Bundestag verlängerte „epidemische Lage“

Zeichnung: Rolf Hannes

Der Bundestag hat auf Antrag der Regierungsfraktionen am 25. August die “epidemische Lage von nationaler Tragweite“ bis Ende November verlängert. Für diesen Zustand gibt es keine klar definierten Kriterien. Die “Neue Zürcher Zeitung“ kommentierte die Verlängerung am Tag vor der Abstimmung im Bundestag, die eine Mehrheit von 325 zu 253 Stimmen bei 5 Enthaltungen fand, so: “Zum fünften Mal seit März 2020 gäbe das Parlament damit seine wesentliche Aufgabe, die Kontrolle der Regierung beim Infektionsschutz, aus den Händen … Die Mehrheit der Abgeordneten gefällt sich darin, die Ausnahme zur Regel zu erklären und die Einschränkung von Grundrechten zur neuen Normalität.“

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Der deutsche Untertan, vom Denken entwöhnt Folge 2

REITSCHUSTER: Was meinen Sie mit neuen ersatzreligiösen Ismen?

KRAUS: Der Mensch braucht Religion, Rückbindung, Sinnvermittlung über das Diesseitige hinaus. Da die christlichen Kirchen das offenbar immer weniger leisten (wollen), sucht sich der Mensch neue Religionen: Ersatzreligionen, diesseitige Zivilreligionen. Die entsprechenden „Sinn“-Vermittler stehen bereit. Sie diktieren den Menschen, vor allem den Menschen im Westen der Welt, besonders aber in Deutschland, womit sie sich zu identifizieren haben – mit jeder Menge an hochideologischen Ismen, also autoritären Denkmustern: mit Antifaschismus, Antirassismus, Multikulturalismus, Egalitarismus, Humanitarismus, Universalismus, Kosmopolitismus, Pazifismus, Genderismus. Das sind die neuen vermeintlichen Heilslehren.

REITSCHUSTER: In meinem Blog haben Sie vom deutschen Autorassismus geschrieben. Jetzt im Buch wieder, warum?

KRAUS: Der Begriff Autorassismus ist eine Anspielung auf den gängigen Begriff Autoaggression. Letzterer besagt, dass sich manche Menschen in extremer Form bis hin zum Suizid selbst Gewalt antun, in harmloserer Form sich selbst nicht ausstehen können. Auf die Deutschen bezogen heißt das: Sie dürfen und mögen sich nicht mögen, sie sollen ständig auf Sündenstolz machen, sie sollen sich selbst hassen und von der Erde verschwinden wollen. „Grüne“ Politiker und Publizisten marschieren voran, indem sie Vaterlandsliebe „zum Kotzen“ finden (Robert Habeck) oder hinter Transparenten hinterhertrotteln mit den Aufschriften „Deutschland verrecke“ usw.

REITSCHUSTER: Sie prägen das Wort Islamophilismus: Was meinen Sie damit?

KRAUS: Die Deutschen haben seit Jahrhunderten ein seltsames Verhältnis zum Islam. Lessing setzte den Islam mit dem Christentum und dem Judentum gleich. Hitler mochte die „Mohammedaner“ als Verbündete gegen die Juden. Die 68er mochten die Palästinenser wegen deren Hass auf Israel. Heute machen alle inkl. christliche Kirchen auf „Dialog“. Krampfhaft versucht man, Islam und Islamismus zu unterscheiden. Islam sei ja Frieden, Islamismus eine terroristische Entartung. Aber: Im Arabischen gibt es keine Unterscheidung von Islam und Islamismus. Anders ausgedrückt: Islamismus ist die Reinform von Islam. Alles, was die Scharia an menschen- und frauenverachtenden Praktiken mit sich bringt, wird ignoriert: Ehrenmorde, Kinderehen, Mehrfachehen, Genitalbeschneidungen usw. Aber der Deutsche hat das „kultursensibel“ als Bereicherung zu sehen, ja gar zu mögen. Deshalb der Wortbestandteil „Islamo-Philismus“.

REITSCHUSTER: Sie sprechen vom „volkspädagogischen Nanny-Staat“. Was konkret meinen Sie damit, wie funktioniert er?

KRAUS: Vor allem unter Linken gedeiht ein neuer autoritärer Charakter prächtig. Er empört sich über schlecht getrennten Müll und SUV-Fahrer. Man giert geradezu nach Verboten: Was man essen und trinken soll, dass man nicht rauchen soll, dass man keine Kreuzfahrt machen soll. „Verbietet uns was!“ steht auf Schildern von sog. Klimaaktivisten. Ein gefühliges neues Gouvernantentum ist entstanden. Zugedeckt werden all diese Verlogenheiten mithilfe politisch korrekter Semantik: „No to racism!“ „Refugees Welcome!” ”Black Lives Matter” (BLM)! Tragt Regenbogenmasken! Für Diversität! Multikulturalität! Wer anders tickt, bekommt von den vielen Nannys eine heftige Ermahnung oder gar eine Denunziation verpasst. Mittlerweile gilt schon als Nazi, wer gegen den Gender-Irrsinn argumentiert. Es reicht, kritische Worte über Merkels Grenzöffnung zu äußern. Oft genügt der Vorwurf der „Kontaktschuld“, wenn man auf Facebook oder Youtube oder Twitter ein politisch inkorrektes LIKE gibt. Will sagen: Im Namen der sogenannten Zivilgesellschaft werden die Toleranz-Gouvernanten immer intoleranter und immer reaktionärer.

REITSCHUSTER: Wie steht es mit der Gewaltenteilung? Und der 4. Gewalt, also den Medien?

KRAUS: Die Gewaltenteilung sehe ich fast nur noch auf dem Papier existieren. Die Exekutive, vor allem das Kanzleramt oder eine bayerische Staatskanzlei, bestimmt, was die Parlamentsmehrheit, also die Legislative abzunicken hat. Der Bundesrat als Vertretung der Länder und Hüter des Föderalismus hat sich oft genug gleichgeschaltet. Das Bundesverfassungsgericht ist zur Beute der herkömmlichen Parteien und damit zu einem regierungstreuen Akklamationsgericht geworden – entsprechend personalpolitisch besetzt. Man nehme allein die jüngste Rechtsprechung in Sachen Klima, Rundfunkgebühren und EU-Transferunion. Und die so genannte vierte Gewalt ist ein Totalausfall. Kritik an der Regierung? Fehlanzeige! Hofberichterstattungen und Merkel-Audienzen in den Talkshows sind angesagt.

REITSCHUSTER: Ist Merkel allein schuld an neuen Autoritarismen?

KRAUS: Dass sich Merkel als CDU-Vorsitzende und als Bundeskanzlerin immer und immer wieder autoritär durchsetzen konnte, hat zum einen mit ihrer Wendehalsigkeit zu tun. Man nehme allein die Themen Atomkraft, Zuwanderung oder EU-Schuldenunion. Wer in ihrem Umkreis anders dachte und redete, war schnell plattgemacht. Zum zweiten ist Merkel ein Medienprodukt. Die arrivierten Medien, ich nenne sie Apportiermedien, bauten einen Cordon Sanitaire um sie auf, und Merkel tat, was bei den überwiegend rot-grün gestrickten Medien gut ankam. Dadurch konnte Merkel ihr „Links schwenkt, Marsch!“ bis zuletzt durchsetzen. Und alles wird ihr nachgesehen: ihr aktiv schweigendes Desinteresse an den Mord- und Schandtaten muslimischer Täter an Frauen; ihr Kinobesuch, während deutsche Soldaten in Kabul unter Einsatz ihres Lebens deutsche Staatsbürger retten, und immer wieder ihre Herrschaft des Unrechts. Ihre Partei, die CDU, wird sich davon lange nicht erholen. Die CSU, die sich ihr mit Söder unterworfen hat, auch nicht.

REITSCHUSTER: Gibt es noch Mittel dagegen? Wie retten wir die Demokratie?

KRAUS: Es wird sehr, sehr schwer. Denn was sich hier breitgemacht hat, hat sich in den Köpfen von mindestens zwei bis drei Generationen festgesetzt. Wahrscheinlich geht es uns einfach noch zu gut. Es wird ein Bohren dicker Bretter werden: Für mehr Freiheit und Eigenverantwortung! Für Rationalität statt Beliebigkeit und Hypertoleranz! Wir brauchen gebildete Eliten und mutige, konservative Intellektuelle! Wir brauchen aufklärerische, solide Bildung, denn nur ein dummes Volk regiert sich leicht. Und wahrscheinlich brauchen wir neben den mehr und mehr zu Blockparteien verschmelzenden Alt-Parteien (die Grünen gehören längst dazu) neue, erfolgreiche Parteigründungen.

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Der deutsche Untertan, vom Denken entwöhnt

In seinem neuen Buch seziert Josef Kraus die Obrigkeitshörigkeit in Deutschland – die in Corona-Zeiten fröhliche Urstände feiert. Ein Anlass, dem Phänomen mit ihm in einem Interview auf den Grund zu gehen.

BORIS REITSCHUSTER: Sie spielen mit Ihrem Titel auf das Buch „Der Untertan“ von Heinrich Mann an. Warum?

JOSEF KRAUS: Weil die Hauptfigur dieses Romans, Diederich Heßling, der typische deutsche Untertan ist: nach oben bedingungslos buckelnd und – als Parvenü nach oben gekommen – nach unten tretend. Für ihn besteht das „deutsche Wesen“ als „Verehrung der Macht, der von Gott geweihten Macht, gegen die man nichts machen kann“. Durch Duckmäusertum und eiserne Kaisertreue bringt er es zum funktionierenden Rädchen im Obrigkeitsstaat. Schon als Student hatte er diese Macht bewundert. Als Kaiser Wilhelm 1892 am Brandenburger Tor an ihm vorbeiritt, bewundert er die „Macht, die über uns hingeht und deren Hufe wir küssen!“ Der Kaiser ist für Heßling die „persönlichste Persönlichkeit.“ Parallelen zu gewissen Huldigungen real Regierender erspare ich mir.

REITSCHUSTER: Wie sieht die Version von Heinrich Manns Diederich Heßling 2021 aus?

KRAUS: Er ist der regierungstreue Untertan von der Stange, zu Tausenden auffindbar: in den Parteien, in den Parlamenten, in den Kirchen, in Hochschulen und Schulen, in den Medien, vor allem den öffentlich-rechtlichen und im Mainstream der meisten Printmedien. Der Diederich Heßling anno 2021 dient sich der Macht an. Er schwimmt mit im Strom, seine Haltung ist rundgelutscht bis zur Profillosigkeit, er will nirgends anecken, nicht auffallen, damit Karriere machen und zugleich Millionen nach seinem Ebenbild erziehen. Schauen Sie sich doch nur die Redaktionsleiter bestimmter ARD/ZDF-Magazine an. Sie gerieren sich als Leithammel-Untertanen und sind doch kaum anderes als Politkommissare. Sie nennen es „Haltung zeigen“, betreiben aber subtil und trickreich Hetze gegen alles, was angeblich rechts von Merkel steht.

REITSCHUSTER: Neigt der typische Deutsche immer noch dazu, ein „Untertan“ zu sein? Wenn ja, warum?

KRAUS: Es scheint immer noch zu gelten, was Heinrich Heine vor fast zweihundert Jahren über den typischen Deutschen schrieb. „Der Deutsche gleicht dem Sklaven, der seinem Herrn gehorcht ohne Fessel, ohne Peitsche, durch das bloße Wort, ja durch einen Blick.“ Warum? Weil es so bequem ist, unmündig zu sein, wie Immanuel Kant 1784 feststellte. Der Deutsche will seine Ruhe haben. Wenn er als „gehorsames Haustier“ seine „komfortable Stallfütterung“ (Begriff von Wilhelm Röpke) hat, ist er zufrieden. Dann lässt er sich jede Bevormundung gefallen, aktuell etwa im Zusammenhang mit Corona oder Klimawandel oder Rundfunkzwangsgebühren oder Zensur in den digitalen Medien. Mit einem Anteil von weit über 80 Prozent wählt er dennoch entsprechend. Er wählt den Obrigkeits- und Ameisenstaat.

REITSCHUSTER: Warum sind viele Deutsche so unausgegoren?

KRAUS: Weil die Deutschen nie zu sich selbst gefunden haben. Erst wurden sie von der Reformation und vom Dreißigjährigen Krieg zerrissen. Die Zersplitterung dessen, was Deutschland hätte heißen können, in zig Fürstentümer hat zig regionale Autoritäten geschaffen. Freiheitsbewegungen im 19. Jahrhundert sind zumeist erbärmlich gescheitert. Der weltweit einmalige Aufschwung im Kaiserreich wird heute ignoriert oder gar zerredet. Dann kam der deutsche Größenwahn ab 1914 und ab 1933. Dann gingen die Deutschen erzwungenermaßen, aber auch freiwillig in Sack und Asche. So dass heute gilt: Deutschsein heißt, nicht deutsch sein zu wollen. Außer dass am deutschen Wesen das Klima genesen und nach deutschem Vorbild die Eine Welt, eine Welt ohne Grenzen, errichtet werden möge.

REITSCHUSTER: Welche Rollen spielten/spielen die Kirchen?

KRAUS: Die katholische Kirche hat sich in der Vergangenheit immerhin gegen Bismarck, gegen die Nationalsozialisten, gegen das DDR-System aufgelehnt. Die evangelische Kirche war in großen Teilen brav staatstreu. Gewiss ist Kirche als institutionalisierte Religion zu unterscheiden vom persönlichen Glauben. Heute muss man sagen: Wer immer noch meint, Kirche habe mit Glauben, mit der Bibel, mit Gott zu tun, ist naiv. Nein, unsere Kirchen sind zu politisierenden NGOs verkommen. Früher sagte ich mal: Wer auf einen evangelischen Kirchentag geht, kann gleich auf einen grünen Parteitag gehen. Heute muss ich sagen: Auch die Katholikentage unterscheiden sich davon kaum noch. Eine psychiatrisch auffällige heranwachsende Schwedin wird von Kirchenfürsten zur Prophetin ernannt und mit Jesus verglichen. Oberste Kirchenfürsten spenden für Schleuserboote im Mittelmeer, in einer Bundespressekonferenz legen sie ein Bekenntnis zu Merkel ab, in Jerusalem auf dem Tempelberg legen sie ihr Bischofskreuz beiseite. Nein, für so etwas brauchen wir keine Kirchensteuer.

Fortsetzung folgt morgen.

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Auf der Suche nach dem verlorenen Deutschland

für 25 € in jeder guten Buchhandlung

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Staatlich finanzierte Wahlkampfhilfe

Staatlich finanzierte Wahlkampfhilfe gegen die AfD

Ein Gastbeitrag von Sönke Paulsen.

„Rechts von der Union darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben.“ Der Satz stammt bekanntermaßen von Franz Josef Strauß, der damit eine strikte Ausgrenzung der Republikaner (REPS) in den achtziger Jahren meinte. Der Satz entspricht der Lagertheorie, die in den Achtzigern politisch en vogue wurde, als sich die Parteienlandschaft mit den Grünen diversifizierte. Das rechte Lager sollte möglichst nur aus der Union bestehen, die FDP blieb Zünglein an der Waage.

Merkel und Seehofer hatten eine zeitlang unterschiedliche Positionen zu diesem Satz. Seehofer hielt ihn durchgehend für richtig. Merkel wollte kein Dogma daraus machen, korrigierte sich aber dann und gab in einer Rede vor der Jungen Union 2017 zu verstehen, dass sie ebenfalls zu diesem Satz von FJS stehe.

Hintergrund ist, dass Franz Josef Strauß die CSU nach Rechts rückte und damit den Republikanern den Wind aus den Segeln nahm, was Merkel seit geraumer Zeit schon nicht mehr tun kann, weil die Union Koalitionspartner im linken Spektrum benötigt. Somit ist nach Erstarken der AfD eine andere Taktik gefragt.

Der Kampf gegen Rechts

Ein breites gesellschaftliches Bündnis soll der Union den rechten Rand freihalten und damit ihre Macht sichern. Natürlich richtet sich das „Bündnis gegen Rechts“ vor allem gegen die AfD.*

Bevor man zu den sehr unfeinen Methoden kommt, deren Unterstützung der Administration Merkels erneut mehr als eine Milliarde Euro wert ist, noch eine Überlegung zu der ursprünglichen Äußerung von Strauß.

„Rechts von der Union darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben“, ist ein Satz, der Demokratie ad absurdum führt. Denn demokratisch legitimierte Parteien darf es überall geben, rechts, links und sonstwo. Das gerade ist ja Demokratie.

Strauß hat den Satz auch nicht so apodiktisch gemeint, der CS-Chef mit Kante meinte natürlich ein Machtkalkül und keine moralische oder gar demokratische Grundregel.

Der „Kampf gegen Rechts“ kommt aber als Kampf für die Demokratie, als moralisches Basis-Paradigma daher, obwohl dieser Kampf der Demokratie massiv zuwiderläuft.

Das gilt es zu berücksichtigen, wenn man sich anschaut, mit welchen Instrumenten die AfD aus dem politischen Spektrum getilgt werden soll und was die Bundesregierung dafür ausgibt.

Hauptwerkzeug ist die sogenannte „demokratische Zivilgesellschaft“, die schon seit längerem den staatlich verordneten Stempel „antirassistische Zivilgesellschaft“ trägt, weil „Antirassismus“ seit der Migrationskrise 2015 schon fast eine Finanzierungsvoraussetzung für NGOs geworden ist. Das stellt für viele NGOs, von den Gewerkschaften angefangen über Menschenrechts-Gruppen (Amnesty) und Kirchen bis hin zu Sportvereinen, die staatlich gefördert werden, kein Problem dar. Es tat ihnen nicht weh, hat sie aber auch nicht besonders aktiviert. Nun, da wir durch die Einwanderungspolitik Merkels eine breite gesellschaftliche Rechtsverschiebung bekommen, soll diese linke Zivilgesellschaft einen Kampf für die Union führen, der ihr linke Koalitionen ermöglicht, ohne rechts wegzubrechen – einen Kampf gegen die AfD also.

Kampf mit unlauteren Mitteln

Es gibt also ein relativ breites Interesse der Union und der linken Parteien daran, die AfD so klein wie möglich zu machen. Zu diesem Zweck wird auch mit unlauteren Mitteln gekämpft.

So stehen hinter vielen sogenannten gesellschaftlichen Bündnissen gegen Rechts solche politischen Parteien wie die Linken, die SPD und die Grünen, die auf diese Weise eine staatlich finanzierte Wahlkampfhilfe erhalten, welche durch den aktuellen Maßnahmenkatalog gegen Rechts mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Euro verstetigt werden soll.

Ein Beispiel ist „Aufstehen gegen Rassismus“, eine parteienübergreifende Initiative, die gefördert und von den Linken und Jusos maßgeblich getragen wird. Dieses Bündnis kämpft für ein AfD-Verbot und zwar mit oberster Priorität.

Viele andere zivilgesellschaftliche Organisationen werden auf diese Weise fast genötigt, gegen die AfD zu sein, weil sie am Maßnahmentropf der Bundesregierung hängen. Die Spendenfreudigkeit der Bürger beim „Kampf gegen Rechts“ hält sich durchaus in Grenzen. Fast keine dieser Organisationen könnte den „Kampf gegen Rechts“ ohne staatliche Mittel führen. Umgekehrt sind staatliche Mittel auch an die Teilnahme an dieser Propagandaaktion für die Union geknüpft. In dem Katalog der 89 Maßnahmen gibt es kaum einen gesellschaftlichen Bereich, von Sport über Familie bis zu Arbeit und Soziales, der nicht mit dem „Kampf gegen Rassismus“ und dem „Kampf gegen Rechts“ verbunden ist.

Es handelt sich also um eine breit angelegte gesellschaftliche Propaganda-Maßnahme, finanziert aus Steuergeldern, die der Union die Regierungsmacht durch eine machttaktische Linksverschiebung, auch gegen den mutmaßlichen Wählerwillen (der ja rechts von der Mitte sein könnte), ermöglichen und der AfD, am rechten Rand der Union, das Wasser abgraben soll.

Das „Bündnis gegen Rechts“ ist also eine Wahlhilfe für die Union gegen die AfD und dazu geeignet den Wählerwillen bei der nächsten Bundestagswahl zu beugen. Es ist undemokratisch und stellt eine staatlich finanzierte zusätzliche Wahlkampfhilfe für bestimmte Parteien dar und richtet sich gegen eine demokratisch legitimierte Partei, die es nicht geben soll, die aber gleichwohl, bundesweit, zwischen zehn und zwanzig Prozent der Wähler überzeugt – die AfD.

Wie das rechtlich zu bewerten ist, mögen andere prüfen. Ein schwerer Verstoß gegen den Geist der Demokratie ist dies aber allemal.


* Ähnlich, wenn auch nicht so strikt, weil sie noch nicht so in den Fokus gerückt ist, wird die Partei dieBasis bekämpft. Für mich ist sie aber die einzig wählbare. R.H.

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Corona-Impfpflicht?

Zeichnung: Rolf Hannes

Der “Spiegel“ tischte seinen erstaunten Lesern am 28. Juli eine Civey-Umfrage auf, wonach eine knappe Mehrheit von 52 Prozent der befragten Deutschen für eine Impfpflicht im Zusammenhang mit Corona sei, 43 Prozent hätten sich dagegen ausgesprochen. Aus seiner Sorge machte das Blatt keinen Hehl: Die Zahl der täglich verabreichten Impfdosen sinke “seit Wochen.“ Jetzt würden auch noch die Impfwilligen “rar.“ Dass die deutlich sinkende Impfbereitschaft den Befund dieser im Auftrag des Spiegel durchgeführten Umfrage infrage stellt, darauf ging das Blatt mit keinem Satz ein. Es war wichtiger, in der laufenden Impf-Kampagne zu suggerieren, die Mehrheit der Bevölkerung sei dafür.

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Geheimes RKI-Papier

Zeichnung: Rof Hannes

“Riesen-Zoff um geheimes Panik-Papier des RKI“, titelte die BILD am 28. Juli. Laut der Tageszeitung, die das Geheimpapier nach eigenen Angaben exklusiv zugespielt bekam, präsentierte RKI-Chef Lothar Wieler den Bundesländern “alarmierende Zahlen“, ließ entwarnende Zahlen “einfach weg“ und wollte die Inzidenzen weiterhin als “Leitindikator“ beibehalten. Der Vorwurf der BILD wog schwer und sorgte im medialen Mainstream für reichliche und prominente Schlagzeilen: Es gehe um “Lockdown statt Freiheit.“ Jens Spahn beeilte sich, zu widersprechen, die Inzidenz verliere “an Aussagekraft.“

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Menschenrechtsverletzungen

Zeichnung: Rolf Hannes

Während der Proteste am 1. August von Querdenkern in Berlin kam es in einigen Fällen zu schweren Übergriffen der Polizei. Im Internet kursierten zahlreiche Videos und Hinweise auf  brutale Gewalt durch Sicherheitsbeamte. Der Schweizer Rechtsprofessor und UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer bat die Bundesregierung um eine Stellungnahme. “Es sind einige Videos verbreitet worden, die besorgniserregend sind“, wurde er zitiert. Die Hinweise seien stark genug, um sie auf mögliche Menschenrechtsverletzungen hin zu überprüfen. Trotz der vielen, teils wirklich bedrückenden Foto- und Video-Hinweise versuchten verschiedene Publikationen im Mainstream, die Polizeigewalt herunterzuspielen: “Geht der UN-Beauftragte für Folter den Querdenkern auf den Leim?“, fragte zum Beispiel am 8. August der Tagesspiegel.

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Wie wäre es, mutig zu sein

Der Mut, sagt Rudolf Steiner, kommt aus dem Herzen. „Von einem solchen, der diese Tugend im gewöhnlichen Leben hat, kann man sagen: Er hat das Herz auf dem rechten Fleck. – Und das ist auch ein guter Ausdruck dafür, wenn wir imstande sind, nicht feige uns zurückzuziehen von den Dingen, die das Leben von uns verlangt, sondern wenn wir fähig sind, unser Herz in die Hand zu nehmen, einzugreifen verstehen, wo es notwendig ist.“

Ich möchte mit euch über die Tugend des Muts und Beispiele mutigen Handelns sprechen. Wenn ihr in den letzten Monaten besonderen Mut aufgebracht habt, etwa weil ihr euch gegen den Druck der Masse und den Ruf der Herde gestellt habt, und davon erzählen wollt, meldet euch gerne unter redaktion@gunnarkaiser.de Wir sprechen dann im Podcast 15 Minuten lang über eure Motivation, die konkrete Situation und die Reaktionen der anderen auf euren Mut.

Solche Beispiele, die wiederum anderen Mut machen, fehlen uns zur Zeit – aber es gibt viele Menschen, die angesichts der Bedrohung bereits ihr Herz in die Hand genommen haben und über ihren Schatten gesprungen sind. Wir sollten diese Beispiele kennen lernen und der Welt zeigen.

Wenn ihr jemanden kennt, der in der letzten Zeit besonderen Mut an den Tag gelegt hat, könnt ihr ihm meinen Aufruf auch gerne weiterleiten oder in den Kommentaren verlinken.

#kaisertv #mutigsein #allesindwillkommen #podcast #gunnarkaiser #mut #gegendiespaltungdergesellschaft #ichmachdanichtmit

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Ein Leser-Kommentar im YT-Kanal von Politik Spezial

So liebe Freunde da draußen. Ich muss jetzt meinem Unmut mal Luft machen.

Ich bin schon lange so weit, dass ich keine Nachrichten mehr hören mag und keine Zeitung mehr lese. Die Propaganda dieser ÖR-Medien im Mainstream ist unterirdisch! Unser Land versinkt in Korruption, Gewalt, Hass und Hetze und rutscht in die Armut, völlige Spaltung und totalitäre Versklavung! Die Regierung schürt Ängste, anstatt der Bevölkerung Hoffnung zu machen. Die Nationalmannschaft heißt nicht mehr so und läuft mit bunten Fähnchen rum, beugt die Knie für BLM, während unschuldige Frauen niedergemetzelt werden! Die Corona-Zahlen sind gefälscht, wir holen uns den Terror ins Land, und die Politiker sind nur damit beschäftigt, sich die eigenen Taschen zu füllen. Aber wir sollen Toleranz und Solidarität zeigen! Die AFD wird geächtet, aber keiner fragt sich, warum es diese Partei gibt. Ich sage es euch!! Würdet ihr anstatt Vetternwirtschaft zu betreiben und euch am Leid der Bevölkerung zu bereichern, endlich mal an das eigene Volk denken und es vertreten, müsste es diese Partei nicht geben.

Frau Merkel verschleudert mittlerweile nicht nur Millionen ins Ausland, sondern Milliarden. Wir unterstützen Länder, in denen die Bevölkerung mit 58 oder 60 in Rente geht, mit bis zu 90 Prozent Rentengeld und nicht wie bei uns mit 67 und mit 47 Prozent. Es gibt nur hier eine CO2 Steuer, die überhaupt keinen Sinn macht, und der Benzinpreis und die Energiekosten steigen, die Mieten sind mittlerweile kaum noch bezahlbar und unsere Rentner leben in Armut und müssen nebenher arbeiten, damit das Geld zum Leben reicht.

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