Die Füchsin

Zeichnung Der Traum der Füchsin: Rolf Hannes

Es ist mir ein Rätsel, warum unsre Kanzlerin so beliebt ist beim Volk. Vor Zeiten hab ich’s verstanden, da dachten die Deutschen an ihr Geld, an ihr Erspartes, an ihre Renten. Da glaubten sie (und ich) an eine Kanzlerin, die sagte: Der Euro bleibt stabil. Mit mir wird es keine Entwertung geben.

Wie aber sieht es jetzt aus? Eine schleichende Inflation bereitet sich auf eine galoppierende vor. Die Kanzlerin, die sich darin sonnte, eine zweite eiserne Kanzlerin zu sein, die mächtigste Frau Europas, inzwischen ist sie die Füchsin des globalen Sozialismus. Sie braucht die Dummheit und Gutgläubigkeit der deutschen Wähler. Sie ist froh, sie denkt, unbeschadet ins nächste Jahr zu kommen. Unter den rivalisierenden Nachrückern wurde ein Stillhalteabkommen geschlossen bis zum Herbst nächsten Jahrs.

Merkel favorisiert die EZB einer Lagarde, sie favorisiert Brüssel, wo sie unsre allerunfähigste Ministerin von der Leyen hinsetzen durfte dank Macrons Gnaden. Erst hat sie die Bundeswehr auf den Hund gebracht, jetzt will sie die Europäische Union regieren. Die Engländer haben sich rechtzeitig gerettet und feixen sich eins.

Also steht die Rettung fürs nächste Jahr aus, dann aber werden wir das Blaue Wunder erleben. Wenn es uns nicht schon vorher ereilt.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , | Schreib einen Kommentar

zugfahrt


Bild: Marlies Blauth

innen und außen
stimmen
die sich nie treffen

landschaften gaukeln
vorbei
als könne man sie berühren
ihr werdendes grün
unter wechselndem himmel
die menschen

manchmal tragen sie streifenshirts
oder falsches kaninchen
mit rotem hut

für ein lächeln fahren wir
viel zu schnell

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar

Eine Satire

Zeichnung: Rolf Hannes

 Wer kennt nicht die frustrierenden Prozeduren bei Störungen mit der Telekommunikation?

In einigen Gebieten des Hochschwarzwalds kommt es immer wieder zu belastenden Aussetzern. In manchen Gebieten stellte die Telekom die bewährten ISDN-Verbindungen ab, woraufhin die Verbindungsqualität sehr schlecht wurde. Die Wartezeit bis zu einem funktionierenden Breitbandanschluss beträgt noch ca. zwei Jahre. Ansprüche auf Verbesserung der Kommunikation oder gar Schadensersatz sind nicht zu erwarten. Stattdessen erhalten die Kunden Werbesendungen über die neuesten Telekommunikationsmöglichkeiten. Daraufhin schickte ich folgende Glosse an die Telekom: Angesichts der immer wieder bei uns eintreffenden Werbung für Geschäftskunden der Telekom unterbreite ich der Werbeabteilung einige effiziente Vorschläge für die Hinterwäldler, die leider nicht in den Genuss des tollen kommunikativen Erlebens durch die technologischen Innovationen der Telekom kommen können. Folgende Produkte sollten Sie ständig  im Angebot haben:

 

  1. Das Bindfaden-Set – 300 m widerstandsfähiger Bindfaden für die anspruchsvolle Kommunikation mit den nahen Nachbarn, dazu gratis eine Hörmuschel und einen gebogenen Lautsprechertrichter – viel moderner als die früheren Blechdosen. Einfach zu verlegen – garantiert einwandfreie Hör- und Sprecherlebnisse. Überall bestens da geeignet, wo die Jahrzehnte alten Telekomleitungen brüchig geworden sind.

 

  1. Das beliebte Rauchzeichen-Set. Bei der Abnahme von 5 Sets ist eine formschöne, zeitlose Steinzeit-Amphore zum Löschen im Preis enthalten. Für die elegante Kommunikation über Hügel und Bergwipfel hinweg. Bitte nur bei windstillem Wetter benutzen!

 

  1. Erlernen Sie die Pfeifsprache der Guanchen, der Ureinwohner der kanarischen Inseln! Mit dieser Pfeifsprache können Sie mühelos und unabhängig von widrigen Wetterumständen den nächsten Pfiffigen erreichen, der dann seinerseits Ihre wertvollen Mitteilungen weiter pfeift. Sie werden staunen, wie präzise und deutlich Ihre Pfeifpartner auf Ihre Pfiffe antworten! Und heutzutage besonders wichtig: Ihre wertvollen Mitteilungen sind absolut sicher und können nicht gehackt werden! Im Lern-Set ist eine Schallplatte (bequeme 78 Umdrehungen) enthalten, wahlweise ein 50 m langes Tonband mit patentierter Einfädelvorrichtung für Ihr modernes Tonbandgerät. Bitte beachten Sie: das Üben der Pfeifsprache kann bei genervten Menschen Nebenwirkungen an Kehle, Stimmbändern und Zunge verursachen. Im Notfall suchen Sie den nächsten Hals-Nasen-Ohren-Arzt Ihres Vertrauens oder einen geschulten Logopäden auf. Ein vorbereiteter Gutschein für eine erste Gratisbehandlung liegt diesem großzügigem Set bei.

 

  1. Bedenken Sie, mit dem Kauf dieser seltenen Angebote unterstützen Sie die besonders Betroffenen in den abgelegenen Wäldern Deutschlands. Wir als internationales Telekom-Unternehmen geben die Gewinne uneigennützig weiter und verwenden sie für die Anschaffung von Schiefertafeln, inklusive formschöner Kreidestifte, die auch bei Linkshändern sehr begehrt sind!

Jeder Betroffene erhält dieses Set, um auf der Schiefertafel mit einer Strichliste seine missratenen, d.h. unverständlichen und abgebrochenen Telefongespräche zu dokumentieren. Ist die Tafel voll, kann er sie beim nächsten Telekom-Stützpunkt (auf dem Land im Schnitt bereits alle 25 km) abgeben. Dort wird sie sorgfältig eingescannt und der kundenfreundlichen Schadensabteilung zugesandt – eine Kopie geht auch an den Vorstandsvorsitzenden der Telekom, er soll schließlich um die Fortschritte bei der erfolgreichen Kommunikation im Lande wissen. Innerhalb von 10 Tagen erhält der begeisterte Kunde dann einen Gutschein mit der Wahlmöglichkeit der Sets 1 bis 3. Die bisherigen Rückmeldungen übertreffen alle unsere Erwartungen!

Zögern Sie daher nicht, zeigen Sie Großmut und unterstützen Sie im Sinne des Gemeinwohls alle jene, die wir von unserer zukunftsweisenden Telekommunikation abgeschnitten haben!!

 

  1. Der Preis für Set 1 beträgt nur 49,45 € (die Lieferschwierigkeiten bei den homogenen Bindfäden sind inzwischen behoben). Set 2 kostet 59,95 €, inklusive einer vorteilhaften Feuerversicherung, Set 3 lediglich 99,95 €. Alle 3 Sets für den experimentierfreudigen Anwender nur 149,99 €! Achtung: die Lieferung erfolgt nur über unsere geprüften Zusteller in der gelben Uniform. Ein untrügliches Erkennungszeichen: bei der Übergabe des Paketes ertönt aus ihrem goldenen Waldhorn ein frischer Begrüßungstusch.

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , | Schreib einen Kommentar

Turmputzete


Zeichnung: Rolf Hannes

Nach einer Turmputzete einmal
haben wir von ganz oben heruntergeschaut,
Senkbleiernes im Blick,
im Größtmöglichen das Kleinstgemeinsamste:
lauter Gnomenhäuschen und die Straßen
als ein aufgerolltes Fadenknäuel,
während eine Hand hinzeigte auf das Gäu,
die Alb, die Katzenbuckel der Umgebung,
ich durchs herumgereichte Fernglas
das Schimmern eines Bodenflecks erkannte
in unserm offenen Küchenfenster,
Großvater, ihn rauchend dastehn sah
in schräger Aussparung im Vorgarten,
den Zementspritzer
auf seiner Wange.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , | Schreib einen Kommentar

Indoktrination an deutschen Schulen

Das Problem sind linksgerichtete Pädagogen.

Viele fragen mich als jungen Menschen immer wieder, warum die meisten in meinem Alter so stark in die politisch grünlinke Richtung tendieren würden. Schließlich würde ich das ja auch nicht tun. Was ist bei dem Großteil der jungen Menschen also anders? Nun, um diese Frage zu beantworten, muss man tief eintauchen in eine Welt aus Ideologie, Gruppenzwang und Indoktrination. Eine Welt, die mir aus meiner Schulzeit noch allzu vertraut ist. Schulen sollten politisch neutral sein, zumindest in der Theorie. Natürlich dürfen Pädagogen auch eine eigene Meinung haben wie jeder andere auch, aber nicht umsonst gibt es den Beutelsbacher Konsens. Bildung hat auf einer Sachebene stattzufinden und Sachverhalte müssen von allen Perspektiven betrachtet werden.

Das Meinungskorsett wird immer enger gezogen.

Das Ziel des Unterrichts muss sein, junge Menschen zu kritischen und selbstdenkenden Bürgern zu erziehen. Gerade das scheint aber leider immer weniger gewollt zu sein. Woran das liegt? Nun, auch in der „Erwachsenen-Welt“ gelten gewisse Meinungen ja mittlerweile als unsagbar, genauer genommen alle Meinungen, die offensiv dem linken Mainstream widersprechen. Dieses Meinungskorsett wird logischerweise auch schon bei den Jüngsten angelegt und immer enger gezogen.

Die Beeinflussung geschieht subtil.

Ich persönlich hatte viele Lehrer, die ihre politische Meinung in den Unterricht eingebracht haben. Dagegen vorzugehen oder sich darüber zu beschweren, war immer sinnlos, denn was an dieser Stelle wichtig zu erwähnen ist: Die politische Beeinflussung geschieht subtil. Niemand stellt sich offen hin und verkündet vor einer Schulklasse: „Bei der nächsten Wahl bitte alle die Grünen wählen!“. Im Endeffekt wird jedoch durch eine bestimmte Themenauswahl im Unterricht genau das kommuniziert, natürlich vieldeutig und juristisch unproblematisch.

Ein kleines Beispiel: In einer Erdkunde-Schulklasse wird ein Arbeitsblatt ausgeteilt, es geht um das Thema Migration. Darauf ist zum einen eine sehr dramatische Geschichte von Migranten an einem Grenzübergang zu lesen, zum anderen die Aufgabenstellung: „Benenne fünf Gründe, warum man den Migranten eine unkomplizierte Einreise ermöglichen sollte“.

Eine linke Sichtweise wird als Normalität verkauft.

Eine unscheinbare Aufgabe auf den ersten Blick, nicht wahr? Die einseitige Betrachtung des Themas Migration fällt den meisten jungen Menschen gar nicht auf, angesichts einer emotionalisierten Geschichte und einem Lehrer, der den Fokus in der Aufgabenstellung nur auf das Wohl der Migranten legt, ist das auch kein Wunder. Eine linke Sichtweise wird faktisch als Normalität verkauft.

Ist das noch Bildung, oder schon Parteipolitik?

Kein Wort ist in einer solchen Aufgabenstellung von den Nachteilen von Migration zu lesen. Kriminalität, kulturelle Konflikte, Islamismus… all das existiert in der Welt der jungen Schüler gar nicht, weil sie darüber nicht aufgeklärt werden. Stattdessen bekommen sie vom Lehrer ein Lob, wenn sie als einen der Vorteile der Migration auf ihr Arbeitsblatt „kulturelle Vielfalt und Bereicherung“ schreiben. Ist das noch Bildung, oder schon Parteipolitik? Fälle wie den mit dem Migrations-Arbeitsblatt gibt es unzählige und sie alle haben eines gemeinsam: Subtil tragen sie dazu bei, dass bei den jungen Menschen die Ausformung einer grünlinken Haltung gefördert wird. Ich selbst war schon immer jemand, der grundsätzlich alles hinterfragt hat, der angeeckt ist und sich so auch schon so manchen Ärger eingehandelt hat.

Sie hinterfragen nichts und lassen sich lenken.

Mich konnte diese subtile Beeinflussung nie in eine politische Richtung drängen. Bei den meisten Mitschülern allerdings musste ich immer wieder feststellen, dass sie die perfekten Opfer dafür waren. Aus Gruppenzwang übernahmen sie stets die erwünschte Meinung, hinterfragten nichts und ließen sich lenken. Wer kann das den jungen Menschen aber auch übelnehmen? Am Anfang ihrer Persönlichkeitsentwicklung und ohne große charakterliche Festigung ist es vollkommen normal, sich Autoritäten unhinterfragt unterzuordnen. Das Problem sind nicht die Schüler, es sind linksgerichtete Pädagogen, die nicht nur Wissen, sondern auch eine politische Haltung weitergeben wollen. Vielleicht ist das aus ihrer Sicht auch gut gemeint, es ist aber zutiefst problematisch und nicht hinzunehmen. Meine These ist, dass wesentlich mehr junge Menschen bürgerlich und konservativ eingestellt wären, wenn deutsche Schulen auch diese Positionen in den Unterrichtsstoff gleichberechtigt aufnehmen würden. Behandelte Themen sollten nicht immer nur aus ökologischer oder sozialistischer Sicht betrachtet werden, sondern auch aus ökonomischer und aus konservativer.

Die Lösung liegt in der Mitte.

Wie so oft liegt die Lösung in der Mitte und in der Differenzierung. Ein guter Pädagoge präsentiert seinen Schülern alle Perspektiven und lässt sie selbst eine auswählen, die für sie am attraktivsten erscheint. Ein schlechter Pädagoge hingegen möchte seine eigene Meinung in die Köpfe junger Menschen zimmern und das ohne Rücksicht auf Verluste. Ich kann als junger Mensch nur sagen, dass ich jedem Pädagogen von Herzen dankbar bin, der einen politisch ausgewogenen und fairen Unterricht ohne Indoktrinations-Versuche, seien sie auch noch so dezent, gestaltet. Das ist heute leider nicht mehr selbstverständlich.


Niklas Lotz, geboren 1999, ist ein Jungunternehmer, Autor und Betreiber des reichweitenstarken Blogs Neverforgetniki. Er vertritt als konservativ-liberal eingestellter junger Mensch Gegenpositionen zum gesellschaftlichen Mainstream. Thematisch setzt er sich vor allem mit deutschen Medien, Migration, der Klima-Bewegung und dem Thema Meinungsfreiheit auseinander. Sein YT-Kanal:

https://www.youtube. com/channel/UCf3Ns5rlOnV4EnO-KNxxtLA

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar

Willi van Hengel : Stefan Kreißig liest Wunderblöcke

Veröffentlicht unter Allgemein, Innenleben | Verschlagwortet mit , , , , | Schreib einen Kommentar

Wie sich die Zeiten ähneln!

Zeichnung: Rolf Hannes

Auch das Menschliche kann man nur artistisch* zur Betrachtung bringen, denn dies ist ja der Weg zur artistischen Welt. Dafür eignet diesem Weg die Unmöglichkeit der Lüge: er beruht auf der Sicherheit des Körperlichen und der Schemenhaftigkeit des Geistes, der sich variabel materialisiert. Er hat Realität, das heißt, ihm fehlt die Appretur, der Schwindel mit auswattierten Substanzersätzen, ich spreche von unserem Kontinent und seinen Renovatoren, die überall schreiben, das Geheimnis seines Wiederaufbaus beruhe auf „einer tiefen, innerlichen Änderung des Prinzips der menschlichen Persönlichkeit“ – kein Morgen ohne dieses Druckgewinsel! -, aber wo sich Ansätze für diese Änderung zeigen wollen, setzt ihre Ausrottungsmethodik ein: Schnüffeln im Privat- und Vorleben, Denunziation wegen Staatsgefährlichkeit, Abendlandbedrohung, Humanitätssabotage – Denunziation als Form von Revolution, diese ganze bereits Bonzen-, Trottel- und Lizenzträgerideologie, der gegenüber die Scholastik hypermodern und die Hexenprozesse universalhistorisch wirken.

Gottfried Benn: Der Ptolemäer 1947


*Mit artistisch bezeichnet Benn das Kreative des Menschen schlechthin.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , | Schreib einen Kommentar

Das wiedervereinigte Deutschland Folge 2

Die Kanzlerin einer anderen Republik

Den dritten Grund dafür, dass alte SED-Kader nach wie vor noch erheblichen Einfluss in der deutschen Politik ausüben, hat Hinrich Rohbohm in seinem Buch „Merkels Maske – Kanzlerin einer anderen Republik“– erschienen in der Edition JF 2017 – ausführlich beschrieben. In dem Buch werden viele namentlich belegte Beispiele von früheren SED-Kadern und Stasi-Leuten beschrieben, die es bis in höchste Positionen des wiedervereinigten Deutschland geschafft haben. Sie engagieren sich in vielen Fällen bei der Linken, die heute noch große Probleme damit hat, die ehemalige DDR trotz Mauerbau, Schießbefehl und Stasi als Unrechtsstaat zu bezeichnen.

Hinrich Rohbohm wirft in seinem Buch die Frage auf, „wie stark sich die Kanzlerin mit Deutschland tatsächlich identifizieren kann und ob tief in ihr möglichweise noch weitaus mehr DDR steckt als allgemein angenommen“. Rohbohm schildert, wie auch in den östlichen Landesverbändern der CDU „zahlreiche kommunistische Seilschaften wieder Führungspositionen einnehmen“. Merkel arrangiere sich zwar mit klassischen CDU-Positionen, doch gleichzeitig – und kaum spürbar – ändere sie das Profil der Partei. Als Bundesministerin für Frauen und Jugend habe sie in der Frage des Schwangerschaftsabbruchs die Fristenlösung mit Beratung durchgesetzt, „eine abgeschwächte Form des bisherigen DDR-Rechts“.

Der Wahlsieg der alten Kader

Auch andere politische Initiativen und Entscheidungen wie die kostenlose Bereitstellung von Verhütungsmitteln an Frauen unter 21 Jahren oder das Frauenförderungsgesetz wiesen eine ähnliche politische Handschrift auf. Und als Bundesumweltministerin habe Merkel Deutschland 1995 bei der Berliner Klimakonferenz zum größten Einzelbeitrag verpflichtet. Sie habe auch maßgeblichen Anteil am Zustandekommen des Kyoto-Protokolls, das einen globalstaatlichen Eingriff in westliches Unternehmertum darstelle und laut dem Kommunismus-Experten Torsten Mann den ersten „globalplanwirtschaftlichen Erlaß“ darstellt. Die Linke in Deutschland, während sie von CDU und SPD bereits hofiert wird, tut immer noch so, als habe sie mit dem ehemaligen SED-Regime nichts zu tun. Hubertus Knabe beschrieb anlässlich der Landtagswahl in Thüringen im November 2019 auf seiner Webseite den „Wahlsieg der alten Kader“. Laut Knabe ist die Kontinuität der Partei „größer als viele Kommentatoren wahrhaben wollen“.

Bis heute traute politische Heimat

Für viele ehemalige SED-Funktionäre und Stasi-Mitarbeiter sei die Linke deshalb „bis heute traute politische Heimat, für manche auch die fast bruchlose Fortsetzung ihres früheren Funktionärslebens“. Auch diesmal habe die Linke ihre Kandidaten so ausgewählt, „dass von den 29 Landtagsabgeordneten etliche einst der SED dienten“. Knabe nennt in dem Artikel einige Namen, um seine Aussage zu unterstreichen, darunter Knut Korschewsky, den tourismuspolitischen Sprecher der Linksfraktion, der seit 1979 der SED angehörte und in der DDR „zuletzt hauptamtlicher Funktionär der FDJ-Kreisleitung Suhl“ war.


Markus Gärtner studierte Politik und VWL in München als Stipendiat der Konrad Adenauer Stiftung. Ein Jahr lang arbeitete er für Dick Cheney im US-Kongress. Dann war er 30 Jahre Journalist, darunter Finanzreporter der ARD in Frankfurt und China-Korrespondent des Handelsblatts in Peking. Irgendwann während der Finanzkrise schluckte er die Rote Pille, stieg aus der Matrix aus und verließ den Medien-Mainstream. Seit Oktober 2018 ist er Chefredakteur von PI Politik Spezial.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , | Schreib einen Kommentar

Das wiedervereinigte Deutschland

Im wiedervereinigten Deutschland steckt auch nach drei Jahrzehnten noch reichlich SED.

Warum CDU und SPD die LINKE gezielt stärken und unterstützen.

Mitte Mai, mitten in der Corona-Krise, wurde mit den Stimmen von CDU und SPD die Politikerin Barbara Borchardt von der Linkspartei ins Landesverfassungsgericht von Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Die linksextreme Politikerin segelte quasi unter dem Corona-Monitor durch. Borchardt hat die „Antikapitalistische Linke“ in dem norddeutschen Bundesland mitgegründet. Und sie taucht im Verfassungsschutzbericht auf. Einen ähnlichen Fall gibt es übrigens in Hamburg.„Kann eine Verfassungsrichterin Mitglied einer Vereinigung sein, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, fragte die Neue Zürcher Zeitung daraufhin ebenso erstaunt wie entsetzt. Alternative Medien wie die Junge Freiheit merkten an, dass mit Borchardt erstmals eine „Richterin mit verfassungswidrigem Hintergrund einem Verfassungsgericht angehört“. Der Bericht in der JF am 20. Mai brachte die Sorge zum Ausdruck, dass die Abwehrkräfte der CDU gegenüber den Linken schwänden. Tatsächlich haben CDU und SPD Mitte Juni einen Abwahlantrag der AfD gegen Borchardt im Landtag von Schwerin abgelehnt. Dass die CDU der Linken unter die politischen Arme greift, ist jedoch nichts Neues. Auch die SPD muss sich diesen Vorwurf gefallen lassen. Und dafür gibt es drei wesentliche Gründe.

Die Linke als künftige Mehrheits-Option

Den ersten erklärte am 19. Mai auf Tichy ́s Einblick der Vizevorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Arnold Vaatz. Vaatz sieht das Votum zu Gunsten von Barbara Borchardt keineswegs als einen „Unfall“ oder einen simplen politischen Deal an. Zugegeben: oberflächlich betrachtet sprach der Vorgang zunächst für ein einfaches politisches Tauschgeschäft: Der CDU und der SPD fehlten im Landtag von Schwerin ein paar Stimmen für die nötige Zweidrittel-Mehrheit um ihre eigenen Kandidaten für die Spitze des Landesverfassungsgerichts durchzubringen. Also wurden die Stimmen der „Linken“ per Vereinbarung quasi hinzugekauft. Sie bekamen im Gegenzug ebenfalls eine Stelle. Es war die Stelle für die Altkader-Kommunistin Borchardt, die schon mit 20 Jahren in die SED eingetreten war. Doch es steckt weitaus mehr hinter diesem Deal. „Wesentliche Kräfte in der CDU“, erklärte anschließend Arnold Vaatz, „wollen die DDR rehabilitieren“. Der Grund dafür: die CDU wolle auch eine Linke Koalitionsoption möglich machen. Als wichtige Schritte auf dem Weg zur Rehabilitierung des ehemaligen Unrechtsregimes bezeichnete Vaatz den Sturz von Hubertus Knabe als Direktor der Gedenkstätte Hohenschönhausen auf Betreiben der Berliner CDU-Staatsministerin Monika Grütters und des Kultursenators Klaus Lederer. Beide hätten mit diesem Schritt die Gedenkstätte für den DDR-Unrechtsstaat, der 17 Millionen Menschen ein freies Leben verwehrte, zerschlagen.

Der zweite Schritt, so Vaatz, sei das Wirken von Angela Merkel und Markus Söder gewesen. Beide halfen im Frühjahr noch den Links-Mann Bodo Ramelow trotz dessen fehlender Mehrheit zum Ministerpräsidenten in Thüringen zu machen. Das passt in die Planspiele ostdeutscher CDU-Verbände, und es passt zu dem lauten Nachdenken etwa von Ministerpräsident Daniel Günther in Schleswig-Holstein, mit der lediglich umbenannten SED bei Wahlergebnissen, die keine andere Option zulassen, eine Koalition einzugehen. Vaatz, ein studierter Mathematiker, wurde vor 38 Jahren von der DDR-Justiz ins Gefängnis gesteckt. Er hatte den Reservedienst der NVA verweigert. Er musste Zwangsarbeit leisten und wurde später einer der führenden Köpfe der friedlichen Revolution in Dresden bevor die Mauer fiel.

Die Justiz unter Kontrolle bringen

Den zweiten Grund, warum CDU und SPD immer weniger Berührungsängste mit der Linkspartei haben, hat mit dem Versuch der nach links verschobenen politischen Parteienlandschaft zu tun. Die politische Kaste will die deutsche Justiz unter ihre Kontrolle bringen. Diesen Versuch hat unlängst der Sicherheitsexperte und Bestsellerautor Stefan Schubert in einer Analyse erläutert. Schubert schildert unser Land als eine Republik, die sich „im Klammergriff einer Parteiendiktatur“ befindet. In nahezu jedem gesellschaftlichen Bereich würden mittlerweile Führungspositionen „nicht mehr nach Eignung, sondern einzig durch geheime Absprachen der Altparteien besetzt“. Neben Barbara Borchardt nennt Schubert auch die Linke-Politikerin Heike Lorenz, die ihre Laufbahn in der Pionierorganisation Ernst Thälmann begonnen hatte und die Frankfurterin Astrid Wallrabenstein, die auf Vorschlag von den Grünen durch den Bundestag als neue Richterin am Bundesverfassungsgericht bestimmt wurde. Sie war Mitglied im Sozialbeirat der Bundesregierung, Richterin am hessischen Landessozialgericht und im Rat für Migration. Außerdem war sie Prozessbevollmächtigte für Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke. Der Bundesrat hat sie am 15. Mai einstimmig gewählt, damit sie Richterin im Zweiten Senat des Bundesverfassungsgerichts werden kann.

Fortsetzung folgt morgen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , | Schreib einen Kommentar

Schönhauser Allee

Foto: Friedel Kantaut

Mein marmornes in meinen Fingernägeln so gefühltes in dich Eingreifen, wir haben sie (oder es?) absichtlich wachsen lassen. Und nun schreist du. Wie abgestochen. Nach noch mehr Liebe. Hast du deshalb deinen Kopf so eingemalt. Fährst du die Schönhauser Allee mal nicht wie eine gesenkte Sau auf und ab. Mein Festhalten an dir wird ja dann unerheblich, oder.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , | Schreib einen Kommentar