Angst


Rolf Hannes: Federzeichnung

Ich geh mit all meinen Ängsten.
Und meine Ängste mit mir.
Ich kenne die schlimmsten am längsten.
Sie sind öfters auch mein Pläsier.

Die Ängste, sie haben auch Beine.
Ganz lang und ganz krumm und ganz schief.
Und viele, weiß ich, sind gemeine.
Sind bei mir, weil ich sie einst rief.

Die Ängste, die tun sich verkleiden.
Heißt: Manchmal erkenn ich sie nicht.
Und glaubt mir: Sie können auch streiten.
Mich nerven, das scheint ihre Pflicht.

Doch manchmal sind Ängste am schlafen.
Und schnarchen und pupsen dabei.
Die würd ich am liebsten dann strafen.
Und träume: Die hau ich zu Brei!

            Dann gibt’s Alarm, ich spür’s im Darm.
            Es liegt was quer, wird immer mehr.
            Gleich kommt die Ängste-Feuerwehr.
            Und rettet die Ängste vor Gegenwehr.

So bleibt’s mit den Ängsten wie immer.
Da gibt es nun gar kein Vertun.
Ganz sicher ist: Schlimmer geht’s nimmer.
Ich wollte, ich wäre ein Huhn.

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