Journalisten gegen Pressefreiheit Folge 2

Bundespressekonferenz e. V. – Satzung, § 3

Nicht erst, aber vor allem seit Amtsantritt von Angela Merkel als Bundeskanzlerin steht die BPK zunehmend in der Kritik. Von Jahr zu Jahr deutlicher zeigt sich in den Pressekonferenzen, dass deutsche Hauptstadtkorrespondenten sich immer mehr auf die Seite der Regierung schlagen, statt sie mit der professionell gebotenen Distanz und Skepsis zu hinterfragen.Regierungsvertreter und Medienvertreter haben sich zu einem polit-medialen Kartell zusammengefunden. Journalisten sind nicht mehr Kontrolleure der Politik, sondern deren Propagandisten. Auf den Pressekonferenzen der BPK hat man den fatalen Eindruck:

Überall im Saal nur noch Regierungssprecher

Ausländische Korrespondenten, in deren Heimatländern Journalisten ihre kritische Kontrollfunktion gegenüber den Mächtigen noch ernst- und wahrnehmen, wundern sich immer öfter über ihre deutschen „Kollegen“ und deren geradezu unterwürfige Ergebenheit gegenüber der Politik.Die regierungstreuen Truppen der BPK belassen es aber nicht dabei, das kritische Hinterfragen der Regierung sozusagen auf null herunterzudimmen. Vielmehr gehen sie dazu über, kritische Fragen in den Pressekonferenzen zu stigmatisieren und den Fragestellern – vor allem Boris Reitschuster – die Arbeit massiv zu erschweren.

Von der BPK wird es BPK-Mitgliedern schwergemacht, den satzungsgemäßen Vereinszweck der BPK zu erfüllen.

Besonders tun sich dabei Mitarbeiter der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) hervor. Die hat sich inzwischen nicht nur vom journalistischen Berufsethos verabschiedet, indem sie die Selbstdeformation zum Zentralorgan der deutschen Merkelisten zuließ, sondern sie hat sich auch aller lästiger zivilisatorischer Anstandsregeln entledigt.Im stillen – oder womöglich auch nicht ganz so stillen – Einvernehmen mit dem BPK-Vereinsvorstand hat die SZ eine, man kann es nicht anders nennen, Diffamierungskampagne namentlich gegen Boris Reitschuster gestartet. Offenkundiges Ziel ist es, den inzwischen fast einzigen offen regierungskritischen deutschen Hauptstadtkorrespondenten aus der BPK zu mobben.

Unterstützt wird die SZ bei diesem durchweg ekligen Geschäft vom Blogger Tilo Jung. Das ist ein Berufsjugendlicher, dessen Geschäftsmodell vorwiegend darin besteht, seine nicht vorhandene politische und historische Bildung zu Geld zu machen – zum Beispiel, indem er bei Twitter allen Ernstes erklärte, in der DDR sei ein „rechtes“ Regime an der Macht gewesen.

Genau dieser Knilch erklärt nun, Boris Reitschuster sei kein Journalist.

Die Schmähartikel und offenen Briefe, die sich offensichtlich vor allem gegen Reitschuster richten, sind dem BPK-Vorstand natürlich bekannt – ganz sicher sogar: Denn BPK-Vorstandsmitglieder, die vereinsrechtlich eigentlich auch die Interessen ihres Mitglieds Boris Reitschuster zu vertreten haben, gehören zu den Unterzeichnern.

Nun hat Reitschuster insgesamt 15 Jahre lang als Korrespondent in Moskau gelebt, die meiste Zeit davon unter Putin. Und er war immer und überall ein unabhängiger Journalist. In Russland erhielt er mehrfach Morddrohungen, die man als kritischer Medienmensch dort bekanntermaßen durchaus ernst nehmen sollte.

Entsprechend abgehärtet ist der Mann, das haben inzwischen auch die SZ und Tilo Jung feststellen müssen. Weil es nun so gar nicht gelingen will, Reitschuster aus der BPK zu vertreiben, hat sich der Vorstand der Bundespressekonferenz in Berlin etwas Neues einfallen lassen.

Fortsetzung folgt.

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