Die Programmatik des Kulturmarxismus

Zweck des Sozialismus ist es, das Individuum mit seiner Persönlichkeit auszulöschen,.(..) Er kann überalll zu jeder Zeit auftauchen, wenn der Mensch die Verbindung zu Gott gekappt hat und das Nichts anzubeten beginnt.                               Dimitrios Kisoudis 2014

Wenn wir die tieferen Ursachen der Erosion unserer Gesellschaft verstehen wollen, so ist es zwingend, dass wir uns mit der Erosion ihrer Werte auseinandersetzen. Dies wiederum erfordert es, den fundamentalen Antagonismus zu verstehen, in dem sich der Kampf zwischen Freiheit und Unfreiheit manifestiert.

Das Ringen zwischen Freiheit und der in immer wieder neuen Verkleidungen durch die Menschheitsgeschichte wiederkehrenden Ideologie des Sozialismus haben wenige mit der Tiefe und historischen Empirie analysiert wie der russische Mathematiker, Philosoph und Dissident Igor Schaferewitsch, Zeitgenosse und Freund Alexander Solchenizyns. Er systematisierte die konstitutiven Elemente des Sozialismus, die historisch in unterschiedlicher Ausprägung als politisch-ideengeschichtliche Wiedergänger auftreten. Diese Elemente betreffen die gesellschaftliche Rolle von Ehe und Familie, Eigentum, Individualität. Religion und Kultur. Schaferewisch fasste diese Analyse in seinem philosophischen Hauptwerk, dem 1975 im Samisdat-Verlag illegal in der Sowjetunion erschienen Buch Der Todestrieb in der Geschichte – Erscheinungsformen des Sozialismus zusammen.

Dieses theoretische Rahmenwerk erlaubt es uns, die Frage zu analysieren, wie sich in unserer Zeit aktuelle sozialistische Herausforderung gegen die Freiheit manifestiert. Sie tut das in einer Denkschule, die wir als Kulturmarxismus erkennen können, deren ultimatives Ziel aber der Staatssozialismus bleibt.

Schafarewitsch hat den Sozialismus mit seiner Programmatik und seinen Verführungen als anthropologische Konstante der Menschheitsgeschichte erkannt. Seine von der russischen Orthodoxie inspirierte Forschung demaskierte den Sozialismus in vielfältiger Weise. Durch die Reduktion seiner Ideenwelt auf die fünf oben genannten Elemente konnte Schafarewitsch nachweisen, dass das Phänomen wesentlich älter ist als die sich als Sozialismus bezeichnende politische Bewegung mit ihren Anfängen im 19. Jahrhundert. Die Ausprägungen der sozialistischen Ideologien waren durchweg gekennzeichnet von Feindschaft gegen Ehe und Familie, Ablehnung des Privateigentums, Verneinung des Werts des Individuums, Hass auf die Religion, insbesondere das Christentum, und Zerstörung respektive Verflachung von Kunst, Kultur und Musik. Allerdings lagen die Schwerpunkte in unterschiedlichen historischen Kontexten in jeweils anderer Verteilung, Intensität und Ausprägung vor.

Diese fünf Merkmale dienen uns im Folgenden zur Identifikation von Gesellschafsordnungen. Ihnen gemeinsam ist, dass ihre Ausprägungen in sozialistischen Gesellschaften auf einer spirituellen Ebene Ausdruck der Ablehnung der für die Menschenwürde konstitutiven Freiheitsrechte des Individuums sind. Dies ist die Wurzel für die dem Sozialismus innewohnende Misanthropie, die ihre Erfüllung in seiner genozidalen Zwangsläufigkeit findet, die empirisch eindeutig bewiesen ist: Alle sozialistischen Gesellschaftsordnungen, insbesondere auch seine Ausprägung als nationaler Sozialismus, haben zu Massenmord und Völkermord geführt. Sie demaskieren den Sozialismus als einen Todeskult, der durch zwei Zitate Igor Schafarewitschs und Roland Baaders treffend zusammengefasst werden kann. Roland Baader schrieb in Freiheitsfunken: Im Tod sind alle gleich. Deshalb ist der Völkermord die Lieblingsbeschäftigung der Gleichmacher. Schafarewitsch ging sogar einen Schritt weiter und resümierte: Der Tod der Menschheit ist nicht nur ein denkbares Ereignis, wenn der Sozialismus triumphiert, sondern er stellt das Ziel des Sozialismus dar.

Fortsetzung folgt.

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