Morgenlandreise 7

Ich frage mich, ob Muselmaninnen ihre Schamhaare auszupfen. Was sie wohl sagten, wenn sie mich sähen, so schön glattrasiert um mein Vorderteil herum, wie ich hier sitze. Habe mir irgendwo unterwegs Läuse eingefangen und mich sorgfältig bis auf die Knie herunter rasiert.

Uwe Sch. schrieb mir aus Indien, er habe dort eine Frau, stehend wie ein Mann vor einem Baum ihr Wasser abschlagen sehn. Im Mittelalter war es möglich, daß eine Frau, auf einem Reittier sitzend, ihre Röcke hob und von oben herabpißte. Sie saßen ja auf dem Tierrücken wie auf einer Bank, und Unterhosen kannte man damals noch nicht, als sie aufkamen im späten 18. Jahrhundert, empfand man sie als unanständig.

Auf den ländlichen Klos ist das Loch so klein, daß du gerade immer vorbeischeißt, oder du triffst es einmal, dann pißt du dir die Schuhe voll. Du hast die Wahl. Wen das interessiert? Mich. Sehr. Ich komme gerade von einem solchen Ort. Die Lampe brannte nicht. Gestern ging sie noch. Die Lampe über meinem Waschbecken geht auch nicht. Eine Glühbirne kostet 11 türkische Lira. Hab überlegt, ob ich eine kaufe und einschraube. Auf meinem Nachttisch gibts erst gar keine Lampe.

Alles bleibt wies ist. Hab im Klo eine Zeitung zwischen Wand und Fenster geklemmt (Klopapier hab ich noch in keinem Abort angetroffen). Die bleibt dort. Wenn ich in 3 Jahren wieder hier vorbeikäme, ich bin überzeugt, sie ebenso anzutreffen. Das ist nun wiederum etwas Tröstliches.


Die Weite Anatoliens

Ich werde mir hier alles von der Seele schreiben, sozusagen ins Unreine. Meine Reise geht in meine Eingeweide. Erlaube dir keine poetische Absicherung!

Im münchner Hauptbahnhof, bevor mein Zug ging, wollt ich mir einen Porno ansehn. Heiße Fracht für Tanger, oder so ähnlich. Also: ein Mädchen schwankt vor einem Spiegel hin und her. Es ist nackt, bis auf die Schuhe, und du denkst dir, aha, der ist schlecht. Das Mädchen wankt und wankt, im Hintergrund mit verschränkten Armen und teuflischem Grinsen ein Mann. Aha, der hat ihr was in den Kaffee getan.

Mehr und mehr wankt sie, dann braucht er sie nur noch wie eine reife Frucht in seine Arme fallen lassen und auf eine Liege bringen. Dann betatscht er sie. Sie stöhnt, zwischen Abwehr und Ohnmacht. Und dann zieht er sich die Hose aus, nimmt ihre Beine auseinander und fällt drauf. Sein Arsch ist so weiß und pickelig, so widerwärtig unerotisch, mich hats nicht mehr gehalten in dem Kino. 5 Minuten Porno, dann stand ich wieder draußen.

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