Daten zur Impfquote Folge 4

COVIMO-Report 10 noch mit einigen weiteren Besonderheiten

Mancher Studienteilnehmer wird sich bei der Befragung durch das RKI womöglich an seine Schulzeit erinnert gefühlt haben, als der Klassenlehrer mit dem unangekündigten Vokabeltest um die Ecke kam. Den Teilnehmern wurden sogenannte „Wissensfragen zur Impfung“ gestellt und wehe, es wurde eine „falsche“ Antwort gegeben – setzen, sechs! Alle „Wissensitems“ wurden zu einem „Wissensscore“ (ohne Anglizismen scheint es im 21. Jahrhundert nicht mehr zu gehen) verrechnet, der für die Teilnehmer zu einer Gesamtpunktzahl zwischen 0 (alle Fragen „falsch“ oder „unsicher“ beantwortet) und 10 (alle Fragen „richtig“ beantwortet) führte. Bei den folgenden Aussagen legten die Teilnehmer das größte „Falschwissen“ bzw. „Unsicherheit“ an den Tag:

  • Mit einem Antikörpertest kann man überprüfen, ob man noch ausreichend gegen COVID-19 geschützt ist.
  • Auch mehrere Jahre nach der COVID-19-Impfung könnten plötzlich noch Langzeitwirkungen der Impfung auftreten. (Wer soll das „wissen“ können?)
  • Die COVID-19-Impfung verursacht Allergien.
  • Die COVID-19-Impfung ist auch bei Personen mit Kinderwunsch sicher.
  • Die COVID-19-Impfung enthält Chemikalien in giftigen Dosierungen.
  • Die COVID-19-Impfung kann die menschliche DNA verändern.

Man braucht wahrlich nicht viel Fantasie, um sich vorstellen zu können, welche Antworten das RKI von den Befragten erwartete. Im Durchschnitt lag die erreichte Punktzahl bei 5,5. Die Schüler, äh Teilnehmer, konnten also etwas mehr als die Hälfte der Fragen „richtig“ beantworten.

Nicht zuletzt nahm sich das RKI auch der Ungeimpften an und wollte unter anderem wissen, wie es um die Impfbereitschaft in der Gruppe dieser ewig Unverbesserlichen bestellt ist, die in der deutschsprachigen Bevölkerung der Studie zufolge bei einer Größenordnung von 7,7 Prozent liegt. Laut COVIMO-Report sind 12,7 Prozent der Ungeimpften „auf jeden Fall“ bereit, sich mit einem mRNA-/Vektor-basierten Impfstoff impfen zu lassen, weitere 5,6 Prozent wollen sich „eher“ impfen lassen. Mit Nuvaxovid (Novavax) wollen sich der Befragung zufolge 5,8 Prozent der Ungeimpften „auf jeden Fall“ und weitere 12,1 Prozent „eher“ impfen lassen. Der Anteil der Unentschlossenen liegt bei 7,7 Prozent (mRNA/Vektor) bzw. 33,7 Prozent (Novavax). Das lässt die Autoren der Studie zu dem Schluss kommen, „dass ein Angebot des Impfstoffs alleine nicht reichen wird, sondern Anstrengung unternommen werden muss, um diese unentschlossenen Personen zu erreichen.“

Diese „Anstrengung“ muss in Wahrheit wohl vor allem deshalb unternommen werden, um bis zu 60 Millionen Impfdosen im Wert von über einer Milliarde Euro zu retten, denen in den kommenden Wochen und Monaten der Verfall droht. Angesichts der Tatsache, dass in dieser Woche in Deutschland kaum noch mehr als 20.000 Impfungen pro Tag verabreicht worden sind und es auch auf internationaler Ebene praktisch keine Abnehmer mehr für die in blinder Kaufwut beschafften Impfstoffe gibt, wird der politische Druck auf den hierfür verantwortlichen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auch in dieser Hinsicht weiter zunehmen.

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