Ist Geld eine Illusion?

Ist Geld eine Illusion?

Einige behaupten, Geld sei eine Illusion. Und gemessen an den hundertausenden Billionen, die in der Welt herumkreisen und in Banken und Tresoren gebunkert werden, um zu noch mehr Billionen vermehrt zu werden ohne Sinn und Nutzen, ist diese Feststellung nicht von der Hand zu weisen.

Jemand sagte neulich, es sei unklug, sich in den Niederungen der unterbezahlten Berufe, der kleinen Renten, kurzum, im Gebiet der Kleinen Leute umzusehn. Natürlich könnte man dann auf den Gedanken kommen, Geld sei überhaupt keine Illusion, sondern höchst begehrt und rar.

Und, sagte mein Freund weiter, das ist von denen, die das Gebiet der Mächtigen bevölkern, eigens so gewollt. Damit die Kleinen Leute nicht auf den Unsinn verfallen, es sei genug für alle da, zumindest für ein Leben ohne Not. Diese Vorstellung sei ganz abwegig für die Mächtigen, etwa die Arbeiter in den Bergwerken der Dritten Welt, oder die Arbeiterinnen in den Textilfabriken Bangladeschs an ihrem Reichtum teilhaben zu lassen.

Also, der Gedanke, mit Arbeit, mit knochenharter Arbeit, könne viel Geld oder wenigstens genug Geld verdient werden, ist ihnen, die sie Geld nur mit Spekulationen, also Geld aus Geld vermehren, sehr zuwider.

Arbeit ist etwas Unschickliches für die Reichen. Steht das nicht schon in der Bibel? Arbeit, wirkliche handwerkliche Arbeit ist etwas für Unterbelichtete, für Menschen, die etwas Wesentliches nicht begriffen haben. Reichtum stand schon immer disproportional zu ehrlicher handfester Arbeit.

Mithin, sagte ich, müssen für die wenigen, die im Geld schwimmen, viele auf dem Trockenen darben. Das ist der gerechte Ausgleich, sagte mein Freund, ohne notwendigen Ausgleich geht’s nicht, es ist wie in der Physik.

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