Gebeine eines Philosophen

Ein Zeitvertreib

Wie die Sache sich zur Welt verhält
ist ja nicht das was uns gefällt
sondern das was daran zerschellt

Denn alles ist der Fall
und fällt dem Raume zu
mit einem großen Knall
das ist daran der Clou

Bedenke was ich meine
denn die Sache ist nicht deine
das Zeug ist von der Leine

Denn was da ist fällt
was nicht da ist eben nicht
so ist’s zusammengestellt
genau so ist es hingericht

So gerichtet mit den Dingen
muss es doch gelingen
dass wir etwas Zeit durchbringen

Die aus Zeit gemachte
Form das ist die Tat
doch nicht was fallend krachte
schon längst ohn‘ unsern Rat


Bild: Marianne Mairhofer

Abgesang:

Was uns hier zeitlich bindet
ist nur so in der Welt
wie man es eben hingestellt
im Raume wiederfindet

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1 Response to Gebeine eines Philosophen

  1. Viel Glück im neuen Jahr!

    Herzliche Neujahrsgrüße aus der Journalistenwerkstatt.

    Haben Sie viel Glück auf all Ihren Wegen –
    und zwar an jedem Tag 2019!

    Wie gewohnt: Hervorragend geschrieben Ihre Artikel. Vor allem die Formatierung und die Textstruktur gefallen uns besonders gut: Daumen-hoch.

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