Bakunin und der Anarchismus Folge 3

Bakunin in jüngeren Jahren

Vor etwa 2, 3 Jahren saß ich in einer Gruppe von Frauen und Männern, sie hatten ganz verschiedene Berufe, verschiedene Alter, sie hatten nur eins gemeinsam, sie wollten sich politisch einbringen, weil sie spürten, dieses Land, dieses Deutschland kranke an politischer Lethargie, an politischer Einfallslosigkeit. Wir sprachen über die Erfahrung, die Führungsriege unsres Landes schläfere das Bewußtsein der Menschen bis zur völligen Bewegungs- und Gedankenlosigkeit ein. Die Überlegungen unter uns gingen munter hin und her.

Die Gruppe rankte sich um ein Ehepaar, das bereitwillig sein Zuhause für die Zusammenkünfte anbot. Der Mann wußte von der Gründung einer neuen Partei zu erzählen. Er sagte so ungefähr, aus dieser neuen Partei könne möglicherweise neuer Schwung in die öde Landschaft der bestehenden Parteien gebracht werden.

Mich hatten 2 junge Studenten ermuntert für diese Runde. Sie lernte ich kennen während eines Vortrags von Rolf Verleger.* Seit frühester Jugend bin ich politisch interessiert, aber meine Annäherungen an Parteien waren sehr ernüchternd. Meine Quintessenz daraus ist: Parteien sind das Grundübel für die Führung eines Staats. Das sagte ich freiweg in die Runde.

Was denn anderes? war die Frage an mich. Ob sie schon mal was von Michael Bakunin gehört hätten, fragte ich zurück. Von Bakunin und seinem Kollektivistischen Anarchismus? Das Wort Kollektivistischen hab ich sehr langsam ausgesprochen um dem Wort Anarchismus etwas von seiner Gefährlichkeit zu nehmen. Denn, das ist meine Erfahrung, die Leute zucken zusammen, und sehen dabei wildgewordene Zerstörer, die die Welt in die Luft sprengen. Also schob ich schnell nach: Es geht um die Freiheit des Individuums, es geht um Selbstbestimmung, es geht darum, sich nicht vom Staat gängeln zu lassen, es geht darum, seine Freiheit über alles zu setzen, zu schätzen. Im übrigen könnt Ihr euch bei Wikipedia kundig machen.


* siehe futura99phoenix vom 29. Nov. 2016

Fortsetzung folgt.

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