Udo Ulfkotte ist tot.


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Vor wenigen Tagen starb Udo Ulfkotte, knapp 57 Jahre alt. Er war für die Mainstreampresse und die Mainstreampolitiker ein rotes Tuch. Er war nicht nur umstritten (wie sie jetzt unisono sagen) bei den elitären Strippenziehern, er war ihnen verhaßt. Er wußte zuviel über die Mauscheleien und kriminellen Machenschaften der etablierten Parteien und Medien. Sie hätten allen Grund gehabt, ihn aus dem Verkehr zu ziehn. Und einige aufrechte Zeitgenossen äußern das auch.

Was mich angeht, so kann ich mir vorstellen: Eine solche Hexenjagd, der Ulfkotte in den letzten Wochen ausgesetzt war, genügt schon, einem Herzinfarkt zu erliegen. Jedenfalls hat uns mit ihm ein unerschrockener Journalist verlassen, der für Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit kämpfte.

siehe auch meinen Artikel Gekaufte Journalisten vom 21. 1. 2015

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3 Kommentare zu Udo Ulfkotte ist tot.

  1. Bei Herrn Ulfkotte bin ich anderer Ansicht. Er trat als Redner bei Pro NRW auf, unterstützte die kruden Thesen von Thilo Sarrazin, veröffentlichte zum Schluss ausschließlich beim Kopp-Verlag – einem Sammelbecken rechtspopulistischer Publizisten. Das entschuldigt nicht, dass er einer Hetzjagd ausgesetzt war. Wir leben in einem Land, das Meinungsfreiheit hoch hält. Wer anderen gegenüber Morddrohungen ausstößt, der macht sich schlicht strafbar.
    Dennoch hat sich Ulfkotte als Redner bei BOGIDA und PEGIDA in Dresden und mit islamophen Verschwörungstheorien einen durchaus zwiespältigen Namen gemacht.
    Mit der Wahrheit ist das so eine Sache. Aber Verschwörungstheorien greifen immer zu kurz und verweisen auf ein heterotropes Denken, das jede Kommunikation mit einem Außen erschwert. Da die alten Zuschreibungen von rechts und links nicht mehr funktionieren (falls sie je funktioniert haben), macht man es sich auch zu leicht, jeden als Rechtspopulist zu bezeichnen, der von der Mainstream-Wahrheit abweicht. Was hier schief läuft, weiß ich nicht genau. Doch mit Protagonisten, die Nazi-Worte wie „Lügenpresse“ oder „Volksverräter“ benutzen, will ich nicht in Verbindung gebracht werden. Das war vielleicht Ulfkottes Naivität – oder schlimmstenfalls gewollt. Das weiß ich auch nicht. Aber es bestand die Nähe zu solchen Protagonisten.

  2. Rolf Hannes sagt:

    Lieber Bernhard Horwatitsch,

    vermutlich hat kein andrer als der Kopp-Verlag vor Jahren Ulfkottes Buch Gekaufte Journalisten verlegen wollen. Jedenfalls war der Boykott bis in die Buchhandlungen hinein augenfällig. Ich kannte Ulfkotte überhaupt nicht, war nur neugierig auf sein Buch. Und was er darin veröffentlichte wurde minutiös belegt, und niemand wagte, ihn zu verklagen. Aber man wollte ihn ausgrenzen und mundtot machen. So suchte er sich Zuhörer bei Pegida und Pro NRW.

    Ich bin kein Pegida-Sympathisant, aber ich bin überzeugt, in Dresden laufen nicht nur Spinner und Verschwörungstheoretiker in den Demonstrationen mit. Und vieles, was Sarrazin beschreibt, wird von einem glaubwürdigen Mann wie Buschkowsky (dem ehemaligen Bürgermeister von Neukölln) bestätigt.

    Ich würde Ihnen gern zustimmen, wenn Sie sagen: Wir leben in einem Land, das Meinungsfreiheit hochhält. Doch einigen, sehr vielen, war die Meinungsfreiheit eines Udo Ulfkotte nichts wert und sehr zuwider.

    Nichts für ungut, ich begrüße es, wenn in unsrer InternetZeitschrift die unterschiedlichsten Meinungen zu Wort kommen.

    Rolf Hannes

  3. friedel kantaut sagt:

    hallo,

    ich habe eben udo ulfkotte recherchiert. da ist ein inhaltlicher zusammenhang, in dem ich mich nicht zuhause fühle. aber ich bin für uneingeschränkte meinungsvielfallt. meine frage ist: warum soll ich mich in eurem zusammenhang wohlfühlen, und sollte ich den link zu meinen texten, die ich bei euch veröffenlicht habe, posten, ohne das bild, das ich von mir habe und auch verbreite, in die rechte ecke zu rücken. falls irgendjemand diese politischen zuordnungen noch wichtig findet, bin ich eher in der linken ecke.

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