Modische Torheiten


Klecksbildchen: R. H.

Geben wir’s doch zu, Modetorheiten oder törichte Moden gehören im Auf und Ab der Zeiten zum Verdruß oder Entzücken der Menschen dazu. Nehmen wir doch mal diesen Rolf Hannes, vor einigen Jahren hätte er nichtmal einen Job bekommen an einem Bankschalter, und schon gar nicht wäre er Bundeskanzler geworden. Seit 40 Jahren trägt er seinen Bart, mal länger, mal gestutzter. Nicht weil er modisch sein wollte, er war’s einfach leid, sich jeden Morgen das Gesicht zu schaben. Er war einst Buchhändler, und seine Chefs (und wohl auch seine MitarbeiterInnen) hätten ihm nahegelegt, nicht so ungepflegt herumzulaufen. Eines Tags ging er unter die Künstler und schrieb seiner Mutter: Bitte, erschrick nicht, wenn ich demnächst aufkreuze, ich hab mir einen Bart zugelegt, das gehört sich so unter Künstlern.

Seit neuestem aber gehört es bei vielen dazu, einen Bart zu tragen, als Dreitagebart (bei Schauspielern beliebt), ein bißchen länger (bei Fußballspielern), schön ausrasiert und auf Kante getrimmt bei Modebewußten. Im 19. Jarhundert, so hab ich gelesen, waren nur (junge) Geistliche glattrasiert. Es war ihr Erkennungszeichen. Die Spötter sagten Pfaffengesicht dazu.

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Ein Kommentar zu Modische Torheiten

  1. Marianne M. sagt:

    Wie WAHR!! Hat mir ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert 😉

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