Mein Weckruf für Deutschland

Foto: privat

Wenn man die Taktik der Nazikeule und das Abwerten von allem Konservativen und Nichtlinken erst einmal zur Genüge kennt, verliert sie ihre Wirkung. Ich möchte ein demokratisches Deutschland, in welchem jeder frei zu seiner Meinung steht und es den Menschen um Information und nicht um „Haltung“ geht. Ich möchte nicht schweigend zusehen, wie dieses Land gesellschaftlich immer weiter in Richtung grüne Ideologie gekippt wird, aber alle nur über einen „Rechtsruck“ sprechen. Ich habe keine Lust auf Massenmigration aus nicht integrierbaren Kulturen, keine Lust auf eine Gender-Verstümmelung der deutschen Sprache und keine Lust auf einen Feminismus, welcher traditionelle Beziehungen oder Familienbilder als etwas Krankes und Schlechtes herausstellt. Auch möchte ich mich von Medien nicht politisch korrekt belügen lassen, nur weil der Redakteur das Parteibuch der Grünen besitzt. Demokratie heißt Meinungsvielfalt, nicht eine Vielfalt an zwanghaft gleichen Meinungen. Es wird Zeit, bestehende Gesellschaftsbilder zu hinterfragen und die vorgekaute Einteilung in Richtig und Falsch in den Wind zu schießen. Da können sie mich rechts, populistisch oder gar bösartig nennen: Ich werde trotzdem nicht schweigen. Und das sollten wir alle nicht tun.


Mein Weckruf für Deutschland
kostet € 24,90 und ist in jeder guten Buchhandlung erhältlich.

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Strahlt

Zeichnung: Rolf Hannes

Strahlt dich an. Wie sein ganzes Leben wie aus einem Sumpf beschimpfen. Gestern kam ihm die Welt noch ganz anders vor. An den Ufern des Weissensees kroch eine falsche Erkenntnis an Land. Deshalb dein süffisantes Lächeln. Erinnerst du dich?

Wie bei den meisten eine Stellungnahme nur im Nebensatz. Oder? Von oben herab. Wie ein Fallbeil. Verdreckt. Deine bisherige Vergangenheit ist nicht mal sokratisiert worden. Im Windstillen hebst du dein Gegenüber in die absurde Höhe deines Scheitels. Man will dich am nächsten Morgen auf Teufel komm raus nicht mehr sehen. Oder? Frische Brötchen lägen auf dem Tisch, wenn du deine Schritte im Dunkeln noch gehört hättest. Wie deine Stimme.

Nun schreit mein rosaroter Sessel in eine andre Ecke des Zimmers. Nun mischt sich niemand mehr in meine Theorie: Fluch, Hunger, Verhextseyn, Scheytern, Philosophisches lieben, Rauchen, Davonwerfen oder Glücksfunkenerspähn.

Musst du mir überhaupt noch vorschweben?

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Staatstrojaner

Zeichnung. Rolf Hannes

Es gibt eingehende Untersuchungen, die herausfinden: Alles, was sich in Deutschland äußert und nicht dem gängigen Mainstream entspricht, wird mit Ingrimm verfolgt. In der Öffentlichkeit ist es die Antifa und ihre Sympathisanten, die sich dafür zuständig glauben, im Netz sind es Algorithmen.

Neulich hörte ich in einer Fernsehrunde die Beteuerung von zwei hochrangigen Journalisten*: Noch nie hatte man in Deutschland größere Freiheit, seine Meinung zu äußern.

Wenn das stimmt, dann dürfte es keinerlei staatliche Zensur für unsre aufrichtige InternetZeitung geben.


* Ich versuche mich zu erinnern.

Der eine war, glaub ich, Kai Gniffke, Chefredakteur der ARD, der andre hieß (so verstand ichs) Restle, und ich dachte mir, das paßt ja bestens.

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Der Fernsehkopf

Die Fensterscheiben im Bus sind angelaufen. Eine Frau malt mit ihrem Zeigefinger ein rundes Gesicht auf die feuchte Scheibe. Ein dickes Kind, in einen roten Anorak hinein geschnürt, sitzt auf ihrem Schoß und betrachtet dieses Gesicht. Das Kind lächelt und die Frau lächelt zurück. Ein Zeitvertreib – gleichzeitig etwas lernen. Punkt Punkt Komma Strich – fertig ist das Mondgesicht. Auf den Kopf der Zeichnung hat die Mutter Striche gemalt, die wie Strahlen aussehen.  Die Mutter fordert das Kind auf, ein Gleiches zu tun. Neben das runde Gesicht soll das Kind auch ein rundes Gesicht malen. Das Kind streckt sich und seinen Finger gegen die Scheibe. Es beginnt zu malen. Dabei knistert der rote Anorak. Das Kind zeichnet einen Kasten, von dem eine Blume weg ragt. Die Mutter schüttelt zart den Kopf. Sie zeichnet wiederum ein rundes Gesicht neben den Kasten. Es ist das gleiche Gesicht: Punkt Punkt Komma Strich – fertig ist das Mondgesicht. Die Strahlen weisen noch weiter vom Kopf weg. Das Kind streckt sich, reckt seinen Finger. Wieder knistert der Anorak. Die Mutter nickt. Das Kind malt erneut einen rechteckigen Kasten, ohne Augen, ohne Mund und ohne Nase, nur mit einer Blume. Die Mutter blickt um sich. Sie wischt mit der Hand die Zeichnungen weg, haucht an die Scheibe und malt noch einmal: Punkt Punkt Komma Strich – fertig ist das Mondgesicht. Der Anorak knistert und das Kind malt wieder einen Fernsehkopf mit Blume als Haar.

Zeichnung: Rolf Hannes

Einst war die Welt eine Scheibe. Jetzt ist die Welt ein Quadrat: ein Kosmos mit vier Ecken und einer Fernbedienung. Eines Tages wird es uns auch selbstverständlich erscheinen, die Welt an- oder auszuschalten.

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Ich will dich nicht erschlagen


Zeichnung: Rolf Hannes

Ich will Dich nicht er­schla­gen,
Dich lie­ber hän­gen sehn.
An vie­len, vie­len Ta­gen –
Was wär das Le­ben schön!

Ich will Dich nicht erste­chen,
Dich lie­ber zap­peln sehn.
Auf dass die Wir­bel bre­chen,
nur so­weit will ich gehn.

Ich will Dich nicht er­trän­ken,
Dich nur am Gal­gen sehn.
Lass mich Dein Schick­sal len­ken,
Dich sanft im Win­de drehn.

Ich will Dich ewig lie­ben,
und Dich am Sei­le sehn.
Weil mir die Träu­me blie­ben.
Du hängst – und bist so schön!

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Ein süffisantes Lächeln

Zeichnung: Rolf Hannes

Mehr blieb von dir nicht hängen. Klar entsteht das Bedürfnis nach Philosophie nur aus Rache. Und natürlich auch, weil man in Ruhe gelassen werden will. Wie die Schönheit eines Bahnhofs. Klebt bis heute dein Eigensinn. Ein Denker sollte sich nur für sich interessieren. Fast wie ein weißes Pferd, von dem du noch nie runtergefallen bist.

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Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat

Henry David Thoreau (Foto: Diogenes-Archiv)

1846 verfaßte Henry David Thoreau* diesen hochaktuellen Essay im Gefängnis. Er war bei einem Ausflug in die Stadt Concord von einem Polizisten verhaftet worden, weil er seit Jahren seine Kopfsteuer** nicht bezahlt hatte. Er verweigerte seine Steuerpflicht, weil er nicht einsah, den Krieg der Vereinigten Staaten, die dabei waren, sich das spätere Texas und Neumexiko anzueignen, bei diesem völkerrechtswidrigen KRIEG zu unterstützen.

Thoreau schrieb: Ich habe mir den Wahlspruch zu eigen gemacht: „Die beste Regierung ist die, welche am wenigsten regiert; und ich sähe gern, wenn gründlicher und schneller nach ihm gehandelt würde. Wenn er verwirklicht wird, dann läuft es auf dies hinaus – und daran glaube ich auch: Die beste Regierung ist die, welche gar nicht regiert; und wenn die Menschen einmal reif dafür sein werden, wird dies die Form ihrer Regierung sein. Eine Regierung ist bestenfalls ein nützliches Instrument: aber die meisten Regierungen sind immer   – und alle sind manchmal – unnütz.

Einige Seiten weiter heißt es: Wenn aber das Gesetz so beschaffen ist, daß es dich zwingt, einem andern Unrecht anzutun, dann, sage ich, brich das Gesetz. Mach dein Leben zu einem Gegengewicht, um die Maschine aufzuhalten. Jedenfalls muß ich zusehn, daß ich mich nicht zu dem Unrecht hergebe, das ich verdamme.

Thoreaus Text müßte Pflichtlektüre in allen Schulen und Universitäten Deutschlands, ja in der ganzen Welt werden. Und kein Politiker dürfte sein Amt antreten, bevor er sich diesen Essay nicht zu eigen gemacht hat.


*Er war Lehrer, Bleistiftfabrikant, Philosoph, Schriftsteller, Naturbeobachter und Revolutionär. Er lebte fast zeit seines Lebens in und um Concord/Massachusetts.

** Das ist eine Parallele zu unsrer Zwangseintreibung der Rundfunkgebühren. Siehe rundfunk-frei.de/manifest

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Vom Elend der Kunstszene 3

Womit ich mich schon eine Weile beschäftige, das ist die Szene in den Galerien, in den Kunstvereinen, in den kommunalen Einrichtungen, in den städtischen Museen, worin Ausstellungen stattfinden. Dort wird der Eitelkeit gefrönt, und die richtet sich am Markt aus. Es geht weniger um Kunst, als um das gesellschaftliche Brimborium, um Aufmerksamkeit, um den Drang, sich ins rechte Licht zu stellen. Das ist das Feld der Ausstellungsmacher, und bei den Ausstellungen denken viele weniger an die ausgestellten Künstler, als an den Glanz der Ausstellungsräume. Man vermutet, es sei die Verpackung, die die Leute anlockt.

Wenn es ein Künstler versäumt, sich diesen Verpackungskünstlern anzubiedern, oder sie gar durch Eigenständigkeit verärgert, oder, schlimmer noch, seine Meinung, wenn sie nicht im Gleichklang des Ausstellungsmachers ist, frei äußert, kann er sich trollen. Sich bei den Einflußreichen unbeliebt zu machen, kann für einen Künstler tödlich sein. Dann kann er sich bald einer subtilen Front von Gleichgültigkeit und Ablehnung gegenüber sehn.

Die Leute sind auf die Einflüsterungen der kleinen oder größeren Apparatschiks der Kunstszene angewiesen. Manchmal suchen sie auch wirklich ein Bild, um es sich über ihr Sofa zu hängen. Darum geht es aber am wenigsten, denn auch sie schielen schon nach den höheren Weihen des Sammlers.

aus einem Skizzenbuch: Rolf Hannes

Ich war öfters drauf und dran, HartzIV zu beantragen. Mein Stolz hielt mich zurück und das Gefühl, ich könne mich nicht auf Kosten der Allgemeinheit durchbringen.

Beim Finanzamt gab ich mehr Einkommen an als ich hatte. Bis die Künstlersozialkasse das eines Tags überprüfte und drohte, mich aus ihrer Kasse auszuschließen. Die Kasse wollte mein Motiv erfahren. Ich schrieb: Es ist ganz einfach. Ich schämte mich, eingestehen zu müssen, daß ich mit einer Summe auskommen muß, die erbärmlich ist.

Es fehlte mir nicht an mehreren Ausstellungen jährlich und meine Arbeiten (Ölbilder, Objekte, Grafiken) wurden besprochen und in aufwendigen Katalogen abgedruckt. Aber das alles ernährte und ernährt mich nicht.

Die Künstlersozialkasse hat mich damals nicht rausgeschmissen, und so bekomme ich eine miese kleine Rente seit 18 Jahren, und muß, damit ich nicht verhungre, immer noch arbeiten und dazuverdienen, in einem Land, das Milliarden unsinnig vermanscht.

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Blatt – späteres Abblättern

Äquilibristik Handkolorierter Holzschnitt: Rolf Hannes

Das Leben ist eine neurotische Bedingung des Sprechens. Als ob sich dadurch etwas bedeutete.
Pass auf: Unergründlich und unvergrünt sind dasselbe.
Pass auf: Ich werd immer nur von dem, was ich denke und mir vorstelle und in meiner Phantasie ausmale, durcheinander und völlig verwirrt zurückgelassen. Ich hab mich mein ganzes Leben unter Verdacht gestellt. Nie war ich es, der Schuld hatte. Nie war ich es, der einen falschen Satz gesagt hat. Immer war ich es, der sich schämte.

Klar, kenn ich auch, ziemlich gut sogar.

Stell dir vor, du wärst nicht mehr die Tatsache deines Hirns?! Stell dir vor, du wärst nicht mehr das, was der Abfall oder das Fallobst in deinem Kopf wäre. Stell dir vor, du weisst, dass du deine einzige Zugangsbedingung bist. Passwort vergessen? Stell dir vor, du wärst eine Zufallsbegegnung. Mit dir selbst. Und alles, was du in einem vielleicht lauten Selbstgespräch dir sagst, würd dich überraschen … so wie diejenigen, die dir dabei zuhören, dich für durchgedreht halten.

Meinst du nicht, du gewinnst ein kleines Stück Gras aus deiner Kehle wieder zurück. Eine Art Wiedererkennung. Oder hattest du noch nie Lust, dich in dich hineinzulegen?!

Was willst du eigentlich von mir?
Einen Zugangszufall.
Was?
Einen Verlangenszufall, kannste auch Liebe nennen.
Das erwartest du von jedem Menschen?
Nein. Nur von mir.

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Heucheln ist so herrlich schön.


Zeichnung: Rolf Hannes

Ich bin ein Heuchler vor dem Herrn,
und ich gesteh’: Ich heuchle gern.
Denn nur wer heuchelt,
wird geliebt in diesem Land.
Ich heuchle oft von früh bis spät,
weil Heucheln doch so einfach geht.
Wie herrlich ist die Heuchelei.
Nur als ein Heuchler bin ich frei.

Ich bin stets höllisch auf der Hut:
Ich heuchle nie aus Übermut.
Schon häufig hätte man mich
um ein Haar erwischt.
Doch ich bin halt kein Dilettant,
ich heuchle äußerst elegant:
Wie herrlich ist die Heuchelei.
Nur als ein Heuchler bin ich frei.

Ich heuchle, dass ich Heuchler bin.
Das ist der höchste Heuchlersinn.
Ich heuchle sogar,
wenn ich Euch vom Heucheln sing.
Ich bin ein heuchlerischer Mann,
der aus dem Herzen heucheln kann.
Wie herrlich ist die Heuchelei.
Nur als ein Heuchler bin ich frei.

Ich heuchle heute und auch hier,
doch nicht nur ich, sondern auch Ihr.
Kommt gebt schon zu:
Ihr liebt sie auch, die Heuchelei.
Ob mit Humor oder mit Spaß:
Nur auf das Heucheln ist Verlass.
Wie herrlich ist die Heuchelei.
Nur als ein Heuchler bin ich frei.

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