Vernämlichung

Willi van Hengel – Vernämlichung

Aus einem fortwährenden Nicht-bei der-Sache-seyn liegt deine Zunge wie verdorrt im Mund. Du weißt nicht, wohin. Warum. Hast du dich schon mal als Verlegenheit betrachtet? Aus dir heraus eine Erinnerung frei erfunden? Als wärst du aus dem Wald bald wie ungeschält zu dir gegangen. Ich verlier mich immer zwischen ankommenden und eingefrorenen Silben: schrei nicht mehr auf/frei verlaufen wie ein Aufleben mit abgedeutetem Ausmirwerden. Frier aus den Baumstümpfen meiner nie gerodeten Kindheit. Meine Kommasetzung lässt mich nie mehr los. Ich gestatte mir nichts. Aus dem Verwirrtsein geschüttelt. Fein buchstabiert wie dein niemals unbegründeter Lungenflügel, deine aufsässige Gebärmutter, kennst du deine Vernämlichung, als ich dir den Raum nahm, den Schlaf fast aus groben Versprechungen, du hast deiner Sprache noch kein Gemüt verpasst.

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