Das Ende der Nacht

Friedel Kantaut - Das Ende der Nacht

Grafik: Friedel Kantaut

Am Ende der Nacht durch baumgerandetes Grasland auf dem Mittelstreifen
mit Greta zu unserer Abschiedshaltestelle.
Nach dem Gemecker in der Kolonie umgibt uns die Ruhe
der straßenumspülten Savanne.
Ein leichter Wind verweht den Geruch von Tabak und Alkohol.
Über uns zeichnet ein Schwarm Nebelkrähen einen Kreis in den Morgen.
Trockenzeit.
Eine Tram zieht vorbei.
Das Pfeifen von Stahl über Stahl schwillt an,
ein verwischter gelber Strich,
dann zwei rote Lichter, die langsam kleiner werden.
Nun ist mein Lieblingstier zahm.
Glück braucht keine Metaebene.

Ein blutroter Schädel erhebt sich über einer Linie
aus Dachziegeln und Schornsteinen.
Darf ich mir etwas wünschen,
wenn die letzte Sternschnuppe vor uns im Dreck verglüht.
Vielleicht, dass du bleibst.
Die Entscheidung,
entscheidende Momente verstreichen zu lassen,
um sie noch einmal vor sich zu haben.
Alles was passiert ist Vergangenheit.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.