Argumente & Fakten 2

Collage: Marianne Mairhofer

Wir sehen mit der globalen Corona-Covid-19-Krise aktuell eine Art spontaner Ordnung unter globalen Handlungsanreizen ganz besonderer Art. Die Krise um diesen Virus wurde nicht von raffinierten, allwissend mächtig Planenden „erfunden“, sondern sie wurde „gefunden“, um nun – in ihrem Windschatten – die je selbst für geboten erachteten Projekte umzusetzen. Gelegenheit, sagt man, mache Diebe.

Krisen, weiß aber auch jeder Machtmensch, bieten herrschaftliche Gelegenheiten. Ebenso, wie es möglich ist, via Weltverschwörung alle Menschen und Staaten des Globus auf eine einheitliche Planlinie zu bringen, ist es umgekehrt auch möglich, einen einmal vorgefundenen gemeinsamen Glauben zu nutzen, um widerstandslos eigene Ziele in irgendeiner Richtung umzusetzen.

Diese vielen Ziele. die nun überall plötzlich ohne größere Probleme erreichbar sind, müssen nicht einmal zueinander passen. Es kann auch viel Widersprüchliches erfolgen.

Daß beispielsweise das Image des Diesel-Pkw nun durch die überraschenden städtischen Feldversuche mit ihren Erkenntnissen gerettet werden kann, ist den Gegnern des Individualverkehrs sicher ebenso wenig angenehm wie das offenkundig höhere Infektionsrisiko in überfüllten Bussen.

Entscheidend ist nur, in einer Massenpanik nicht gegen die allgemeine Richtung zu rennen. Eines der bekanntesten Strategeme der chinesischen Kunst heißt bekanntlich: Das Schaf mit leichter Hand (d. h. widerstandslos) wegzuführen. Und das tut man in die Richtung, in die das Schaf strebt, nicht in die andere.

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