Gekaufte Journalisten

Gekaufte Journalisten 1

Udo Ulfkotte, ein langgedienter Journalist, hat ein Buch geschrieben über die Verkommenheit seiner Kollegen. Aber wo er im Detail Klartext reden könnte, pfötelt er oft herum. Wahrscheinlich denkt er, er müsse Acht geben, damit ihm keiner an den Karren fahren kann. Und diese Vorsicht ist verständlich.

Seinem Buch wird es so ergehen, wie so manchem. Wenn die darin Genannten es totschweigen, oder vornehm übergehn, so rechnen sie, dann wird sich die Wirkung eines solchen Buchs erst gar nicht entfalten. Als ich in den drei maßgeblichen Buchhandlungen Freiburgs danach fragte, hieß es, ich könnte es bestellen, dann würde es eine Weile dauern, beim Verlag ginge es leider nicht zu bestellen und die Barsortimente hätten es nicht mehr vorrätig. Ich fragte: Sie hatten es vorrätig und jetzt nicht mehr? Ja, so ist es wohl, war die ausweichende Antwort. In der größten Buchhandlung Freiburgs, einem wahren Buchkaufhaus, bin ich ausgeflippt:

Sie haben hier jede Menge Schrott herumliegen, zentnerweise, nicht nur Schrott aber auch, und so ein Buch wollen Sie nicht ein einziges mal für Ihre Buchhandlung bestellen? war meine Frage. Ich sagte, das Buch heißt: Gekaufte Journalisten. Das klingt doch nach einem wichtigen Buch.

Was für uns ein wichtiges Buch ist, müssen Sie uns überlassen, wurde ich beschieden. Undsoweiterundsoweiter.

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.