Choral der Gutmenschen

Viele afrikanische Länder, die meisten, werden nach Strich und Faden ausgebeutet und mißbraucht. Von global operierenden Firmen, von Ölmultis, von Diamanten-Multis, von Kaffee-Großhändlern, von Waffenfabriken, von Schrott-Großhändlern.

Kapitalisten aus 4 Kontinenten treffen auf afrikanische korrupte Diktatoren, mit denen sie gemeinsame Sache machen. Die Bevölkerung wird in moderner Sklaverei gehalten, sie darf in Knechtschaft für Hungerlöhne arbeiten. Je geringer der Lohn, umso größer der Profit.

Selbst die Entwicklungshilfe für einige der Länder spielt den Part der subtilen Ausbeutung. Sie ist das Feigenblatt der kapitalistischen Willkür.

Was anfangen mit Menschen, die ihrem Los in Afrika entkommen wollen?

Choral der Gutmenschen

© Rolf Hannes

Wer sind die Afrikaner, die nach Europa kommen und von denen Tausende auf gräßliche Weise im Mittelmeer ertrinken? Wer sind die, die ihnen ein gutes Leben versprechen und ihnen dafür viel Geld abpressen?

Sind es gar nicht die wirklich geschundenen, halbverhungerten, von Not und Entbehrung Gepeinigten, die sich auf den langen Weg nach Europa begeben? Sind es eher die, die Kraft und Grips genug hätten, gegen die Verkommenheit ihrer Regierungen anzugehen, damit ihr Land in ein lebenswertes verwandelt werden könnte?

Über Deutschland erklingt zurzeit der holde Gesang der Guten Geister.

Hunderttausende von ihnen haben ihre Pöstchen in der Branche der Mildtätigkeit. Sie kommen mir vor, wie wenn sie im Verbund stünden mit den Schlepperbanden in Nordafrika. Sie sind sehr verwandt und verbandelt miteinander: die geschäftstüchtigen Ausbeuter, die geschäftstüchtigen Schlepper, die geschäftstüchtigen Gutmenschen.

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