Grünes Europa? Nein: Armes Europa!

Das grüne Europa wird gerade von der Realität vorgeführt

In Berlin wird ein schmerzhaft teures und für viele Menschen existenzgefährdendes Klima-Großpaket geschnürt. Derweil erzwingen die Folgen miserabler Energiepolitik eine Abkehr von der grünen Agenda.

“In Berlin wird sondiert, um dann zu verhandeln. Gleich, ob Ampel oder Jamaika – ist das wirklich ein Ringen um die Zukunft des Landes? Oder wird da ausgehandelt, wer den Vertrag über den Abriss erhält? Eine Zukunftsperspektive ist jedenfalls nicht wirklich im Angebot.“ Diese Sätze konnten wir am 13. Oktober auf RT.de lesen. Die Schlagzeile lautete: “Ampel oder Jamaika: alle Wege führen in die Irre.“

Kein Wunder, dass Youtube im Oktober die Kanäle von RT Deutsch löschte. Denn wer so tief den Finger in die Wunde legt, könnte ja die Wähler, die trotz verheerender Politik auch bei der Bundestagswahl 2021 bei der Mainstream-Stange geblieben sind, beunruhigen. Und das will der linke Zeitgeist auf keinen Fall riskieren.

Vor allem (aber nicht nur) in der Energiepolitik steht dabei viel auf dem Spiel. Es geht um die Klima-Agenda, die durch die ausgebrochene Energiekrise – manifestiert in eskalierenden Preisen, einer großen Knappheit und dem Näherrücken zerstörerischer Blackouts – als das vorgeführt wird, was sie ist: eine ideologisch geprägte Politik, die den Energiemarkt schneller als von der Vernunft geboten, ja mit der Brechstange dekarbonisieren will und dabei auf Realitäten und Menschen wenig bis gar keine Rücksicht nimmt.

Die Energie-Utopie kommt unter die Räder:

Den Menschen, auch und vor allem in Europa, wird seit Jahren durch die politische Kaste und die ihr hörigen Medien eine Utopie verkauft: saubere Luft und blauer Himmel ohne die Aufgabe des gewohnten Lebensstandards, der nicht zuletzt durch eine zuverlässige Energieversorgung gesichert wird. Diese Versorgung stellt sich jedoch gerade als alles andere als zuverlässig heraus. Weil große Konjunkturpakete wie in den USA und die Erholung der globalen Konjunktur nach den ersten Lockdown-Wellen den Energiebedarf in die Höhe schießen lassen, sind regenerative Energieträger und die politisch geschrumpften fossilen Träger völlig überlastet. Von Südamerika über Europa bis nach Asien jagen Regierungen, Versorger und Kraftwerke nach mehr Öl, Gas und Kohle. Doch fossile Kapazitäten wurden vor allem in Europa seit Jahren abgebaut und deren Minenunternehmen und Versorger von den großen Fonds zunehmend gemieden. Deutschland hat sich unter Angela Merkel zudem abrupt von der Atomkraft verabschiedet. Jetzt herrscht eine Knappheit, die in atemberaubender Weise die Preise in die Höhe treibt und viele Menschen mit dem Absturz aus der Mittelschicht oder in die Armut bedroht. Kohle kostet jetzt mehr als 200 Dollar pro Tonne und ist teurer als im letzten Rohstoff-Boom 2008. Gas ist in Europa und Asien so teuer wie nie zuvor. Die Kohle, die bei uns seit fast einem Jahrzehnt dank der Schließung von Kraftwerken und dem nachlassenden Interesse der Wall Street an Bergwerksunternehmen im Niedergang zu sein schien, wird derzeit nachgefragt wie nie, vor allem dank des Energiehungers in China.

Fortsetzung folgt.

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