Ein erträumter Scherz

Das Schild nebst Hintergrund (Schalterhalle) arrangierte die kongeniale Gräfin G.

Marianne Mairhofer, unsre Mitarbeiterin aus Mödling bei Wien, hat mir einen Corona-Mundschutz genäht. Sie hat solche kleinen Kunstwerke für 15 ihrer Freundinnen genäht, da fiel es ihr leicht, noch eins mehr zu nähen. Und wies so kommt, hab ich gleichmal eine Kostümprobe gemacht mit dem Läppchen. Die geriet so überzeugend, daß ich mir sagte:

So könntest du glatt eine Bank überfallen.

Die Choreografie hab ich genau einstudiert. Kurz bevor ich schüchtern an der Tür klopfe die zum Schalterraum führt (sie bleibt bei einer ganz bestimmten Bank seit Tagen geschlossen), setz ich die Sonnenbrille auf. Alles, was die Kunden brauchen, meistens alte Leutchen, geschieht im Vorraum. Sie sind stumm und ergeben und kriegen nichts mit. Die Tür öffnet sich spaltbreit, ich ziehe geistesgegenwärtig aus meiner Weste ein Schild worauf steht:

Das ist kein Corona-Scherz sondern ein Überfall.

Stelle den linken Schuh in den Türspalt, sage energisch, derweil ich eine Einkaufstüte nachschiebe: Machen Sie den Beutel voll, nur große Scheine, am liebsten mit Banderole. Und ein bißchen flott, ich muß weiter. Nachdruck verleihe ich dem Geschehen, indem ich vortäusche, in der Tasche eine Pistole zu haben.

Falls böse Buben hingehn und mir diesen genialen Einfall klauen wollen, oder es schon in Österreich getan haben, wie mir berichtet wird, so mach ich sie darauf aufmerksam: Das Copyright liegt ganz allein bei mir, zumindest erbeb ich Anspruch auf satte Beteiligung.

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