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Monatsarchive: Oktober 2015
Das Haar
Sie schlief mit geöffnetem Mund, ihre bleichen Arme ausgestreckt auf der Decke. Ihr Atem ging schwer, das Haar war dünn und licht. Auf der Kopfhaut war der kleine Schmetterling zu sehen, den sie sich vor ein paar Jahren hatte tätowieren … Weiterlesen
zwischenzeit
Foto: Ursula Gressmann das leuchten grauverschleiert nebelschwaden modrig der geruch von gestern und vorgestern so fern der himmel nass und braun das laub auf den straßen worte verschwinden wie flügelschläge im wind ich kenne noch nicht alle lieder
Die Lüge der geschönten Rede
Alle könnten es wissen: die meisten der täglich zu uns strömenden Flüchtlinge kommen nicht, weil sie um ihr Leben fürchten, sie kommen, weil sie sich ein besseres Leben versprechen. Dieser Wunsch ist legitim. Viele rund um den Erdball wünschen sich … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Essay, Politik, Schicksal
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Herbstnachmittag
Es dunkelte bereits, als er vorüberging. Ein Oktobernachmittag um halb vier. Sie sah seinen entschlossenen Blick und seine hängenden Schultern, die Staubkörner auf seinem glänzenden Hut, den er zog , als Frau Dunlacher ihm entgegen kam. Er grüßte ohne zu … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Lebensart, Literatur, Schicksal
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weiß
Kohlenstaubzeichnung: Marlies Blauth weiß weinerlich trinke ich unseren schmerz er sickert im takt abgestoßener worte verdammt dass unsere zeit sich aufgelöst hat in meinem glas schwimmt die erinnerung wie tote beute
Hilfsorganisationen 5
Zeichnung: Rolf Hannes Die beiden Frauen, Bertha und Anna, unterhalten sich weiter. B: Säh die Welt nicht noch schlimmer aus ohne die Hilfsorganisationen? A: Nein. Man müßte sie verbieten, sie überflüssig machen. B: Sind sie so schädlich wie die Entwicklungshilfe? … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Hilfsorganisationen, Politik, Schicksal
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Versuch über den Poetry-Slammer
Wikipedia: Ein Poetry Slam (sinngemäß: Dichterwettstreit oder Dichterschlacht) ist ein literarischer Vortragswettbewerb, bei dem selbstgeschriebene Texte innerhalb einer bestimmten Zeit einem Publikum vorgetragen werden. Die Zuhörer küren anschließend den Sieger. Ausschlaggebend ist dabei, dass der Textvortrag durch performative Elemente und … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Essay, Literatur, Scherz und Satire, Sprache
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Schön irrsinnig
Foto: Ursula Gressmann Schön irrsinnig, schnell wieder in den Moment einer Spur, die nach mehr verlangt, in den Trauben hängen, wie damals aus den langen Nächten sich aus dem Leben löffeln Gestalt annehmen und so tun als wärst du nicht … Weiterlesen
Hilfsorganisationen 4
Zeichnung: Rolf Hannes Die beiden Frauen, Anna und Bertha, unterhalten sich weiter. A: Schauen Sie. Mit den karitativen Einrichtungen ist es wie mit der Mutter Teresa. B: Was ist denn mit der? A: Die hat aus Hindukindern katholische Kinder gemacht. … Weiterlesen
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Verschlagwortet mit Dummheit, Hilfsorganisationen, Persönlichkeiten
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Liebe
Sie besuchte ihn immer mal wieder. Er sprach nicht viel, wenn sie kam, aber stets hieß er sie willkommen. Da sie zu den Menschen zählte, die Stille nur schwer ertragen konnten, hatte sie mit der Zeit und über den Kaffeetisch … Weiterlesen
Veröffentlicht unter Allgemein, Innenleben
Verschlagwortet mit Innenleben, Lebensart, Literatur, Schicksal
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