern. Aber für solche Selbstverständlichkeiten wird man als Kanzlerin natürlich nicht weltweit als Wohltäterin gefeiert und außerdem will die aufs Engste mit der Politik verbandelte Migrationsindustrie auch leben, für die die „Flüchtlingskrise“ ein Milliardengeschäft ist.

Nach Berechnungen des Freiburger Finanzwissenschaftlers Bernd Raffelhüschen kostet jeder Flüchtling den Steuerzahler etwa 450.000 Euro, eine Zahl, die Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sogar noch für zu optimistisch hält, da sie von einer zügigen Integration in den Arbeitsmarkt ausgeht. Bei ca. zwei Millionen Zuwanderern sind somit Gesamtkosten von mindestens 900 Milliarden Euro zu erwarten …

Während Politik und Medien eine zuwanderungsbedingte Zunahme der Kriminalität zunächst leugneten und später relativierten, zeigen die amtlichen Statistiken (Polizeiliche Kriminalstatistik und BKA-Bundeslagebild) ein anderes Bild. 2005, also zu Beginn von Merkels Kanzlerschaft, lag die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen (ohne ausländerrechtliche Verstöße) noch bei 448.544 Personen und 20 Prozent aller Tatverdächtigen. 2020 waren es dagegen bereits 557.688 und 29,9 Prozent aller Tatverdächtigen. Dieser dramatische Zuwachs um immerhin 24,3 Prozent ist in erster Linie auf tatverdächtige Zuwanderer (früher Asylbewerber) zurückzuführen, deren Zahl insbesondere in den Jahren 2015 und 2016 drastisch zugenommen hat und im Jahr 2020 bei 136.588 Personen liegt, die 253.640 Straftaten verübten. 2014 waren das noch 115.011.

Fortsetzung folgt morgen.

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Verlangen nach Schönheit

© R.H.

In der Lettre International 134, die ich immer noch für eine der intelligentesten Vierteljahresschriften halte, wenn sie auch politisch für meinen Geschmack auf Abwege geriet. Schon allein der Umstand, der richtigen und gültigen Rechtschreibung die Treue zu halten, wärmt mein Herz.

Also, in der Inhaltsangabe der neuesten Nummer finde ich folgenden Text über Paul Nizon, der mir aus der Seele spricht.

Das Leben von Paul Nizon war und ist trunken von Literatur und Musik, er folgte seinem Verlangen nach Schönheit. Von frühauf durchdrungen von Heinrich Heines „Buch der Lieder“, der gemeißelten Poesie Stefan Georges, Romanen von Außenseitern wie Knut Hamsun, August Strindberg, Jens Peter Jacobsen oder Robert Walser huldigt er in der ersten Lebensphase seiner Liebe zur Natur. Dann treibt es ihn in die Lebensfülle der Stadt, ins Menschengewimmel, ins urbane Gehäuse raumschaffender Architektur, das ihm zum Inbegriff des Schönen wird. So wie die Buntheit des Menschseins in der Steinwelt mit ihren Märkten und Passanten ihm zum Abenteuer wird, wird ihm die Suche nach ästhetischem Genuß in Kunst, Malerei und Musik zum lebenslangen Bedürfnis.

Erlaubt mir dieses Bild: Nizons Prosa hat mich über Jahre wie Musik belebt.

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