Drückeberger und Hosenscheißer

Drückeberger

© Rolf Hannes

Ein Paradesbeispiel für die Verwandlung, die mit Politikern geschieht, wenn sie von der Opposition zur Regierung wechseln, ist Thomas Oppermann, der Fraktionschef der SPD.

Vor Monaten verkündete er lauthals: Wir werden darauf drängen, daß alle Nebenverdienste der Bundestagsabgeordneten genauestens aufgelistet und veröffentlicht werden. Das sagte er in der Opposition. Nun, da er unter den Regierenden sitzt, bleibt er ganz wortkarg.

Nichts geschieht, damit die Bürger genau erfahren, wie viel unsere mit dem Regieren befaßten Abgeordneten nebenbei verdienen. Und vielfach verdienen sie hundertausende Euro nebenbei, weil sie im Bundestag sitzen.

Etwas anderes ist es, wenn sich Oppermann zur NSA und Edward Snowden äußert. Allein daran zu denken, ihn nach Deutschland einzuladen, damit er hier sagt, was es zu sagen gilt, ist für Oppermann eine Unmöglichkeit. Er sagt: Snowden darf unser Verhältnis zu den USA nicht gefährden.

Man stelle sich vor: Deutschland, das wie ein Vasallenstaat von den USA behandelt wird, darf von der Wahrheit über die NSA keinen Gebrauch machen. Herr Oppermann hat die Hosen gestrichen voll, dazu braucht es nur eines Winks von oben.

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