Kein himmelblau

Zeichnung: Rolf Hannes

Ein Umgehen mit vielen Schmerzen eben. Mehr nicht. Hautzerwürfnisse nach innen. Dann sagtest du nur: Tagklemme. Du bist immer so treffend. Also hast du mich gar nicht erst verstehen müssen. Weshalb ich den Herbst so mag zum Beispiel. Er bedrängt mich von allen Sonnen am wenigsten. Von allem möglichen Licht am umarmtesten, compris?

Deshalb interessiert mich Natur auch kaum himmelblau.

Diese Nahnähe, wie ein Abschlecken, nach der ich mich sehnte, immerzu, diese andere deine Welt, in die ich meine Haut verlieben wollte, und diese ständig auftürmenden Zuckungen, dieses so allein schön sein, hättst du mir nicht gleich in der ersten Mail von deinem Lustschmerz geschrieben, wir wär’n halt ein Stück weiter gegangen – nur ein Aneinandervorbei wär’ nicht möglich gewesen.


Damit uns der Himmel wieder gefällt, ob blau oder grau, empfiehlt sich unsern Lesern folgendes Video:

Rubikon: Im Gespräch:“Der Verfassungsnotstand“ (Bodo Schiffmann und Jens Lehrich)

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