Die Quelle unseres Wohlstands

Der Artikel erschien zuerst bei World of Value. Autor ist Andreas Damm. Er bewirtschaftet mit Frau und 4 Kindern am Stadtrand von Frankfurt/M in der südlichen Wetterau einen landwirtschaftlichen Betrieb.

Fragt man, woher unser heutiger Wohlstand kommt, denkt man sofort an Automobilindustrie, Maschinenbau, Welthandel, Dienstleistung und Börse. Die wenigsten würden an andere Bereiche unseres Lebens denken. Schon gar nicht an die Landwirtschaft. Doch diese ist es, ja gerade die moderne Landwirtschaft, die es uns ermöglicht, immer genug Nahrung zu erschwinglichen Preisen zu haben. Benötigte man im Jahre 1800 drei Bauern um einen Nicht-Landwirt zu ernähren, war es um 1900 so, dass ein Landwirt schon 3 Personen ernährte. 1950 stieg die Zahl auf 11 Personen und heute sind es weit über 160 Menschen die ein Landwirt in Deutschland ernährt. Diese enorme Effektivitätssteigerung setzt Arbeitskraft auf dem Land frei, die nun für Handwerk, Industrie und Dienstleistungen zur Verfügung stehen. Lebensmittel wurden immer besser verfügbar und seit 70 Jahren ist Hunger in Deutschland unbekannt. Im Gegenteil, Lebensmittel sind zu einer Selbstverständlichkeit und zum Discountprodukt geworden, die nur noch 11% des Durchschnittseinkommens kosten. 89% stehen nun für Wohnen und freien Konsum zur Verfügung. Gerade in Mitteleuropa, in dem die besten Bedingungen für den Ackerbau herrschen und großflächig Naturkatastrophen die absoluten Ausnahmen sind, war die Keimzelle der industriellen Revolution. Auch im Umkehrschluss ist es heute noch so, wo schlechte Bedingungen für den Ackerbau herrschen, ist die Armut groß.

Diese Selbstverständlichkeit, Lebensmittel immer verfügbar zu haben, bedroht nun aber gerade unseren Wohlstand. Grüne Ideologien, die gerade versuchen, die moderne Landwirtschaft in Misskredit zu bringen, bedrohen unsere Versorgungssicherheit. Kaum jemand kann „Unser tägliches Brot gib uns heute“ noch nachvollziehen, dafür werden Ersatzreligionen wie „Vegan“ oder „Bio“ implementiert. Natürlich müssen Auswüchse moderner Technologie eingefangen werden und es gilt, Fehlentwicklungen zu korrigieren. Was aber derzeit passiert, ist weder faktenbasiert, noch hat es etwas mit der Wirklichkeit zu tun. Horrorbilder über Massentierhaltung, Nitrat, oder Pflanzenschutzmittel werden gezielt durch die Medien geschickt, haben aber nichts mit der Wirklichkeit in Deutschland zu tun. Die moderne Tierhaltung bringt mehr Tierwohl, moderner Ackerbau mehr Bodenfruchtbarkeit, als es noch vor 50 Jahren der Fall war. Die Zwangsläufigkeit, groß sei schlechter, stimmt einfach nicht.

Welcher Landwirt (Unternehmer) würde ein Tier quälen, wenn er eine hohe Leistung von ihm möchte. Nein, er sorgt für bestes Futter, ausgewogene Ernährung, gutes Stallklima und gesunde Haltung. Oder welcher Landwirt (Unternehmer) würde über Bedarf Dünger und Pflanzenschutzmittel aufs Feld bringen, das verursacht nur unnötige Kosten und hat keinerlei Effekte. Die Steigerung der Bodenfruchtbarkeit und nachhaltige Fruchtfolgen sind im eigenen Interesse. Das, was von Grünen Ideologen der Gesellschaft zur Aufrechterhaltung ihres Geschäftsmodells erzählt wird, und die Wirklichkeit klaffen weit auseinander. Der Gesellschaft wird ein Bienensterben vorgegaukelt, dabei haben wir heute so viele Bienenvölker wie nie zuvor. Ökologische Landwirtschaft ist nicht zwingend besser, nein im Gegenteil, ihr Flächenverbrauch ist durch die geringere Ertragskraft sogar dreimal höher. Pilzgifte in biologisch erzeugten Ernteprodukten sind deutlich höher als in konventionell erzeugten, da dort gegen Schadpilze nicht vorgegangen werden kann. Diese Aflatoxine sind in ihrer Toxizität deutlich höher als die zugelassenen Fungizide selbst. Dies alles wird aber beim Grünen Framing nie erwähnt. Das grüne Framing behauptet sogar,  der moderne Ackerbau sei an seine Grenzen gekommen ist und splle eine Kehrtwende machen,  doch war unsere Versorgung in der 6000jährigen Geschichte des Ackerbaus noch nie so erfolgreich. 6000 Jahre „Bioanbau“ haben nur Hungersnöte, Leid und Auswanderungswellen gebracht.

Fortsetzung folgt.

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