Die Quelle unseres Wohlstands Folge 3

In der EU plant man beim Green Deal, 10 Milliarden Bäume in Europa zu pflanzen, um den Klimaschutz zu fördern. Die Verantwortlichen vergessen aber ganz, dass wenn wir in Europa unser besonders fruchtbares Ackerland mit 10 Milliarden Bäumen bepflanzen, wir unsere Lebensmittel von zum Beispiel Südamerika her bekommen. Dort muss man aber dann 20 Milliarden Bäume fällen, oder verbrennen, da dort die Effizienz des Anbaus viel schlechter ist. Ein schlechter Deal für Umwelt, Klima und Europa.

Gleiches Bild zeigt sich in der Kampagne gegen Glyphosat. Nachdem das Argument der Krebserregung von Glyphosat sich relativierte, weil Glyphosat in  der gleichen Kategorie von wahrscheinlich krebserregenden Stoffen eingeteilt wurde wie heißer Mate Tee, oder rotes Fleisch,  wurde die Strategie geändert. Plötzlich war es nicht mehr gut für die Bienen, da sie ja nichts mehr auf einer Fläche, die mit Glyphosat behandelt wurde, finden würden. Ja das stimmt, aber wenn kein Gyphosat eingesetzt wird, wird stattdessen alles umgepflügt und dann steht da auch nichts mehr. Beim Pflügen braucht man aber 20l Diesel mehr und es wird auch noch Humus abgebaut, der dann als CO² in die Luft geht. Auch hier wird der Umwelt ein Bärendienst erwiesen.

Die Landwirte bekommen Ratschläge von Menschen, die offensichtlich der Meinung sind, sie wüssten, wie Landwirte es richtig machen sollten. Meist von Menschen, die mit praktischer Landwirtschaft nichts am Hut haben. Diese Ratschläge bekommen wir auch laufend von Redakteuren, Politikern und Vertretern spezieller Organisationen. Wir werden ständig in Talk-Runden von sogenannten „Experten“ so dargestellt, als wären wir unfähig, mit unserem Boden, den Pflanzen und unseren Tieren anständig umzugehen. War unsere mehrjährige Ausbildung also überflüssig? Reicht es heute schon, eine Ahnung von Dingen zu haben, die man nicht gelernt hat? Scheinbar reichen Ideologien und Traumvorstellungen aus, um das Geschäftsmodell NGO am Laufen zu halten.

Trotz all dieser Angriffe auf die Landwirtschaft, bin ich fest davon überzeugt, die Landwirtschaft ist nicht bedroht. Ob Hitzewellen, Starkregen, Hagel oder Pandemien, die Landwirtschaft hat gezeigt, sie reagiert auf Extremsituationen schon seit Jahren stabil. Ja, es gibt einen Strukturwandel, aber die Branche wird nie verschwinden.

Vielleicht ist die Grüne Attacke sogar eine Chance. Schon jetzt zeigt sich, die Rohstoffmärkte sind stark steigend. Der Hunger Chinas zieht die Weizen-, Mais- und Sojapreise stark in die Höhe. Wird nun die Produktion durch z.B. „Green deal“ oder ähnliches beschränkt, werden diese Preise weiter steigen, da das Angebot sinken wird. Unser Selbstversorgungsgrad mit Lebensmittel fällt seit Jahren kontinuierlich und ist derzeit bei 87% angekommen.

Im Zeitalter von Bigtec bleibt die Ernährung immer Grundlage des menschlichen Lebens. Jeder Mensch braucht immer Lebensmittel, sonst kann er nicht überleben.

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