68er-Legende Langhans zu Impfprivilegien

68er-Legende Langhans zu Impfprivilegien: Ich brauche den Scheiß nicht.

Ex-Kommunarde nimmt kein Blatt vor den Mund.

Die politischen Fronten in Deutschland sind völlig durcheinandergeraten. Jahrzehntelang galten die „Linken“ als diejenigen, die gegen staatlichen Zwang und Vorschriften kämpfen. Historisch mag das ein Irrweg in Deutschland gewesen sein. Denn von ihren Grundideen her sind die Linken natürlich eher für mehr Staat. Aber der deutsche „Sonderweg“ ist heute vorbei. Oder, die andere Erklärung: Die alte deutsche Linke ist nicht die neue deutsche Linke. Welche Erklärung man für zutreffender hält, sei jedem selbst überlassen.

Fakt ist: Dass die „Antifa“ heute für den Staat auf die Straße geht, und zwar gegen diejenigen, die sich gegen staatlichen Zwang richten, ist ein Treppenwitz der Geschichte. Angeblich soll sich die französische Antifa auch über die vermeintlichen Kollegen in Deutschland echauffieren. Und alterprobte Linke nennen ihre vermeintlichen Nachfolger gar „Fake-Antifa“ und sprechen von missbrauchten Kindern (siehe auch Beitrag hier).

Jetzt ist die deutsche Wirr-Geschichte um eine kleine Nuance reicher: Während die Merkel-Antifa mit Parolen wie „Wir impfen euch alle“ gegen Gegner der Corona-Impfung auf die Straße geht, stellt sich eine der Legenden der deutschen Linken auf die andere Seite der Barrikaden. 68er-Ikone Rainer Langhans ließ sich von Christa Ritter, einer der Frauen, mit denen er locker zusammenlebt, in einem Tiktok-Video aufnehmen. Darin tut er seine Meinung zum Impfen kund. Und während heute viele „Linke“ oder solche, die sich dafür halten und ausgeben, stramm auf Linie sind, bleibt sich der Alt-Hippie treu und hat kein Verständnis für staatlichen Druck und Zwang: „Geimpft? Wehe nicht. Und wenn nicht, dann werdet ihr von allem Normalen zunehmend ausgeschlossen. Ja, wunderbar! Endlich! Ich brauch doch den ganzen Scheiß nicht, in den ich als Geimpfter nur noch reindarf. Danke!“

Das sitzt. Und ist eine Ohrfeige für die vielen Impf-Fetischisten aus dem linken Lager. Wobei auch dieses gespalten ist. Während etwa die Partei „Die Linke“ stramm auf Regierungskurs ist, wie mir ihre Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow vor einigen Monaten auf Nachfrage auf der Bundespressekonferenz selbst versicherte, ist Linken-Alt-Chef Oskar Lafontaine einer der prominentesten und lautesten Kritiker der Corona-Politik – gemeinsam mit seiner Ehefrau Sahra Wagenknecht. Was die Eingangsthese belegt, dass Corona die politischen Fronten völlig durcheinandergebracht hat. Mit absurden Auswüchsen – Corona-Lautsprecher wie der Journalist Tilo Jung bezeichnen Kritiker der Maßnahmen gebetsmühlenartig als „rechtsradikal“. Und offenbaren damit eine völlige politische Orientierungslosigkeit. Die einzige Orientierung scheint bei vielen die Regierungslinie zu sein.

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