Henryk M. Broder rechnet ab.

Henryk M. Broder rechnet mit dem eignen Berufsstand ab.
(übernommen von Boris Reitschuster)

Es ist ein großes Privileg, umso mehr in so verrückten Zeiten, wenn man sich mit einem so brillanten Geist wie Henryk M. Broder austauschen kann. Er glänzt mit glasklarem Verstand ebenso wie mit messerscharfem Intellekt und umwerfendem Humor. Gespräche mit ihm sind ein Genuss für Geist, Seele und Herz. Umso schöner, dass ich nun eines davon aufzeichnen konnte und Sie daran teilnehmen lassen kann – jetzt in meinem neuesten Video. Broder erzählt darin, warum er sich selbst angezeigt hat wegen seiner Aussage „Wenn ihr euch fragt, wie es damals passieren konnte: weil sie damals so waren, wie ihr heute seid.“ Er erzählt, was er davon hält, dass seine Videos jetzt von Youtube gelöscht wurden, und wie er damit umgeht, dass ihm die Bundespressekonferenz die Aufnahme verweigert hat, mit dem Hinweis, die Satzung schreibe „eine weit überwiegende Korrespondententätigkeit über Bundespolitik vor, die hauptberuflich ausgeführt werden muss“ vor – was im Falle von Broder nicht der Fall sei. Broder erklärt nun, warum das so ist – mit einem bahnbrechenden Geständnis. Wie immer habe ich das Video für Sie im zensurfreien Internet hochgeladen statt auf der Zensurplattform Youtube – sehen Sie es sich hier auf Rumble an*.

* Eigeninitiativ suchen, da die Zensur es für futura99phoenix sperrt.

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Zechprellerei

Zechprellerei der Sozialkassen – Medien schauen weg.

“Die Sozialversicherungskassen bluten für die schwarze Null“, las man am 17. November auf der Webseite “Seniorenaufstand“. Der Vorwurf war schwerwiegend: Die “Finanzminister begehen Zechprellerei.“ Es geht um 37 Milliarden Euro. Der Bericht enthielt schwere Vorwürfe gegen die Medien: “Die Rentenversicherungsbeitragszahler finanzierten der Bundesregierung im Jahr 2020 einen Schattenhaushalt von 37 Milliarden Euro. Das ist aber völlig belanglos – findet jedenfalls die Presse in diesem Land. Stattdessen wird über angebliche Überlastungen der Jungen durch die Altersversorgung breit berichtet. Faktenfreiheit und Falschfakten beherrschen die Medien. Im Oktober veröffentlichte die Deutsche Rentenversicherung (DRV) eine Bilanz „Nicht beitragsgedeckte Leistungen und Bundeszuschuss 2020“. Daraus wird deutlich: die nicht beitragsgedeckten Leistungen (hin und wieder auch „versicherungsfremd“ genannt), betrugen 112,4 Milliarden Euro. Dafür überwies der Bund eine Summe von lediglich 75,3 Milliarden Euro. Die Deckungs-lücke von 37,1 Milliarden Euro wurde aus Beitragsgeldern geschlossen … die Finanzminister führen seit 1957 Schattenhaushalte, die aktuell dramatisch ansteigen. Das wird durch die “Aktion Demokratische Gemeinschaft“ (ADG) seit Jahren genau aufgerechnet.“

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Boris Reitschuster zum neuen Jahr

„Es kann nur noch besser werden“ – das schrieb ich heute vor einem Jahr. Und ich habe mich wohl selten so getäuscht. Die Schlussfolgerung, die sich aus diesem Irrtum aufdrängt, ist so ungeheuerlich, dass ich kaum wage, sie niederzuschreiben: Dass auch jetzt noch viel Luft nach unten ist und es noch einmal viel schlechter kommen könnte. Viele Leute, die ich für klug halte, gehen davon aus. Aber ich möchte sie nicht mit so einer negativen, ja fast schon defätistischen Note ins neue Jahr begleiten.

Wir leben in einer Zeit großer, historischer Umbrüche – zumindest darüber sollten wir uns über alle politischen Grenzen hinweg inzwischen einig sein. Und solche Zeiten gehen nie ohne größere Verwerfungen vonstatten. Das wird immer noch von vielen verdrängt, so mein Eindruck. Viele glauben, nach Corona gäbe es ein Zurück. Aber die Zerstörungen, die angerichtet wurden, wirtschaftlich, finanzpolitisch, gesellschaftlich, aber auch menschlich und psychisch, sind gewaltig. Viel spricht dafür, dass es unser Vorstellungsvermögen übersteigt, sie auszumalen.

Aber solche Veränderungen können immer auch eine Katharsis sein, also eine Läuterung, und damit ein Neubeginn. Oder besser: eine Rückbesinnung. Auf Altbewährtes, auf Traditionen, auf Grundregeln unseres Zusammenlebens und unserer Zivilisation, auf die Aufklärung, auf unsere Wurzeln. Kulturrevolutionäre, die von Ideologie besessen die Welt retten wollen, haben die Oberhoheit über die Politik erkämpft und versuchen, unsere Gesellschaft von oben umzukrempeln. 

Ob Gender-Sprache, eine ideologische statt realistische Einwanderungspolitik, die Zerstörung der Familie, die freie Wählbarkeit des Geschlechts, der Wahn, von Deutschland aus das Weltklima retten zu können oder einen Virus mit „Null-Covid“ in die Schranken zu weisen: Politiker, Journalisten, Aktivisten und andere „Wichtige“ aus einer Generation, die nie historische Verwerfungen erleben musste wie die vorherigen, die im Krieg oder der harten Nachkriegszeit aufgewachsen ist, hat sich in Wohlstandsverwahrlosung von der Realität abgekoppelt. Ein krasses Beispiel dafür ist die Blase in den schicken Vierteln Berlins, die mit der Lebenswirklichkeit der meisten Menschen in diesem Land nichts zu tun hat.

Die russische Revolution, die eigentlich ein Putsch war, hat ihr Land für 70 Jahre ins Unglück gestürzt (strenger genommen eigentlich bis heute, also für mehr als 100 Jahre). Heute leben wir in Zeiten des Internets und der sozialen Netzwerke, und Lenins geistige Urgroßneffen sind aus anderem, um ein Vielfaches weicherem Holz geschnitzt als der Revolutionsführer; Gott sei Dank erscheint ein neuer „roter Terror“, wie man die Ermordung von Millionen Andersdenkenden fast schon beschönigend nennt, heute undenkbar. Psychoterror gegen Menschen mit anderer Meinung und Umerziehungsversuche sind dagegen allgegenwärtig.

Meine Überzeugung ist, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland geerdet ist und mit beiden Beinen fest auf den Tatsachen der Realität steht. Bisher haben viele von ihnen die kleine Minderheit von Ideologen und Kulturrevolutionären stillschweigend gewähren lassen. Oft aus Bequemlichkeit oder Desinteresse. Ein Nebeneffekt der Corona-Politik ist jedoch, dass immer mehr Menschen kritische Fragen stellen. Zunächst sich selbst und dann anderen.

Je stärker der Staat die Daumenschrauben anzieht, je heftiger die Lüge und die Verleumdung von Andersdenkenden, je absurder die Maßnahmen, umso dünner wird die Luft für die Ideologen – wie bereits jetzt die regelmäßigen Proteste in unzähligen deutschen Städten zeigen. Auch wenn die Gefahr des weiteren Abgleitens in den Autoritarismus leider nicht von der Hand zu weisen ist – ebenso deutlich ist die Chance, dass die Gesellschaft die Notbremse zieht und es dann eine Rückkehr zu den Werten des Grundgesetzes und zu der alten Bundesrepublik gibt, vor ihrer schleichenden DDRisierung im Schafspelz in 16 Jahren Angela Merkel.

In diesem Sinne – Ihnen allen, liebe Leserinnen und Leser, ein besseres neues Jahr! 

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Koinzidenz

Hin und wieder beschäftigt mich das Phänomen der Koinzidenz. Das ist das Zusammentreffen des Gleichen aus unterschiedlicher Quelle. Und das mit verstandesmäßig unnachvollziehbarer Präzision.

Zwei solcher Koinzidenzen erinnere ich aus meiner Erfahrung. Die erste spielt in der Zeit meiner Lehre in der Herderschen Buchhandlung in Köln. Alle Angestellten konnten sich zum Weihnachtsgeschenk 2 Bücher wünschen. Das freiburger Verlagshaus verschickte umfangreiche Listen, und unter den tausenden von Titeln suchte sich jeder 2 aus. Die Bestellung erfolgte auf Karten, die jeder für sich ausfüllte. Kurz vor dem 24. Dezember trafen die Päckchen in Köln ein. Und an einem Vorweihnachtstag also erhielt ich mein Päckchen und freute mich über meine neuen Bücher. Es waren Hemingways Der Ate Mann und das Meer und die Geschichte der Philosophie von Hirschberg. Ich hatte sie am Eck eines Tischs hingelegt, der den Lehrlingen in Ermangelung eines festen Arbeitsplatzes vorbehalten war. Herr B., einer der älteren Buchhandler des Hauses, sieht sie dort, nimmt sie auf und sagt verwundert: Da sind ja meine Bücher. Und geht zu seinem Schreibtisch. Ich folgte ihm, um ihm zu erklären, dies seien meine Bücher.

Es stellte sich heraus: wir hatten uns unter all den vielen Büchern die gleichen ausgesucht.

Die 2. Geschichte geschah in Basel. Ich hatte, als ich mit dem Kunststudium begann, alle meine Werkzeuge mit einem Monogramm versehen, um den mißlichen Verwechslungen, denen man in einer Klasse mit 20 Schülern ausgesetzt ist, vorzubeugen. Das Monogramm bestand aus zwei parallel verlaufenden Strichen: ⁄ ⁄. Ursprünglich hatte ich vor, ein H als Zeichen zu wählen. Ich ließ es aber bei den beiden Strichen (Hunderttausende Namen beginnen mit einem H). Also ritzte ich auf die Griffe meiner Stechbeitel, Hämmer, Pinsel, Feilen dieses Monogramm.

Zwei Jahre später trat ein Mädchen in unsere Klasse ein. Eines Tags wollte ich ein bestimmtes Werkzeug zurückbekommen, von dem ich annahm, es ihr geliehen zu haben. Ich fand es auf ihrem Maltisch und wollte nichts mehr, als es mitnehmen. Sie sagte: Das gehört mir und zeigte mir ihr Zeichen. Auf all ihren Werkzeugen hatte sie zwei parallel laufende Striche eingeritzt. Sie sagte, sie hätte dieses Zeichen seit Jahren. Erst war ich einigermaßen verwirrt, auch das Mädchen war verwundert, als ich ihr mein Werkzeug zeigte.

Ich überlegte damals, es müsse wahrscheinlich öfter die gleichen Besitzerzeichen geben. Aber bis heute ist mir dieses Zeichen nie mehr begegnet.

Das, was mich beschäftigt und fasziniert, ist nicht so sehr die Gleichzeitigkeit des Selben, es ist vielmehr die Geschichte des Aufeinandertreffens. Es sind diese 20, 30, 40 Sekunden, in denen etwas sehr Merkwürdiges, ja Geheimnisvolles geschieht.

Für Sekunden gerinnt die Zeit in ein Spiegelbild. Das Geschehen wird aufgesogen in eine rotierende Scheibe, worin alle Punkte, dank einer unendlich schnellen Bewegung, stillstehn. Der Spiegel fällt auf das Gespiegelte und wird eins mit ihm. In unendlich feiner Annäherung von Spiegelbild und Gespiegeltem verflüchtigt sich der Gegenstand. Im verwirrten Kopf dessen, der das in einem Ausnahmezustand begreifend nicht begreift.

Mir ist klar, diejenigen, die in der höheren Quanten-Physik bewanderter sind als ich, werden vielleicht lächeln über meine Gedanken.

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Vorwärts Genossen!

Immer wenn man denkt, das Maß an Absurdität der Coronafans in Politik und Medien ist nicht mehr zu übertreffen, wird man eines Besseren belehrt. Während der Schwindel mit den Inzidenzmeldungen auffliegt, die Vakzine sich mit jedem Tag als untauglicher erweisen, während die sogenannten Corona-Maßnahmen, die uns gegen das Virus schützen sollen vor Widersinnigkeit nur so strotzen, werden politischer Druck und mediale Propaganda gesteigert was das Zeug hält.

Den vorläufigen Höhepunkt der nach oben offenen Peinlichkeitsskala haben in Thüringen die Thüringer Allgemeine, früher Organ der SED-Bezirksleitung „Das Volk“ und Ministerpräsident Bodo Ramelow von der viermal umbenannten SED erklommen. Während in dutzenden Thüringer Städten und Gemeinden immer mehr Menschen, inzwischen zu tausenden, auf die Straße gehen, machte die TA am 8. Januar mit dem Titel auf:

„Mehrheit der Thüringer steht zu den Corona-Maßnahmen – Illegaler Protest im Größenvergleich“. Garniert wurde das überdimensionale Schaubild mit einem Kommentar: „Impfen als Demonstration“. Damit ist die Zeitung endgültig auf dem Niveau von Mai 1989 angekommen, als „Das Volk“ verkündete, 98,85% der Wahlberechtigten hätten in der Kommunalwahl die Parteien der Einheitsliste der Nationalen Front gewählt. Es war bekanntlich der Anfang vom unmittelbaren Ende der DDR.

Impfen als Demonstration? Glaubt die TA wirklich, was sie da schreibt, oder hält sie sich heimlich an das Credo der smarteren FDJ-Funktionäre, nicht auf die eigene Propaganda hereinzufallen? Wir müssen uns nicht mit den Befindlichkeiten der Corona-Propagandisten aufhalten.

Die Impfquote mit immer noch nur für den Notfall zugelassenen Vakzinen hat andere Gründe, als die Corona-Politiker zu unterstützen. Sie ist das Ergebnis inzwischen fast zweijähriger Panikmache von Politik und Medien, die maßlose Angst geschürt hat. Wer sich nicht aus Angst vor Ansteckung impfen lässt, tut es, um nicht vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen zu werden. Die Menschen wollen endlich wieder in Ruhe ihr Leben genießen. Leider müssen sie immer wieder feststellen, von Politik und Medien werden sie nach Strich und Faden belogen. Weder schützt eine zweifache Impfung zuverlässig gegen Ansteckung und Krankheit, wie anfangs versprochen wurde, noch kann man sich „freiimpfen“, wie eine sächsische Ministerin sich geschichtsvergessen ausdrückte.

Die von der Politik geraubten Freiheitsrechte erlangt man nicht durch braves Impfen zurück. Im Gegenteil. Die neuesten Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz, ein Gremium, das sich selbst ermächtigt hat, lauten, auch Geimpfte müssen sich testen lassen, wenn sie ein Restaurant besuchen wollen. In manchen Kulturstätten gilt nicht nur 2G+, sondern auch noch FFP2-Maskenpflicht während der Veranstaltung.

Impfen ist das Ergebnis von Panikmache und Erpressung. Daraus kann und darf man keine Zustimmung zur Corona-Politik ableiten. Wer es dennoch tut, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht verstanden zu haben, welche Aufgabe die Medien in einer Demokratie haben. Sie sollen als vierte Gewalt die Regierung kontrollieren und kritisieren. Stattdessen agiert die TA wie eine inoffizielle Regierungssprecherin.

Der Dank von Ministerpräsident Ramelow blieb nicht aus. Ramelow hatte nur vergessen, dass die seligen Tage der DDR vorbei sind, in denen Regierungshuld für klassenbewusstes, heute politisch korrektes, Medienverhalten offen artikuliert wurde. Wie sehr sich Ramelow verkalkuliert hat, kann man sehen, wenn man sein Twitter-Account besucht und die Kommentare liest. Es werden ihm sogar SED-Zentralorgans-Titelseiten gepostet. Zur freundlichen Erinnerung: wer den Schaden hat, muss für den Spott nicht sorgen.

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EU für Kernkraft

Die EU begrüsst neuerdings die Kernkraft. Den deutschen Grünen kommt der Gründungs-Mythos abhanden.

Von Matthias Matussek

Dieser Vorstoss aus Brüssel hat das grüne Lager heftig erschüttert: Die EU erkannte, sicher unter französischem Einfluss, dass die emissionsfreie Kernenergie doch die klimafreundlichste Art der Stromgewinnung ist. Aus dem Slogan «Atomkraft? Nein danke!» soll nun europaweit «Atomkraft, ja bitte!» werden, womit sich der grüne Gründungsmythos pulverisiert hätte.

Es war ja die Angst vor dem Atomtod, die dieses grüne Kernthema jahrzehntelang bewirtschaftet hatte. Nun allerdings hat sich die Angst vor dem Klimatod als Träger der grünen Agenda nach vorne geschoben, und wir sehen plötzlich zwei Ängste, die um Geltung kämpfen und den grünen Gemütshaushalt tüchtig durcheinanderwirbeln.

Die Parteigranden toben gegen Kommissionspräsidentin von der Leyen mit dem Vorwurf, sie «zerstöre die Glaubwürdigkeit des Öko-Siegels», was immer das bedeuten mag. Und die Grüne Jugend will Europa nun gar nicht mehr. Ihr Häuptling Timon Dzienus nennt die Behauptung, dass die Atomenergie emissionsfrei und sicher sei, eine «dreckige Lüge». Und das alles nur wenige Wochen, nachdem sich die frischgebackene Aussenministerin Annalena Baerbock (blaues Plissee-Kleid, dezent geschminkt) als «truly European» in Brüssel vorgestellt hat.

Nun hat von der Leyen ausnahmsweise recht. Mittlerweile ist eine neue Generation von Kernkraftwerken am Start, die keinen radioaktiven Müll mehr hinterlassen. Die Deutschen, einst das Land der Ingenieure, haben sich auf politischen Druck aus der Kernkrafttechnologie verabschiedet, sie werden in Zukunft teuer für französischen Atomstrom bezahlen, und der Konsument ballt die Faust in der Tasche.

Die Grünen indes werden sich programmatisch neu erfinden müssen.

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Grünes Europa? Nein: Armes Europa! Folge 3

Die Rache der fossilen Energieträger:

In alternativen Medien im Internet wird das Versagen der Energiepolitik deutlich thematisiert. “Das Grüne Europa schielt wieder nach der Kohle“, schmunzelt Michael Fumento im US-Blog “American Institute for Economic Research.“ Aber selbst im medialen Mainstream, zumal in Finanzpublikationen, wo Zahlen (noch) mehr zu sagen haben als Ideologie, wird der Ton deutlicher. “In einer Welt, die den Klimawandel bekämpft, kommt jetzt die Rache der fossilen Energieträger“, titelte am 10. Oktober Bloomberg.

Das Fazit in dem Artikel lautete so: “In Europa, wo Elektrofahrzeuge immer beliebter werden, boomt der Verkauf von Benzin und erreicht in einigen Ländern ein 10-Jahres-Hoch. In den Entwicklungsländern, von Brasilien bis China, ist der Erdgasverbrauch höher als je zuvor. Der weltweite Energiehunger kollidiert mit dem begrenzten Angebot, das seinerseits das Ergebnis einer Reihe von Faktoren ist und die Strompreise in vielen Ländern in die Höhe schnellen lässt. Alles zusammen-genommen erreicht die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen bereits wieder das Niveau vor der Pandemie, was bedeutet, dass auch die Emissionen steigen. Bei den derzeitigen Trends wird der kombinierte Verbrauch von Kohle, Erdgas und Erdöl bis Mitte 2022 wahrscheinlich einen historischen Höchststand erreichen.“

Wir nähern uns dem Punkt, vor dem es den Klima-Apologeten graust: die wachsende Bedrohung durch einen großen Blackout und die Inflation, die sich an Tankstellen deutlicher als anderswo zeigt, höhlt die noch verbliebene Unterstützung für die radikale und zunehmend autoritäre Klimapolitik aus und mobilisiert immer mehr Kritiker. In Deutschland, wo die Grünen gerade eines ihrer besten Wahlergebnisse eingefahren haben und dabei sind, der kommenden Koalitions-Regierung ihren energiepolitischen Stempel aufzudrücken, ist die laufende Energiekrise nicht nur ein Wink, wohin ideologisch betriebene und überstürzte Politik führen kann, sondern auch ein brisantes Omen: selbst moralisierende und mit Brachialgewalt gegen jede Vernunft durchgesetzte Energiepolitik hat eherne Grenzen und muss scheitern.

Markus Gärtner studierte Politik und VWL in München als Stipendiat der Konrad Adenauer Stiftung. Ein Jahr lang arbeitete er für Dick Cheney im US-Kongress. Dann war er 30 Jahre Journalist, darunter Finanzreporter der ARD in Frankfurt und China-Korrespondent des Handels-blatts in Peking. Irgendwann während der Finanzkrise schluckte er die Rote Pille, stieg aus der Matrix aus und verließ den Medien-Mainstream. Seit Oktober 2018 ist er Chefredakteur von PI Politik Spezial.

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Grünes Europa? Nein: Armes Europa! Folge 2

Peak Oil steht erst noch bevor.

Europäische Versorger betteln in Russland um mehr Kohle, in den USA um mehr Erdgas. Doch die Import-Nachfrage in China steigt ebenfalls rasch an. Die Führung der KP in Peking hat die Staatsbanken angewiesen, bevorzugt Kredite an den Kohlebergbau zu vergeben. Auch die Nachfrage nach Öl, das in dieser Energiekrise zunehmend als Substitut für Gas und Kohle dient, steigt deutlich. Aber die OPEC hat zusammen mit anderen Lieferanten wie Russland am 4. Oktober eine höhere Förderung abgelehnt. Im vergangenen Jahr munkelte Bernard Looney, der Chef von BP, Corona habe möglicherweise Peak Oil herbeigeführt. Doch im August des laufenden Jahres sagte BP das Erreichen des Vor-Corona-Hochs für die zweite Jahreshälfte vorher.

Das Gegenteil dessen, was uns ausgetrieben werden soll:

All das führt, während unsere Politiker die Karbon-Zügel jetzt noch stärker anziehen und CO2 noch deutlich höher bepreisen wollen, zu rasch weiter steigenden CO2-Emissionen, also das genaue Gegenteil dessen, was uns von Zeitgeist-Politikern mit der ruinösen Energiepolitik und dem Kampf gegen die Mobilität als die Lösung für den Klimawandel verkauft wird.

Die Internationale Energie Agentur schätzt, dass der CO2-Ausstoß in diesem Jahr den zweitgrößten Zuwachs aller Zeiten erreichen wird. Im kommenden Jahr wird dieser Prognose zufolge dann ein neuer historischer Rekord aufgestellt, trotz aller Beteuerungen von Regierungen, den Ausstoß zu reduzieren. Die Frage nach der Nachhaltigkeit diverser Klima-Vereinbarungen wird in der Folge immer offener und lauter gestellt.

Schluß Folgt morgen.

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Grünes Europa? Nein: Armes Europa!

Das grüne Europa wird gerade von der Realität vorgeführt

In Berlin wird ein schmerzhaft teures und für viele Menschen existenzgefährdendes Klima-Großpaket geschnürt. Derweil erzwingen die Folgen miserabler Energiepolitik eine Abkehr von der grünen Agenda.

“In Berlin wird sondiert, um dann zu verhandeln. Gleich, ob Ampel oder Jamaika – ist das wirklich ein Ringen um die Zukunft des Landes? Oder wird da ausgehandelt, wer den Vertrag über den Abriss erhält? Eine Zukunftsperspektive ist jedenfalls nicht wirklich im Angebot.“ Diese Sätze konnten wir am 13. Oktober auf RT.de lesen. Die Schlagzeile lautete: “Ampel oder Jamaika: alle Wege führen in die Irre.“

Kein Wunder, dass Youtube im Oktober die Kanäle von RT Deutsch löschte. Denn wer so tief den Finger in die Wunde legt, könnte ja die Wähler, die trotz verheerender Politik auch bei der Bundestagswahl 2021 bei der Mainstream-Stange geblieben sind, beunruhigen. Und das will der linke Zeitgeist auf keinen Fall riskieren.

Vor allem (aber nicht nur) in der Energiepolitik steht dabei viel auf dem Spiel. Es geht um die Klima-Agenda, die durch die ausgebrochene Energiekrise – manifestiert in eskalierenden Preisen, einer großen Knappheit und dem Näherrücken zerstörerischer Blackouts – als das vorgeführt wird, was sie ist: eine ideologisch geprägte Politik, die den Energiemarkt schneller als von der Vernunft geboten, ja mit der Brechstange dekarbonisieren will und dabei auf Realitäten und Menschen wenig bis gar keine Rücksicht nimmt.

Die Energie-Utopie kommt unter die Räder:

Den Menschen, auch und vor allem in Europa, wird seit Jahren durch die politische Kaste und die ihr hörigen Medien eine Utopie verkauft: saubere Luft und blauer Himmel ohne die Aufgabe des gewohnten Lebensstandards, der nicht zuletzt durch eine zuverlässige Energieversorgung gesichert wird. Diese Versorgung stellt sich jedoch gerade als alles andere als zuverlässig heraus. Weil große Konjunkturpakete wie in den USA und die Erholung der globalen Konjunktur nach den ersten Lockdown-Wellen den Energiebedarf in die Höhe schießen lassen, sind regenerative Energieträger und die politisch geschrumpften fossilen Träger völlig überlastet. Von Südamerika über Europa bis nach Asien jagen Regierungen, Versorger und Kraftwerke nach mehr Öl, Gas und Kohle. Doch fossile Kapazitäten wurden vor allem in Europa seit Jahren abgebaut und deren Minenunternehmen und Versorger von den großen Fonds zunehmend gemieden. Deutschland hat sich unter Angela Merkel zudem abrupt von der Atomkraft verabschiedet. Jetzt herrscht eine Knappheit, die in atemberaubender Weise die Preise in die Höhe treibt und viele Menschen mit dem Absturz aus der Mittelschicht oder in die Armut bedroht. Kohle kostet jetzt mehr als 200 Dollar pro Tonne und ist teurer als im letzten Rohstoff-Boom 2008. Gas ist in Europa und Asien so teuer wie nie zuvor. Die Kohle, die bei uns seit fast einem Jahrzehnt dank der Schließung von Kraftwerken und dem nachlassenden Interesse der Wall Street an Bergwerksunternehmen im Niedergang zu sein schien, wird derzeit nachgefragt wie nie, vor allem dank des Energiehungers in China.

Fortsetzung folgt.

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Die Kindersoldaten der Pharmaindustrie Folge 2

Versuchskaninchen werden Superhelden:

Aber was treibt Eltern dazu – noch dazu mutmaßlich ohne Not –, ihre eigenen Kinder zu „Freiwilligen“ machen zu lassen? Superhelden sollen diese Kinder laut Pfizer-Werbefilm sein. Und es muss den Vermarktungsprofis des Unternehmens in den USA gelungen sein, Eltern zu finden und sie davon zu überzeugen, ihre Kinder können „Superhelden“ für die Menschheit sein.

Getting ready to fight Covid“, erzählt die Kinderstimme aus dem Off und befindet (übersetzt): „Jeder von uns möchte ein Superheld sein.“ Die wichtigsten Superhelden wären hier solche, die anderen helfen.

Immerhin hier bleibt Pfizer bei der Wahrheit, denn sich selbst müssen Kinder nicht helfen, das Risiko, selbst an der Infektion zu erkranken, ist verschwindend gering.
Was die Eltern dieser für solche Versuchsreihen missbrauchten Kinder noch zusätzlich an Verantwortung auf sich geladen haben, erzählt eine Meldung des Ärzteblatts vom ersten November 2021: „Der Coronaimpfstoff von Biontech/Pfizer hat in den USA nun auch für den Einsatz bei Kindern zwischen 5 und 11 Jahren eine Notfallzulassung bekommen.“

Mit der Zulassung beginnt eine gigantische Impfkampagne für die etwa 28 Millionen betroffenen US-Kids. Und wie vom Weißen Haus bereits geplant, soll die Massenimpfung der Kleinen noch in diesem Monat starten.

Während diese Zeilen geschrieben wurden, waren 15 Millionen Dosen Impfstoff auf dem Weg zu den Kinderärzten, Kliniken und Apotheken.

Auch für die EU wurde der Impfstoff für 5-11-Jährige zur Notfallzulassung längst beantragt. Eine Entscheidung der Zulassungsbehörde wird wahrscheinlich bald fallen.

Tausende Kinder überall in der Welt wären Teilnehmer des „COVID-19 Vaccine Trail“, verkündet stolz die Kinderstimme im Biontech/Pfizer-Werbefilm. Und wenn sie die Spritze in den Arm bekommen hätten, wären sie alle Superheros geworden.

Ja doch, solche Sprüche kennen viele Eltern überall auf der Welt zur Genüge. Aber im echten Leben vor Corona wurden Kinder Superhelden, wenn sie den Spinat aufgegessen oder sich vor dem Schlafengehen ordentlich die Zähne geputzt haben. Und nicht, weil ihre durchgedrehten Eltern sie der Pharmaindustrie hingegeben haben, sie impfen zu lassen gegen eine Krankheit, die ihnen gar nichts anhaben kann.

Und man fragt sich, so man überhaupt noch Worte findet, warum Pfizer nicht gleich noch mit dem Spielzeughersteller Marvel zusammengearbeitet und eine Figur entwickelt hat, welche die Kinder mit kleinen Plastikspritzen mit Biontech/Pfizer impfen können, die sich dann vor den Augen der Kinder verwandelt wie eines dieser hässlichen Tranformers-Spielzeuge.

Der Erlös aus dem Merchandising-Zugewinn wäre für Biontech/Pfizer sicher noch einmal lohnenswert gewesen.

Und als Anreiz für die Kinder, ihre Eltern wie an der Süßigkeitentheke im Kassenbereich unter Druck zu setzen, sie impfen zu lassen, um Superheros zu werden, hätte der Staat ja gleich die Kosten für diese erste Millionenserie der neuen Impfpuppen-Superheros übernehmen können.

Warum Pfizer nicht gleich mit dem Spielzeughersteller Marvel zusammengearbeitet hat? Das Bizarre an dieser Geschichte ist, sie machen genau das mit ihrer Superhero-Nummer schon seit Jahren exakt so.

PS: Eingangs hatten wir von zwei Gruppen von Erwachsen gesprochen. Wenn Sie nach Ansicht dieses kurzen Werbefilms das Gefühl haben, Ihnen  wurde gerade der Boden unter den Füßen weggezogen, dann seien Sie versichert: Das ist und bleibt die
natürlichste vorstellbare Reaktion.

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