nota bene

Dieses Gedicht ist vor Jahren bei Jutta Fix veröffentlicht worden, mit einer Zeichnung von mir. Jutta Fix hat in Hamburg ein Portal, wo sie sowohl Schriftsteller wie Maler und Grafiker führt, als solcher kam ich zu ihr. Jörg Bernig hat sie allerdings aus ihrem Angebot gestrichen, weil, wie sie mir erklärte, J. B. für sie zu rechtsradikal sei. Sie könne mir auch leider seine Adresse nicht geben.* Also zwingt mich die Situation, dieses Gedicht nun unter meinem Namen ins Netz zu stellen, möchte aber nicht versäumen, an Jörg Bernig einen herzlichen Gruß zu senden, wo immer der ihn irgendwo erreichen mag.

zwar hast du die reiseseiten der zeitung gelesen
bist aber keinen meerweg gegangen und nicht ins gebirge gestiegen
noch nicht einmal auf einer sirrenden wiese gewesen
hast höchstens geträumt in einem sonnenaufgang zu liegen

zu spät! der sommer ist tot schon gestern die asterngesänge
sie schwirren tuscheln setzen dir zu
über der stadt verwelken die hänge
sie sind kraftlos und ihnen zu füßen gehst du

am dunkelnden fluß wispern pappeln und trockner mais
hat dort nicht wer im finstern gelacht?
es flüstert es wispert ich weiß du ich weiß
dann wird es still und schon wird es nacht

bald stehen die gestern noch offenen tore vergittert
verstummt ist bald auch der letzte asterngesang
es schweigt alles es liegen die hänge verwittert
das jahr haucht dich aus und schon wird dir bang

*Wir haben uns damals sogar gegenseitig ein Buch geschenkt und mehrere mails ausgetauscht. Das liegt Jahre zurück, hab dummerweise keine Unterlagen mehr und konnte die Adresse auch nirgendwo ausfindig machen, vielfach sträubt man sich, seinen Namen zu kennen. Und wo man Bernigs Namen kennt, traut man mir nicht übern Weg, ich bekomme keine Antwort. Die Tage, in denen die meisten Menschen mit Maulkörben herumlaufen, werden schal.

 

 

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