Wie verletzt (Fortsetzung)


Zeichnung: Rolf Hannes

Und nun lass uns die geschrienen Wörter
zweier Hetären vergessen,
die ihren Job einfach nur schlecht
gemacht haben. Die Hirnkranke

streichelt dich immer noch nicht.
Sie gelingt nicht mal in ihre eignen Finger.
Da wächst dann nichts mehr an
Verwirrung. Du bist nun der Klarste

unterm Haus.
Ich vergess‘ nie mehr deinen Blick,
als ich beim Kartoffelschälen in der Küche saß.
Heute erst begreif ich,

dass du dich gewundert hast,
dass ich nicht längst verblutet war.
Selbst noch als du die Schalen
zu deinen Tieren getragen hast,

schüttelte sich ganz leicht dein Kopf
zwischen den Schultern.
Es gibt wohl doch ein Abhimmeln,
dacht ich hättest du vor dich hin gemurmelt.

Also dir selbst zugeflüstert.
Denn du hast irgendwann
am liebsten
nur noch mit dir selber geredet.

Das beruhigte mich so.

Wird fortgesetzt.

Dieser Beitrag wurde unter Innenleben abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.