Nicht Schutz, sondern Schikane

Wie uns das Reisen abgewöhnt werden soll

Nach der Panne mit der „Osterruhe“, für die sich Kanzlerin Merkel entschuldigen musste, um den Proteststurm zu stoppen, kam kurz darauf die Ankündigung von Merkel, sie wolle „Himmel und Hölle in Bewegung setzen “ um Urlaubsreisen ins Ausland zu verhindern. Das Grundgesetz hat jedoch noch einen gewissen Bestand, so dass die Hölle nicht in Form eines Totalverbots entfesselt werden konnte. Was an Verhinderungs-Verordnungen herauskam, ist von der neuen Unübersichtlichkeit und Inkonsistenz, die in Merkelland inzwischen üblich geworden ist. Man muss sich durch einen Dschungel an Verfügungen schlagen, um herauszufinden, was erlaubt oder verboten ist. Zudem kann sich das jeden Tag, nein, jede Stunde ändern.

Jeder Flugreisende muss inzwischen einen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist.

So weit, so gut. Schwieriger, um nicht zu sagen schikanös, wird es bei der Rückreise. Auch hier ist ein negativer PCR-Test Pflicht. Wenn der (auch fälschlicherweise, was nicht selten vorkommt) positiv ausfällt, muss man im Reiseland in eine 10-tägige Quarantäne. Kommt man dann endlich in Deutschland an, muss man sich, auch bei einem negativen Testergebnis unverzüglich in eine 10-tägige Quarantäne begeben. In manchen Bundesländern gilt die „Erleichterung“, dass man nach 5 Tagen sich erneut testen lassen und bei einem negativen Ergebnis die Quarantäne beenden kann. Aber auch in diesem Fall ist das Urlaubstagebudget stark überstrapaziert – jedenfalls für alle, die nicht im Home Office arbeiten können. Wie immer werden die Lohnarbeiter am härtesten getroffen, während die Systemstützen außer ein paar Unannehmlichkeiten wenig auszustehen haben.

Wenn coronafreie Menschen so drangsaliert werden, hat das mit Gesundheitsschutz nichts mehr zu tun. Seit einem Jahr gibt es weder die prognostizierten 1 Million Toten, noch gab es je eine Intensivbettenkrise. Die steigenden „Infektionszahlen“ hängen mit den rapide steigenden Testungen zusammen. Die so genannten Inzidenzen, die von der Politik als Entscheidungsgrundlage genommen werden, sind willkürlich und bilden das Infektions- oder Krankheitsgeschehen nicht ab. Eine Ausführliche Analyse dazu finden sie hier: https://www.nachdenkseiten.de/?p=71008&fbclid=IwAR0wDWjazUea2YG8x-Io6SClnrkBK-jcgGd5hM6G-eRKQHTRYQYb9QRNe_c

Die Zahl der Todesfälle ist in den letzten Wochen, trotz Fehlern bei der Impfkampagne merklich zurückgegangen. Die zerstörerischen Maßnahmen, die von der Politik verhängt werden, haben also nichts mit der Pandemie zu tun, die sich mit jedem Tag mehr als Schimäre erweist.

Die einzige wirkliche Erfolgsmeldung in diesem Jahr lautete, Deutschland hätte in der Corona-Zeit seine „Klimaziele“ eingehalten. Das damit gleichzeitig gesagt ist, die so genannten Klimaziele sind nur durch einen dauerhaften Ausnahmezustand zu erreichen, das ist den Erfolgsmeldern wohl nicht aufgefallen.

Wer immer noch nicht begriffen hat, was sich vor unser aller Augen abspielt, der will wie die drei Affen nichts sehen, hören oder sagen. Aber: Wer schweigt, stimmt zu!

Vera Lengsfeld bei einer Lesung
Bürgerrechtlerin in der DDR, Mitglied des Deutschen Bundestags 1990 bis 2005, freie Journalistin, Mitglied der Werteunion

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