Archiv des Autors: Friedel Kantaut

unabhängigkeitstempel Folge 2

fach blättert zurück zum anfang. 17.03.2016 alles wird klarer. darum schreibe ich tagebuch. mein name ist kai marlow. ich bin dreiundvierzig jahre alt. ich arbeite als programmierer in einem it-unternehmen. ich werde etwas verändern. 23.04.2016 ignoranten! ich habe angefragt, ob … Weiterlesen

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unabhängigkeitstempel

Zeichnung: Rolf Hannes Der Haß als Faktor des Kampfs, der unbeugsame Haß dem Feind gegenüber, der den Menschen über seine physischen Grenzen hinaus antreibt und ihn in eine wirksame, gewaltsame, selektive und kalte Tötungsmaschine verwandelt. Unsere Soldaten müssen so sein; … Weiterlesen

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Transzendenz

Fischgräte Ich ziehe einen Fremdkörper aus meinem Rachen durchsichtig ein Zentimeter Durchmesser, Kreis immer mehr Körper rutschen nach ich greif sie spuck sie aus Ich erbreche Minidisketten Während ich meinen Rachen von neuem vom runden Material säubere lege ich eine … Weiterlesen

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Abgesang

Zeichnung mit Collage: Marianne Mairhofer Feuer für das Gestern Wasser fürs Danach Schaum geb ich meinen Schwestern Fels über meinem Sarg Geld für die Elemente Die Nahrung fürs Gerücht Berührung für Sekante und Tangente Leben für mein Überich Das Schlimme … Weiterlesen

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ANALOG

Kleinstadt – das Viertel hinter dem Stadttheater, ich wohnte allein in einem Hinterhaus am alten Judenfriedhof. Quer gegenüber in der Seitenstraße, im vierten Stock, lebten Freunde. Wenn ich irgendwann in einer Nacht ein Bild zu Ende gebracht hatte und das … Weiterlesen

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Rollkoffer

Abenddämmerung in schwarz/weiß. Ein heruntergekommenes Motel an der Landstraße. Der Wind bewegt das an Ketten aufgehängte Schild. Die Neonschrift ist dunkel, die Aufhängung quietscht. Am Tor ein handgemaltes Schild: Mitarbeiter gesucht. Ein schwarzer Wagen hält auf dem Randstreifen. Ein Mann … Weiterlesen

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Transzendenz

Fischgräte Ich ziehe einen Fremdkörper aus meinem Rachen durchsichtig ein Zentimeter Durchmesser, Kreis immer mehr Körper rutschen nach ich greif sie spuck sie aus Ich erbreche Minidisketten Während ich meinen Rachen von neuem vom runden Material säubere lege ich eine … Weiterlesen

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Morgenland

Der Dichter sitzt wieder an meinem Ostfenster, wirft lange Schatten und benutzt die Worte redundant und outsourcen. Ich übersetze. Redundant Meine Oma sagte: Doppelt gemoppelt. Seit ich dich kenne, hat die Erde eine zweite Sonne. Sie hielt ihr Handy wie … Weiterlesen

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Das Ende der Zeiten

Grafik: Friedel Kantaut Wenn ich ein Saurier wäre, würde ich heute aussterben. Der Wind heult im Abzugsloch meines Gasaußenwandofens. Dunkelbraune Rasiermesserwolken treiben vorbei. Die Sonne, stumpfweiß wie eine Steingutuntertasse im Pissoir, die um Münzen bettelt, ist nur manchmal zu sehen. … Weiterlesen

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Drei Aussichten

Wenn ich vor meinem Ostfenster sitze, habe ich drei Aussichten. Vordergrund Auf dem Fernsehapparat zwischen mir und dem Fenster steht zur Abwehr der bösen Geister ein verblühender Kastanienzweig in einem mit Wasser gefüllten Schnellkaffeeglas. Mein Mandala ist der Pixelschirm. Verurteilte … Weiterlesen

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