Island

Nirgends gibt es so viele Zäune wie in Island, umgeben die Siedlungen angeklebte Blechmarken an den Rändern der Vulkane der ältesten Kolonie Europas. Dänen fällten jeden Baum ihrer Bibel, ließen ihre unsichtbaren Schlangen den Sklaven. Aus jedem Stein mauern die entholzten Bäume einen Sturm um das heidnische Paradies.

Bezäunt die Seen doch nicht, die Hengste! Eine Lava der Träume, jede Wolke des Ozeans nimmt sich ihrer an, doch selbst englische Kleinanleger kapern die Schwachen und Wikingerdörfer in den Nachrichten, den Kabeljau, erloschene Krater: erloschene Formel des Glücks.

Deine Kinder hältst du immer an der Hand, zwischen Straßen und Haus stößt der Atem des Meers, der Atem der Dunkelheit euch sonst auseinander. Denn hier beginnt nie ein Herbst, sondern das Totenreich. Vertreibt den Alkohol aus dem Rasierwasser!

All die toten letzten Wälder ein Kolbenschlag in den Motoren der Geländewagen. Über den Steinwüsten ohne Schmerz der trockene Pferdemist in der Lava, der Nabel einer Margerite dieser Insel. Wo jetzt immer alles Nabel ist, das herzgeborene Leiden ist ein Nabel, der Wind ist ein Nabel, ein Wort und Staub der Tropfen am Wasserfall unter dem Schuppen ist ein Gefängnis am Gletscher.

Sven Domann - Island

Zeichnung: Gunther Vogel

Die Wünsche der Morgigen flechten Wolken, knüpfen einen Ozean an die Wellen, gießen Schlaf in die Rücken, und zwei Menschen sind schon Mähnen in der Herde des Bauern, der nie zu sehen ist. Durchsichtig wie Glasadern am Krater jeder Besucher. Neben dem Wasserfall das Vorzeichen eines Fuchses. Die Weite über den Fjorden halbieren unsere Zeit.

Schwimmen im Moos der Krater (ein umgekippter Regenschirm), in der Steinflut des Lachens treiben die Nester der Schafe vorbei, ohne die gesprenkelten Eier zu verlieren. Sie bleiben an Bord, diese Siegel des Gral, den hier keiner suchte, (dreht der Regenschirm sich auf die andere Seite), ein Kreisel tanzt im Vulkan nach der Peitsche der Kinder, geboren, ungeboren ist jetzt hier nicht wichtig. Die Spitze des Kreisels malt uns allen die Lösung in die Hand.

Jetzt macht es sich bezahlt, dass nie ein Kranich diese Insel erreichte. Aber saugen wir erst gemeinsam mit den Mücken an den Gletschern, dann ist das Universum der Eintagsfliegen verschwunden und das letzte Mal rinnt die trübe Milch aus dem Eis in das Felsentor, vergräbt das erste Gebot zum tausendsten Mal.

Schlagen die Stiefel der neuen Besatzer Nägel in die unsichtbaren Bäume, in das Hissen, das Blätterrauschen der Kerzen, wenn ein Sommer es wieder nicht schafft, den Rosenstrauch erblühen zu lassen.

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3 Kommentare zu Island

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