Drosten-Studie zu PCR-Tests

Drosten-Studie zu PCR-Tests wissenschaftlich heftig umstritten

Deutsche Corona-Politik ist auf Treibsand gebaut

Ein Bericht von 22 renommierten Wissenschaftlern legt die Lunte an das bekannte Corman-Drosten-Papier zu den PCR-Tests, die Basis für die täglich vermeldeten Fallzahlen und somit auch für die immer umstrittenere Corona-Politik der Bundesregierung sind. Der neue Bericht, der Ende November bekannt wurde, weist dem Corman-Drosten-Papier 10 gravierende Fehler und inhärente Irrtümer nach. Diese lassen den SARS-CoV-2-PCR-Test in ihrer Konsequenz als völlig unbrauchbar erscheinen. Zu den Wissenschaftlern, die dieses vernichtende Urteil fällen, gehören der frühere Forschungsleiter von Pfizer, Michael Yeadon (Spezialist für Atemwege und Allergien), der Molekulargenetiker Pieter Borger, die Zellbiologin Ulrike Kämmerer sowie Fabio Franchi, ein Spezialist für Infektionskrankheiten und Präventionsmedizin. Diese Wissenschaftler kritisieren in ihrem „Corman-Drosten Review“ unter anderem ein vages und fehlerhaftes Testdesign, ein problematisches und ungenügendes PCR-Protokoll, eine fehlende Standardisierung und eine unterbliebene Validierung auf molekularer Ebene.

Nachfolgend führen wir die ins Deutsche übersetzten 10 zentralen Kritikpunkte am Corman-Drosten Papier auf. Zu den Kernpunkten der Kritik gehört ein brisanter Befund, den man im medialen Mainstream hierzulande vergebens sucht: Zum Gremium der Herausgeber der Zeitschrift Eurosurveillance, die das Drosten-Papier veröffentlichte, gehören Professor Drosten selbst und seine Mitautorin Chantal Reusken. Die Autoren des Review-Papiers sprechen hier von einem „schwerwiegenden Interessen-Konflikt“ (siehe Punkt 10). Mehr noch: Die für ein wissenschaftliches Papier erforderliche wissenschaftliche Überprüfung, der sogenannte Peer Review, blieb aus.

Drosten als Regierungsberater nicht haltbar

Wer das neue Papier liest, kommt zu dem Schluss, dass es äußerst fraglich erscheint, ob Drosten als Professor der Charité haltbar ist. Als Berater der Bundesregierung ist er untragbar geworden. In einer funktionierenden Demokratie mit kritischen Massenmedien müsste auf Basis des Review-Papiers der 22 Wissenschaftler ein Sturm aufziehen, der die gesamte Corona-Politik in Berlin und in den Bundesländern zum Einsturz bringt. Doch davon ist nichts zu sehen. Im Gegenteil, wie die gerade verschärften Maßnahmen zeigen.

Übrigens: Die 22 Gutachter haben am 27. November die Rücknahme der Studie beim Magazin Eurosurveillance beantragt. Ihr Fazit ist vernichtend: „Angesichts der hier vorgestellten wissenschaftlichen und methodischen Mängel sind wir zuversichtlich, dass die Redaktion von Eurosurveillance keine andere Wahl hat, als die Veröffentlichung zurückzuziehen“.

 Hier nun die übersetzten 10 Punkte aus dem Papier:

1. Es gibt keinen bestimmten Grund, die extrem hohen Primerkonzentrationen in diesem Protokoll zu verwenden. Die beschriebenen Konzentrationen führen zu erhöhten unspezifischen Bindungen und PCR-Produktamplifikationen, was den Test als spezifisches Diagnosewerkzeug zur Identifizierung des SARS-CoV-2-Virus ungeeignet macht.

2. Sechs nicht spezifizierte, wackelige Positionen führen zu einer enormen Variabilität in den realen Laborimplementierungen dieses Tests. Die verwirrende, unspezifische Beschreibung im Corman-Drosten-Papier ist nicht als Standard-Laborprotokoll geeignet, sodass der Test als spezifisches Diagnosewerkzeug zur Identifizierung des SARS-CoV-2-Virus ungeeignet ist.

3.Der Test kann nicht zwischen dem gesamten Virus und viralen Fragmenten unterscheiden. Daher kann der Test nicht als Diagnose für intakte (infektiöse) Viren verwendet werden, sodass der Test als spezifisches Diagnosewerkzeug zur Identifizierung des SARS-CoV-2-Virus und zur Schlussfolgerung über das Vorhandensein einer Infektion ungeeignet ist. {Dazu hätte eine bestimmte Zyklusanzahl (Ct-Wert) in einer Validierung ermittelt werden müssen.

4. Eine Differenz von 10 ° C in Bezug auf die Anlagerungstemperatur Tm für das Primerpaar 1 (RdRp_SARSr_F und RdRp_SARSr_R) macht den Test auch als spezifisches Diagnosewerkzeug zur Identifizierung des SARS-CoV-2-Virus ungeeignet.

5. Ein schwerwiegender Fehler ist das Weglassen eines Ct-Werts, bei dem eine Probe als positiv und negativ betrachtet wird. Dieser Ct-Wert wird auch nicht in Folgeeinreichungen gefunden, sodass der Test als spezifisches Diagnosewerkzeug zur Identifizierung des SARS-CoV-2-Virus ungeeignet ist.

6. Die PCR-Produkte wurden auf molekularer Ebene nicht validiert. Diese Tatsache macht das Protokoll als spezifisches Diagnosewerkzeug zur Identifizierung des SARS-CoV-2-Virus unbrauchbar.

7. Der PCR-Test enthält weder eine eindeutige Positivkontrolle zur Bewertung seiner Spezifität für SARS-CoV-2 noch eine Negativkontrolle zum Ausschluss des Vorhandenseins anderer Coronaviren, sodass der Test als spezifisches Diagnosewerkzeug zur Identifizierung des SARS-CoV-2 Virus ungeeignet ist.

8.Das Testdesign im Corman-Drosten-Papier ist so vage und fehlerhaft, dass man in Dutzende verschiedener Richtungen gehen kann. Nichts ist standardisiert und es gibt keine SOP. Dies stellt die wissenschaftliche Validität des Tests in Frage und macht ihn als spezifisches Diagnosewerkzeug zur Identifizierung des SARS-CoV-2-Virus ungeeignet.

9. Höchstwahrscheinlich wurde das Corman-Drosten-Papier nicht von Experten begutachtet, sodass der Test als spezifisches Diagnosewerkzeug zur Identifizierung des SARS-CoV-2-Virus ungeeignet war.

10. Wir stellen schwerwiegende Interessenkonflikte für mindestens vier Autoren fest, zusätzlich zu der Tatsache, dass zwei der Autoren des Corman-Drosten-Papiers (Christian Drosten und Chantal Reusken) Mitglieder der Redaktion von Eurosurveillance sind. Am 29. Juli 2020 wurde ein Interessenkonflikt hinzugefügt (Olfert Landt ist CEO von TIB-Molbiol; Marco Kaiser ist Senior Researcher bei GenExpress und fungiert als wissenschaftlicher Berater für TIB-Molbiol), was in der Originalversion nicht deklariert wurde (und immer noch ist); TIB-Molbiol ist das Unternehmen, das als „erstes“ PCR-Kits (Light Mix) auf der Grundlage des im Corman-Drosten-Manuskript veröffentlichten Protokolls herstellte und diese PCR-Test-Kits nach eigenen Angaben vor der Veröffentlichung verteilte; Victor Corman & Christian Drosten haben ihre zweite Zugehörigkeit nicht erwähnt: das kommerzielle Testlabor „Labor Berlin“. Beide sind dort für die Virendiagnostik verantwortlich und das Unternehmen ist im Bereich der Echtzeit-PCR-Tests tätig.

In Anbetracht unserer erneuten Prüfung des im Corman-Drosten-Papier beschriebenen Testprotokolls zur Identifizierung von SARS-CoV-2 haben wir Fehler und inhärente Irrtümer festgestellt, die den SARS-CoV-2-PCR-Test als unbrauchbar erscheinen lassen.

Das Fazit unserer Redaktion:

Auf dieser empörend wackligen Grundlage werden wir nun seit bald einem Jahr eines großen Teils unserer Freiheitsrechte beraubt. Deutsche Gerichte sollten das tun, was die Richter am Berufungsgericht in Lissabon bereits veranlasst haben. Ein Urteil zu fällen, das die PCR-Tests als unzuverlässig erklärt und die darauf aufbauenden politischen Maßnahmen als illegal verurteilt. Ob die deutsche Demokratie noch funktioniert, muss sich genau an diesem Sachverhalt nun erweisen. Die Hoffnungen sind allerdings minimal.

Übrigens: auch in den USA gibt es unter Forschern mittlerweile erhebliche Zweifel an der Test-Strategie in Deutschland.

  Markus Gärtner studierte Politik und VWL in München als Stipendiat der Konrad Adenauer Stiftung. Ein Jahr lang arbeitete er für Dick Cheney im US-Kongress. Dann war er 30 Jahre lang Journalist, darunter Finanzreporter der ARD in Frankfurt und China-Korrespondent des Handelsblatts in Peking. Irgendwann während der Finanzkrise schluckte er die Rote Pille, stieg aus der Matrix aus und verließ den Medien-Stream. Seit Oktober 2018 ist Chefredakteur von PI Politik Spezial.

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