Grüne RAF Folge 2

Die Mitglieder der „Letzten Generation“ fordern von Klimaminister Robert Habeck (Grüne) eine sogenannte „Lebenserklärung“ und machen unmissverständlich klar: „Es gibt zwei Wege für Robert Habeck, auf unsere Proteste zu reagieren: Eine Erklärung abzugeben, dass es keine weitere fossile Infrastruktur – insbesondere keine neuen Öl-Bohrungen in der Nordsee – geben wird, oder uns einzusperren. Sobald Robert Habeck eine solche Erklärung für das Leben ausspricht, werden wir die Unterbrechungen ruhen lassen“. Fast schon zynisch klingt es, wenn die Klimakämpfer schreiben: „Wir wissen, dass wir mit den Pipeline-Blockaden nicht die Macht haben, das fossile Weiter-so eigenmächtig zu stoppen. Doch wir laden die Bundesregierung und die Gesellschaft mit den Blockaden dazu ein, dass wir uns gemeinsam für das Leben entscheiden“.

Tadzio Müller kündigt eine ‚grüne RAF‘ an

Derartige „Einladungen“ und Erpressungsversuche gegen Spitzenpolitiker und damit letztlich die Bundesrepublik Deutschland gab es zuletzt in 1970er-Jahren durch die RAF. Dass diese Vergleiche keineswegs hinken oder an den Haaren herbeigezogen sind, das wissen auch die radikalen Klimakämpfer der „Letzten Generation“. Nicht umsonst spricht sich Tadzio Müller, der vom Focus in verharmlosender Weise als „Vordenker“ dieser Bewegung bezeichnet wird, offen für eine Radikalisierung der Szene aus und kündigt die Entstehung einer „grünen RAF“ an, falls ihre Forderungen von der Politik nicht erfüllt würden. Man werde in diesem Sommer „zerdepperte Autoshowrooms, zerstörte Autos, Sabotage in Gaskraftwerken und Pipelines“ sehen, drohte der Politikwissenschaftler im Spiegel. Die entscheidende Frage sei: „Was geschieht nach den ersten Sabotageakten? Wie reagiert die Gesellschaft, wenn nachts regelmäßig Autobahnbaustellen verwüstet werden?“

Fortsetzung folgt.

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