Die Krisengewinnler

Die Krisengewinnler

© Rolf Hannes

Jährlich, so hat man ausgerechnet, entgeht den Regierungen in Europa eine Billion € durch Steuerhinterziehung und Steuervermeidung. Das wissen sie seit langem. Statt dagegen anzugehen, paktieren sie lieber mit den Steuerkriminellen. Politiker sind käuflich. Und käulich sind die Wähler, die sich durch Wahlgeschenke ködern lassen. Es ist also ein Schmierengeschäft auf Gegenseitigkeit.

Das einträglichste Geschäft aber machen die Reichen und Superreichen. Sie verdienen an Schulden Milliarden. Für sie ist die Welt der Finanzen ein Wettbüro. So wie die Schulden wachsen, so wachsen ihre Gewinne. Geld geht ja nie verloren, es wechselt nur den Ort. Zwischen Banken, global operierenden Firmen (Goldman Sachs, Deutsche Bank, UBS, BNP Paribas, VW, Unilever, Nestlé, Siemens, General Electric, Shell, Gasprom usw.) und den Regierungen gibt es eine immerwährende Konspiration, die die Geldvermehrung der Reichen begünstigt. Natürlich aufkosten der Kleinen Leute, besonders der Mittelschicht.

Um von diesen (vielfach legalen) kriminellen Machenschaften manchmal abzulenken, gibt es die Erfindung der Steuererhöhungen. Damit es so aussieht, wie wenn der Staat nur so zu seinem Staatshaushalt käme. Und er nimmt immer wieder neue Schuden auf, an denen die Reichen großartig verdienen.

Sehr beliebt ist bei den Regierenden auch Inflation. Sie ist nichts andres als die schleichende Enteignung der ärmeren Bevölkerung. Und eine willkommene Möglichkeit der Staaten, ihre Schulden zu verringern. Die Reichen sind davon nicht betroffen. Sie haben die Möglichkeit, ihr angehäuftes Geld in Sachwerte zu stecken, in Grundstücke und Häuser (sie kaufen ganze Inseln), in Gold, in Kunst. Und sie zocken unverdrossen weiter an den Börsen. Krisen sind großartige Zeiten für sie.

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